Vortrag "Wenn aus ‚Männerrechtlern‘ Maskulinisten werden – Anti-Feminismus und Hochschulen"
Mittwoch, 10. April 2013 im Café SpecOps, Von-Vincke-Str. 5-7
Der Vortrag von Andreas Kemper schließt an die Beobachtung an, dass sich seit etwa zehn Jahren im deutschsprachigen Raum – vorwiegend im Internet – ein neuer Anti-Feminismus organisiert. Die Protagonisten bezeichnen sich selber als Maskulinisten oder Männerrechtler. Eine vorläufige Analyse dieser Aktivitäten zeigt, dass eine anti-feministische Ausrichtung als normative Basis für diese Bewegung dient. Problematisch ist dieser sich modern gebende und medial präsente Antifeminismus vor allem als Argumentationshilfe für eine restriktiv orientierte Geschlechter- und Familienpolitik, die zunehmend auf den anti-feministischen Diskurs rekurriert. Auch von Hochschulen wird die männerrechtliche Debatte verstärkt aufgegriffen. Seit drei Jahren finden Kongresse wie die Antifeminismus-Konferenzen in der Schweiz (2010, 2011, 2012) oder die Männerkongresse an der Uni Düsseldorf (2010, 2012), statt.
Veranstaltet von: FIfPol - Frauen am Institut für Politikwissenschaft der WWU

