Forschung und Lehre

Die in der Abteilung für Osteuropäische Geschichte betriebenen Forschungs- und Publikationsprojekte sind eng mit der Lehre verzahnt, so dass fortgeschrittene Studierende und Examenskandidaten frühzeitig Einblicke in konkrete Forschungsfragen und Forschungspraktiken gewinnen können. So werden beispielsweise Editionsvorhaben in einschlägige Lehrveranstaltungen integriert, wobei insbesondere Übungen dazu genutzt werden, solche Projekte in die Arbeit mit Studierenden einzubeziehen. Jüngere Beispiele hierfür sind die Briefedition „Briefe des Ostforschers Hermann Aubin aus den Jahren 1910-1968“ und die Edition einer lateinisch-deutschen Ausgabe der „Chronik der Polen des Magisters Vincentius“. Auf diese Weise erhalten interessierte Studierende einen unmittelbaren exemplarischen Einblick in aktuelle Forschungsentwicklungen und können nach erfolgreichem Studienabschluss, bei entsprechender Eignung und Neigung im Rahmen der in der Abteilung verfolgten Forschungsthemen in weiterführende Projekte einbezogen werden bzw. Promotionsvorhaben verfolgen.
Die aktuellen Forschungsschwerpunkte der Abteilung liegen im Bereich der mittelalterlichen Geschichte, in der Zeitgeschichte Polens und des östlichen Mitteleuropas sowie der russischen und böhmischen Adelsgeschichte vom späten 18. bis frühen 20. Jahrhundert.

Über die laufenden Forschungs- und Publikationsprojekte der Abteilung informiert ausführlicher das Forschungsportal der WWU. Im Einzelnen werden folgende Themen bearbeitet:

SFB-Projekt "Kulturen des Entscheidens"
Herrschaft und Gesellschaft im mittelalterlichen Polen
Die mittelalterliche Stadt im östlichen Mitteleuropa
Geschichte der Slawen und des Slawendiskurses
Edition von Quellen zum mittelalterlichen Polen

Politisches Entscheiden in der sozialistischen Tschechoslowakei
Adlige Lebenswelten im Russländischen Reich 1780-1850
Jaroslav Thun (1864-1929): Ein böhmischer Adliger
Geschichte der Ostforschung 1918-1945