Forschung im Institut für Ägyptologie & Koptologie

Blick auf die Ruine von Umm Ruweim
Blick auf die Ruine von Umm Ruweim
© IÄK
Fotografie einer Koptischen Textilie
Fotografie einer Koptischen Textilie
© IÄK

Das Fach Ägyptologie hat traditionell einen archäologischen und einen philologischen Zweig, die beide in Lehre und Forschung am Institut der WWU vertreten werden. Die Archäologie wird insbesondere durch mehrere Feldprojekte im Sudan und in Ägypten gestärkt. Darüber hinaus wird die archäologische Forschung mit kulturanthropologischen, ikonographischen und objektbezogenen Fragestellungen betrieben. Die philologische Forschung in der Ägyptologie wird am Standort Münster vor allem anhand funerärer Texte sowie politisch relevanter Inschriften des 1. Jt. v. Chr. betrieben. Ein besonderer Schwerpunkt des Institutes ist die intensive Auseinandersetzung mit den Kulturen des antiken Sudan, die in der Forschungsstelle Alter Sudan gebündelt ist.

Das Kerngebiet der Koptologie in Münster ist die spätantike Kultur Ägyptens vom 3. Jh. n. Chr. bis etwa zum 12.–14. Jh. n. Chr., als die spätägyptische oder ‚koptische’ Sprache als Alltagsprache allmählich durch das Arabische verdrängt wurde. Die wichtigsten Teilgebiete der Koptologie, die auch an der WWU vertreten werden, sind Sprache, Literatur, Handschriftenkunde, Religion, Kunst und Geschichte. Schwerpunkt der Forschung am Institut sind die koptisch-gnostischen Schriften (Nag Hammadi Codices, Judasevangelium), die koptischen Kodikologie und Handschriftenkunde und vor allem Untersuchungen zum Leben und umfangreichen Werk des koptischen Schriftstellers par excellence, Schenute des Archimandriten (348–465 n. Chr.).

Publikationslisten der Mitglieder des Instituts und eventuelle online-Publikationen findet man unter deren Namen im Navigationspunkt "Personen und Organisation".