Förderung von Studierenden (mit Kind) an der WWU
Ziel der Gleichstellungspolitik der WWU für die Gruppe der Studierenden ist es zum einen, Studentinnen und Studenten für solche Fächer zu akquirieren, in denen sie jeweils deutlich unterrepräsentiert sind. Zum anderen gilt es, speziell für die Gruppe der studierenden Eltern, Angebote zu schaffen, die die Vereinbarkeit von Studium und Familienaufgaben verbessern.
Ein besonderer Fokus bei der Gleichstellungsarbeit für die Gruppe der Studierenden liegt auf den studierenden Eltern. Zurzeit sind es etwa 2,4 Prozent, die Studium, Kindererziehung und vielleicht auch noch einen Nebenjob vereinbaren müssen. Für Fragen zur Finanzierung, zu Studienorganisation oder zur Kinderbetreuung verfügt die WWU mit der Zentralen Studienberatung, der Beraterin der zentralen Gleichstellungsbeauftragten aus der Gruppe der Studierenden und der Sozialberatung des AStA über ein dichtes Beratungsnetzwerk.
Mit Angeboten wie dem Studi-Kidz-Café oder als Trägerin des Spendenprojekts Madame Courage setzt sich die WWU Münster aktiv für die Belange von studierenden Eltern ein – nach dem Grundsatz: „Studieren mit Kind, nicht trotz Kind“. Hilfestellungen und Informationen zum Thema Studium mit Kind bietet das Gleichstellungsbüro mit der aktuellen Broschüre „Zwischen Vorlesung und Kinderbetreuung“.
Verschiedene Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Studium und Familienleben konnten im Rahmen des Auditierungsprozesses der WWU zur "familiengerechten hochschule" auf den Weg gebracht werden. In diesem Kontext wurden neue bedarfsgerechte Maßnahmen (wie Regelungen zur Seminarplatzvergabe für studierende Eltern) formuliert und umgesetzt. Auch der Re-Auditierungsprozess zielt darauf ab, die Vereinbarkeit von Familie und Studienpflichten für studierende Eltern zu verbessern.
Um mehr Frauen für naturwissenschaftliche Studiengänge zu gewinnen, setzt die WWU bereits bei Schülerinnen an. Mit Programmen wie tasteMINT, dem Experimentierlabor MExLab oder Informatik für Frauen haben die sogenannten MINT-Fachbereiche der WWU ganz unterschiedliche Formate entwickelt, die das gemeinsame Ziel haben, das Interesse von Mädchen für Naturwissenschaften zu wecken und mögliche Berufsperspektiven in diesem Bereich aufzuzeigen. Mit der MINT-Herbstakademie und dem MINT-Mentoring starten im Herbst 2011 zwei zusätzliche Angebote, die das MINT-Profil der WWU weiter schärfen. Über die Hochschule hinaus stellt das jährliche Angebot des Girls‘ Days, an dem die Fachbereiche ausgewählte Aufgaben aus ihrem Arbeitsalltag vor. Der Aktionstag wird von der Beraterin der zentralen Gleichstellungsbeauftragten aus der Gruppe der Studierenden koordiniert.
Lehre mit Genderbezug findet in den Fachbereichen der WWU statt. Neben dem Angebot von Ringvorlesungen zu Genderfragen in verschiedenen Fachbereichen ist die Genderperspektive seit 2006 auch in allen Bachelorstudiengängen in die Allgemeinen Studien integriert. Die Genderveranstaltungen zielen darauf ab, Genderkompetenz als Schlüsselqualifikation zu etablieren. Wichtig ist dabei die fakultätsübergreifende Interdisziplinarität.

