Home      Kontakt      Links      

logo

Die niederländische Kolonialzeit

Materialien und Aufgaben Quiz Zeitleiste Glossar Links
  

PDF-Datei

Aufgaben

glasbild

Wie alles begann: Die Gründung Kapstadts


M1: Die Landung der ersten Niederländer

Die Anwesenheit von Niederländern in Südafrika begann 1648 mit der Strandung des Schiffes De Nieuwe Haerlem vor dem Kap der Guten Hoffnung. Die Schiffbrüchigen errichteten an der Tafelbergbucht ein kleines Fort, und es gelang ihnen zu überleben, indem sie mit den einheimischen Khoikhoi Tauschhandel trieben. Diese waren Viehhirten, von denen die Niederländer Fleisch beziehen konnten. Erst nach knapp einem Jahr wurden die Gestrandeten von einem Schiff der Verenigde Oostindische Compagnie aufgenommen, das sich auf dem Rückweg von Asien befand.

Nach ihrer Rückkehr in die Niederlande gelang es einigen der ehemaligen Kapsiedler, den Vorstand der VOC vom Nutzen eines dauerhaften Postens am Kap, dem späteren Kapstadt, zu überzeugen. Eine 90köpfige niederländische Expedition unter Leitung von Jan van Riebeeck nahm 1652 Kurs auf das Kap der Guten Hoffnung.


M2: Grundriss der Niederlassung Kapstadt im Jahr 1660

(Quelle: Universität Marseille )


M3: Anweisung der VOC an Jan van Riebeeck, den Leiter der Expedition zum Kap der Guten Hoffnung, vom 25.03.1651

Jan van Riebeeck

Gemälde:
Jan van Riebeeck.

„Durch die Versammlung der 17 Vorsteher der Vereinigten Ostindischen Kompanie ist beschlossen worden, dass ... ein allgemeiner Anlegepunkt am genannten Kap [der Guten Hoffnung] eingerichtet werden soll. [...]

Sobald Ihr mit Eurem Volk gelandet seid und die Maßnahmen getroffen habt, um von niemandem überfallen zu werden, sollt Ihr Euch nach geeignetem Grund zur Anlage von Obst- und Gemüsegärten umsehen. Nehmt dazu vor allem das beste und fetteste Land, auf dem das Gepflanzte und Gesäte gut wächst. Die Gärten sollen nach Möglichkeit rundum verstärkt werden, ohne dass wir dazu eine nähere Anweisung geben könnten.

Ihr sollt auch rund um das Fort nach den Ländereien Ausschau halten, die am besten geeignet sind, um darauf Vieh weiden zu lassen und es aufzuziehen. Dazu wird es nötig sein, mit den Einwohnern gute Kontakte zu pflegen, um sie mit der Zeit an den Umgang mit Euch zu gewöhnen und sie anzulocken. Dies muss mit Vorsicht geschehen; hütet Euch davor, sie selbst zu verletzen oder dem Vieh, das sie weiden, etwas anzutun. Denn das würde sie Euch entfremden, wie sich verschiedene Male gezeigt hat.“

(aus: Kronijk van het Historisch Genootschap gevestigd te Utrecht 12 (1856), S. 232-235)