Fotos

Tina Schmincke unterrichtet Yoga...
© Hochschulsport Münster
  • ...mit viel Engagement, Herz und Gefühl.
    © Hochschulsport Münster

Face2Face: Die Frau, die Körper und Geist vereint


20.000 Teilnehmende, 500 Übungsleitende und über 140 Sportarten - das ist euer Hochschulsport. Doch wer gehört eigentlich alles dazu? In unserer neuen Serie Face2Face stellen wir euch Personen vor, die hinter und vor den Kulissen für euch und uns wirbeln. Heute möchten wir euch gerne unsere langjährige Yoga-Übungsleiterin Tina Schmincke vorstellen, die seit 1999  beim Hochschulsport ihre Iyengar-Technik unterrichtet.

Hochschulsport: Hallo Tina, schön, dass Du Zeit gefunden hast. Willst du dich kurz vorstellen?

Tina Schmincke: Natürlich. Ich bin Tina Schmincke und 1956 in Hannover geboren. 1975 habe ich mein Abitur in Kaiserslautern gemacht und war danach an der Schauspielschule Bochum. Theaterstationen waren dann Mannheim, Konstanz, Kaiserslautern, Hannover, Bremerhaven, Bremen und wieder Hannover. Münster wurde schließlich meine Wahlheimat.

Jetzt bist du schon einige Jahre beim Hochschulsport. Wie kamst du dazu?

Seit 1994 habe ich Yoga-Kurse an verschiedenen Institutionen gegeben und meine eigene Yoga-Praxis kontinuierlich weiterentwickelt. Ich habe verschiedene Fortbildungen gemacht, zum Beispiel am Centre de Yoga Iyengar in Paris, im I-Yoga Studio München oder am Iyengar-Yoga Institute of New York. Seit 1999 bin ich beim Hochschulsport als Obfrau für Yoga und gebe regelmäßig Kurse. Ich unterrichte mit viel Engagement, Herz und Gefühl.

Was ist Yoga genau und warum praktizierst du es?

Yoga ist eine ganzheitliche Körperarbeit, die Ausdauer, Kraft und Flexibilität entwickelt. Der Körper wird sensibilisiert, bewusster wahrgenommen und dient so als Instrument zur Selbsterforschung. Irgendwann hat Yoga das Theater als Lebensmittelpunkt abgelöst. Schon während meiner Theaterzeit habe ich Yoga gemacht, um mir die Texte besser merken zu können und um von der emotionalen Anspannung der Rollen runterzukommen. Yoga hat mich geerdet und konzentriert. Stress setzt sich ja gerade körperlich fest und eine Yogamatte in der Garderobe ausgerollt, konnte diese Anspannung lösen. Yoga war deshalb schon damals sehr wichtig für mich.

Die Basis meiner Iyengar-Technik durfte ich schließlich bei herausragenden Lehrern lernen. Das waren Mary Dunn in New York, Faeq Biria in Paris und Dharmacaria Dharmapriya in Berlin. Ihnen verdanke ich mein yogisches Wissen und gebe es mit Begeisterung und tiefer Überzeugung an die Studierenden weiter. Ich bin davon überzeugt, dass die Verbindung von Körper, Seele und Geist den Menschen ins Lot bringt, ihn beruhigt und entspannt, ihn konzentriert und ihm neue Energien gibt. Er wird positiv und friedlich gestimmt.

Warum ist Yoga gerade für Studierende so interessant?

Sie fühlen sich durch regelmäßigen Yogaunterricht entspannter, ruhiger, gedehnter, konzentrierter und im Ganzen belebter. Es hilft ihnen, Stress im Studium abzubauen, den Blick für 90 Minuten nach innen und auf ihre eigene Persönlichkeit zu richten. Sich selbst, seine Grenzen und Möglichkeiten gut zu kennen und anzunehmen, was ist, ist existentiell wichtig für kommende Entscheider und Leistungsträger. Fit for life mit Yoga! (*lacht*)

Warum praktizierst du Yoga gerade mit Studierenden so gerne?

Die vielen konstruktiven Gespräche und dankbaren Rückmeldungen geben mir Mut und Hoffnung, dass das Geschenk von Yoga bei den meisten Studierenden ankommt. Die Studierenden sind oft wunderbare Schüler. Sie sind interessiert, offen, intelligent und jugendlich flexibel. Und wenn ihnen die Iyengar-Technik oder die Lehrerin nicht zusagt, bietet der Hochschulsport noch viele hervorragende und engagierte andere Yoga-Lehrer und -Techniken.

Danke Tina für den spannenden Einblick in deine Yoga-Welt. Namaste!

Ebenfalls lesenswert: Der Mann mit Durchblick | Der Sportler auf der Schulbank | Die Stimme der Studierenden | Die Frau mit tausend Schlüsseln | Der Mann für alle Fälle