Förderung von Wissenschaftlerinnen an der WWU
Die Förderung von Wissenschaftlerinnen ist ein zentrales Gleichstellungsziel der WWU (vgl. Genderkonzept), zeigt doch die WWU-Statistik, dass ihre Anzahl immer noch hinter der ihrer männlichen Kollegen zurücksteht. Der Unterschied ist umso deutlicher sichtbar, je höher die Position in der Wissenschaft ist. Der Frauenanteil bei den Promotionen lag 2011 bei 46,4 Prozent, bei den Habilitationen nur bei 17,1 Prozent und bei den Professuren bei 19,3 Prozent. Als positiv ist hierbei jedoch zu bewerten, dass der Professorinnenanteil innerhalb von fünf Jahren um 5,5 Prozent gestiegen ist. Hier gilt es anzusetzen.
Bei ihren Angeboten zur Förderung von Wissenschaftlerinnen unterscheidet die WWU zwischen der Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Professorinnen.
Professorinnen erhalten die Möglichkeit, am Professorinnen-Coaching teilzunehmen, um sie in ihren Führungsaufgaben zu unterstützen. Zur besseren Vernetzung der Wissenschaftlerinnen innerhalb der Universität findet jährlich ein Treffen aller Professorinnen mit der zentralen Gleichstellungsbeauftragten und den weiblichen Mitgliedern des Rektorats statt.
Bei der Gruppe der Nachwuchswissenschaftlerinnen existiert mit Erstklassig! speziell ein Mentoringprogramm für Post-Docs auf dem Weg zur Professur. Durch das Instrument der Einzelförderung, mit welchem insbesondere Konferenz- und Tagungsreisen unterstützt werden, kann die notwendige Vernetzung des wissenschaftlichen Nachwuchses auf Peer-Ebene gefördert und damit seine internationale Sichtbarkeit und Profilierung in der scientific community verbessert werden.
Eine fächerübergreifende Maßnahme zur Vernetzung von Frauen in der Forschung stellt „WiN - Wissenschaftlerinnen im Netz“ dar, eine internetbasierte Kommunikationsplattform, die von Studentinnen und Wissenschaftlerinnen aller Fachbereiche und Einrichtungen der WWU als Forum genutzt wird und seit dem Sommersemester 2009 online ist.
Spezielle Angebote zur besseren Vereinbarkeit von wissenschaftlicher Karriere und Familie wurden im Rahmen des Auditierungsprozesses zur „familiengerechten hochschule“ (Zeitraum Februar 2007 bis 2011) durch die Hertie-Stiftung geschaffen. Unter anderem wurde ein Dual Career-Service eingerichtet, der Ehe- und Lebensparter bzw. -partnerinnen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der WWU bei ihrer beruflichen Entwicklung in der Region Münster unterstützt.
Mit dem im Herbst 2010 eingeleiteten Re-Auditierungsverfahren möchte die WWU bereits implementierte Maßnahmen weiterentwickeln und deren Nachhaltigkeit sichern.

