30 Jahre Schnüffelspiele
Der tetraederförmige Ball fliegt quer durch die Halle, landet dann im Tor. Eine der neuen Errungenschaften der Hochschulsportgruppe "Schnüffelspiele". Die feierte am Wochenende ihr dreißigjähriges Bestehen.
"Bei uns geht es darum, unterschiedliche Sportarten auszuprobieren", erklärt Thomas Lilgen, seit 1993 Obmann der Schnüffelspiele. Neben Sportarten wie Fußball, Basketball und Badminton probieren die Schnüffler auch etwas unbekanntere Sportarten wie Korfball oder Speedball aus.
"Es kommt teilweise sogar auch vor, dass wir Brennball oder Kettenfangen spielen. Kennt man sonst nur aus der Schule, macht aber immer noch riesig Spaß", erzählt Jan Schrader, derzeit stellvertretener Obmann.
Doch es werden nicht nur bestehende Sportarten ausprobiert, sondern auch immer wieder an neuen Spielen getüftelt. "Wir haben sogar die TV-Sendung Takeshis Castle spielerisch umgesetzt. Da wir in der Halle sind, aber natürlich ohne Wasser", so Schrader.
Ins Leben gerufen hat die Schnüffelspiele der ehemalige Sportstudent Johannes Diedenhofen. Er startete das deutschlandweit einzigartige Projekt 1982, als die amerikanische Bewegung der "New Games" Deutschland erreichte.
Auch jenseits des Sports ist ein Netzwerk entstanden. Dieses organisiert nicht nur Kanu- und Maitouren, sondern hilft auch bei anderen Problemen. "Ich bin Architekt und wenn jemand ein Haus baut, stehe ich ihm mit Rat und Tat zur Seite", erzählt Lilgen. Doch nicht nur in Sachen Hausbau wird geholfen: "Es hat sich hier auch so manches Paare gefunden. Es gibt sogar Schnüffel-Kinder", sagt Schrader mit einem Augenzwinkern.
Die Schnüffler begingen ihren Ehrentag passend zu ihrem Gemeinschaftsmotto: Erst wurde gespielt, in den Pausen gab es Kaffee und Kuchen mit alten Bildern und zum Abschluss die traditionelle Feuerzangenbowle mit entsprechendem Film.
