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Shaolin Kempo

Das Shaolin Kempo ist in seinem Ursprung eine ostasiatische Kampfkunst. Es ist eine chinesisch - japanische Wortzusammensetzung, wobei Shaolin der Name eines chinesischen Klosters ist und in der Übersetzung Holz bzw. Wald bedeutet und Kempo ( Kem = Faust, Po = Weg ) als der Weg der Faust übersetzt werden kann.

Das Shaolin Kempo zeichnet sich dadurch aus, dass es die Kraft des Gegners übernimmt, weiterleitet und gegen ihn selbst richtet, anstatt sie zu brechen. Deswegen ist der Verteidigungsstand immer aufs Ausweichen bedacht. Im Shaolin Kempo sind Kraft, Schnelligkeit, Präzision mit weichen Bewegungen, langsamen Geschwindigkeiten und Eleganz vereint. Der Verstand soll stets über den Körper herrschen. Nicht physische Überlegenheit oder gar rohe Gewalt, sondern die geistige Einstellung zeichnet einen Kempoka aus.

Das hier gelehrte und trainierte Shaolin Kempo setzt sich aus dem Techniktraining (Kihon), den PartnerInnenübungen (Kumite), dem Kampf gegen imaginäre Gegner (Kata) und einer freien modernen Selbstverteidigung zusammen.

Nach Europa kam das Shaolin Kempo durch Prinz Ganjuuryn Dschero Khan. Dieser lebte in seiner Kindheit und Jugend in verschiedenen Klöstern, u.a. auch in Shaolin, in denen er unterschiedliche Kampfkünste erlernte und studierte. Er erhielt den Namen Sifu Tse. Als Adoptivsohn des holländischen Generals Meijers kam Ganjuuryn Dschero Khan 1950 in die Niederlande. Mit seinen eigenen Erfahrungen und Fähigkeiten hat er das Shaolin Kempo weiter entwickelt und auf europäische Bedürfnisse zugeschnitten. In den frühen 60 er Jahren wurde Hermann Scholz aus Kleve einer seiner ersten deutschen Schüler.

Das Shaolin Kempo, das im Hochschulsport der Universität Münster unterrichtet wird, setzt sich in direkter Linie fort, da Johann Eichler ein Schüler von Hermann Scholz ist.