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1648
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Im Westfälischen Frieden werden die Niederlande endgültig als unabhängiger Staat anerkannt; die Niederlande sind eine Adelsrepublik, wobei das Amt des „Statthalters“ (Oberbefehlshaber der Armee einer Provinz, später der gesamten Niederlande) ab dem Ende des 17. Jahrhunderts erblich ist und - wie häufig auch schon zuvor - von den Oraniern ausgeübt wird.
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1815
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Nach dem Ende der napoleonischen Besetzung werden die Niederlande in eine Monarchie unter den Oraniern umgewandelt; zum Staat der „Vereinigten Niederlande“ gehört auch das Gebiet des heutigen Belgien.
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1830
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Nach einem Aufstand der Bevölkerung spalten sich die südlichen Gebiete der „Vereinigten Niederlande“ ab und werden zum Königreich Belgien; dieses wird von den Niederlanden 1839 anerkannt.
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1848
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Die Niederlande erhalten eine liberale Verfassung, die maßgeblich von Rudolf Thorbecke ausgearbeitet wird (unter anderem Einführung der ministeriellen Verantwortlichkeit, Erweiterung der Rechte des Parlaments und Einführung eines reinen Zensuswahlrechts); König Willem III. wird „in einer Nacht vom Konservativen zum Liberalen“.
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1887/1896
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Durch weitere Änderungen im Wahlrecht vergrößert sich der Kreis der Wahlberechtigten von 4 % über 8 % auf 16 % der Bevölkerung.
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1917
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Die „Pazifikation“ zwischen Liberalen und Konfessionellen beinhaltet unter anderem die Einführung des allgemeinen Männerwahlrechts und des Verhältniswahlsystems.
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1922
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Einführung des Wahlrechts auch für Frauen.
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1940
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Die neutralen Niederlande werden von deutschen Truppen überfallen und besetzt.
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1945
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Mit der Kapitulation der deutschen Truppen sind die gesamten Niederlande befreit.
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1946-1958
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Die „römisch-rote Koalition“ von Katholiken und Sozialdemokraten (mit wechselnden weiteren Partnern) regiert in den Niederlanden der Nachkriegszeit; die schon vor dem Krieg bestehende „Versäulung“ (tief greifende Aufspaltung der Gesellschaft in verschiedene Gruppen je nach ideologischer bzw. konfessioneller Glaubensrichtung) erlebt noch einmal einen Höhepunkt.
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1957
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Die Niederlande gehören zu den sechs Gründungsmitgliedern der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (heute Europäische Union).
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1967
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Die „Entsäulung“ schlägt sich bei den Parlamentswahlen erstmals deutlich nieder: Stammwähler werden den bisher von ihnen gewählten Parteien untreu, neue Parteien wie die linksliberalen „Demokraten ´66“ und die rechte Protestpartei „Bauernpartei“ erhalten Zulauf; die gesellschaftlichen Veränderungen drücken sich außerdem in einer schnell voranschreitenden Entkirchlichung in dieser Zeit aus.
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1980
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Die heutige Königin Beatrix übernimmt das Amt von ihrer Mutter Juliana.
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1994
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Mit der „lila Koalition“ wird erstmals seit 1917 eine Regierung ohne Beteiligung einer konfessionellen bzw. christdemokratischen Partei gebildet.
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2002
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Kurz vor den Parlamentswahlen wird Pim Fortuyn, Führer einer rechtspopulistischen Partei, die erst wenige Monate zuvor gegründet worden ist, erschossen; bei den Wahlen selbst erreicht seine „Liste Pim Fortuyn“ (LPF) 17 % der Stimmen; sie wird anschließend an der Regierung beteiligt; die Regierung tritt jedoch nach einer chaotischen - vor allem von der LPF zu verantwortenden - Amtsführung bereits nach 87 Tagen wieder zurück. Thronfolger Willem-Alexander heiratet die Argentinierin Máxima Zorreguieta; sein Vater Prinz Claus stirbt acht Monate später.
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2003
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Erneute Wahlen bringen eine weit gehende Rückkehr zu alten Kräfteverhältnissen, die LPF fällt auf 5,7% der Stimmen zurück. Im Dezember wird Prinzessin Catharina-Amalia als erste Tochter von Prinz Willem-Alexander und Prinzessin Maxima geboren. Sie tritt an die zweite Stelle der Thronfolge.
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2004
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Im März verstirbt Prinzessin Juliana (nunmehr zu bezeichnen als Königin Juliana), im Dezember ihr Mann Prinz Bernhard.
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2006
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Bei den Wahlen zur Zweiten Kammer können sich die CDA und ihr Ministerpräsident Balkenende, entgegen zahlreicher Prognosen, gegen die übrigen Parteien behaupten. Das dritte Kabinett Balkenende - eine Koalition aus der christlich-konservativen CDA und der liberalen VVD - kann die Regierungsgeschäfte, mit einer 'Parlamentsmehrheit' von 47%, lediglich als Minderheitenkabinett aufnehmen. Der islamkritische Rechtspopulist Geert Wilders gründet die Partij voor de Vrijheid (PVV) mit der er bei den Parlamentswahlen 9 Sitze (5,9%) erreicht.
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