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Handelswaren der VOC - Porzellan
Abbildung: Teller mit Abbildung von Damen mit Sonnenschirm nach einem Entwurf von Cornelis Pronk, circa 1736, Groninger Museum.
Schon im 16. Jahrhundert importierten Portugiesen Porzellan aus Asien nach Europa; die VOC folgte im 17. Jahrhundert diesem Vorbild. Dabei handelte es sich um Porzellan aus China, das im 17. Jahrhundert von chinesischen Dschunken in Batavia bezogen wurde, und um japanisches Porzellan, welches direkt bezogen wurde. Erst im 18. Jahrhundert, seit dem Anfang der Fahrt nach Kanton im Jahr 1728, kam mehr Porzellan aus China in die Republik. Es wurde dort aus den Provinzen Fujien und Jiangxi bezogen. Mit den Teeschiffen wurde das Porzellan nun in großen Mengen nach Europa transportiert, da es sich durch die Möglichkeit zur kompakten Verpackung gut eignete, um in den untersten Räumen der Schiffe über den Ballastgut untergebracht zu werden.
Kurz nachdem das Porzellan im 18. Jahrhundert in den Niederlanden fast zum Allgemeingut geworden war, begann die Nachfrage nach Porzellan mit einem persönlichen Charakter zu steigen. Die führenden Köpfe der VOC in den Niederlanden sandten verschiedene Modellvorlagen nach China, damit dort beispielsweise ein ganzes Service mit einem bestimmten Monogramm hergestellt werden konnte. Dieses so genannte chine de commande war ein großer Erfolg. Es wurde, im Gegensatz zum einfachen Porzellan, auf dem obersten Deck der Schiffe transportiert, damit es auf jeden Fall heil ankam. Das einfache Porzellan wurde in der Republik auf Messen verkauft, das chine de commande wurde selbstverständlich direkt durch den Besteller bezahlt. Durch die große Vielfalt an Formen und Qualitäten ist es schwierig, sich ein Bild der Preise und Mengen des Porzellanhandels der VOC zu machen.
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