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Die niederländische Kolonialzeit

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Das Thema

Niederländische Schiffe im 17. Jhd. in der Malakkastraße zwischen Malaysia und Indonesien

Die Insel Jongsin-Seluan, eine Vorstadt von Kanton in China um 1775: Alle Handelskompanien der „Barbaren aus dem Westen“ durften auf dieser Insel Handelsniederlassungen gründen. Acht Länder waren hier vertreten, u.a. die Briten und die Niederländer.

Beim Stichwort „Kolonialmächte“ denkt man meist an Großbritannien, Frankreich oder Deutschland und die Aktivitäten dieser Länder im Afrika des 19. und 20. Jahrhunderts. Doch die Kolonisierung weiter Teile der Welt setzte schon viel früher ein. Zunächst waren es vor allem die Portugiesen und Spanier, die im 16. Jahrhundert Entdeckungsreisen unternahmen und nachfolgend Gebiete in Südamerika und Südostasien für sich beanspruchten.

Im 17. Jahrhundert trat eine weitere See- und Kolonialmacht hinzu: Die Niederlande. Sie waren weltweit aktiv, zunächst nur als Handelsmacht. Nach und nach erhoben sie in allen Teilen der Welt auch Besitzansprüche: In der Karibik (Antillen), in Südamerika (Suriname), Afrika (Südteil Südafrikas) und v.a. dem heutigen Indonesien. Wie und wozu die Niederländer diese Gebiete nutzten und wie sie diese Gebiete kontrollierten, davon handelt dieses Kapitel.


Aufbau des Kapitels

Im Unterkapitel Kolonialreich insgesamt erhaltet ihr einen Überblick darüber, wann und wo die Niederländer ab dem 17. Jahrhundert als Händler und Kolonisten aktiv waren.

Im Unterkapitel Die VOC - das erste Weltunternehmen geht es um die Aktivitäten und Ziele der gleichnamigen Handelsgesellschaft. Sie wurde im 17. Jahrhundert von Niederländern gegründet und hatte damals eine gewaltige Machtposition inne, nicht nur in den Niederlanden, sondern weltweit. Doch womit wurde wo gehandelt? Wie kamen die Händler an ihre Produkte? Woher bekam die VOC ihr Personal? Diesen und anderen Fragen wird näher nachgegangen.
Auch die Features VOC-Hauptprodukte und VOC-Nebenprodukte gehören zu diesem Unterkapitel, genauer gesagt zum Dokument Handelsbeziehungen .

Das Unterkapitel Niederländisch-Ostindien beschäftigt sich damit, wie die Niederländer im 19. und frühen 20. Jahrhundert im heutigen Indonesien als Kolonialherren auftraten. Welche Ziele, welche Interessen wollte man in dem riesengroßen Gebiet verwirklichen? Wie wandelten sich die Methoden, die man anwandte? Von diesen Fragen handelt dieses Teilkapitel.

Im Teilkapitel Niederländisch Guyana / Suriname geht es um die niederländische Plantagenwirtschaft im heutigen Suriname. Hier wurden v.a. landwirtschaftliche Rohstoffe für die Weiterverarbeitung in den Niederlanden erzeugt. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie das damalige Plantagenleben aussah und wie Weiße, Einheimische und schwarze Sklaven zueinander standen.

Dass die Niederländer in Südafrika einst eine wichtige Rolle spielten, habt ihr vielleicht schon einmal gehört. Aber wie das Leben der ersten Siedler in dieser Region aussah und mit welchen Schwierigkeiten sie zu kämpfen hatten, ist euch wahrscheinlich nicht bekannt. Genau um diese Fragen geht es in dem Unterkapitel Südafrika.