PROF. DR. THOMAS GROßBÖLTING


Grossboelting

Lebenslauf
Publikationen
Lehrveranstaltungen
Mitgliedschaften und Aktivitäten

 

 

 

 

Lebenslauf:

Thomas Großbölting ist Professor für Neuere und Neuste Geschichte am Historischen Seminar der WWU Münster. Nach Studien in Köln, Bonn und Rom hat er in Münster ein Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien in den Fächern Geschichte, katholische Theologie und Germanistik abgeschlossen. Ebendort hat er 1998 mit einer Studie zum Bürgertum und zur Bürgerlichkeit in der NS- und in der SED-Diktatur promoviert. In seiner Habilitation analysierte er die Industrie- und Gewerbeausstellungen des langen 19. Jahrhunderts als Medien der Diskussion und Popularisierung von Konsummöglichkeiten in der sich industrialisierenden deutschen Gesellschaft.

Nach einer Vertretungsprofessur am Institut für Geschichte der Otto-von-Guericke-Universität Magdebug (Sommersemester 2005) leitete er von 2005 bis 2007 die Abteilung Bildung und Forschung bei der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (Berlin). 2007 wurde er zum Professor für Geschichte der Neuzeit an die OvG-Universität Magdeburg berufen. Im akademischen Jahr 2008-2009 war er Distinguished Visiting Professor am Munk Centre for International Studies an der Universiy of Toronto.

Seine Publikationen und seine Lehrtätigkeit umfassen verschiedenste Gebiete der deutschen und der europäischen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Aktuell befasst er sich mit der Geschichte des religiösen Wandels im Nachkriegsdeutschland und mit den Ausprägungen der DDR-Erinnerung im wiedervereinigten Deutschland.

Tabellarischer Lebenslauf (PDF, Stand: April 2015)

Publikationen:

Monographien:

  • Der verlorene Himmel. Glauben in Deutschland seit 1945, Göttingen 2013 (Lizenzausgabe der Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2013, engl. Übersetzung erscheint bei Berghahn Books, 2016).
  • „Im Reich der Arbeit“. Die Repräsentation gesellschaftlicher Ordnung in Industrie- und Gewerbeausstellungen 1790–1913, Manuskript der Habilitationsschrift 2003, München 2008 (= Ordnungssysteme. Studien zur Ideengeschichte der Neuzeit, hg. von Dietrich Beyrau, Anselm Doering-Manteuffel und Lutz Raphael).
  • SED-Diktatur und Gesellschaft: Bürgertum, Bürgerlichkeit und Entbürgerlichung in Magdeburg und Halle (= Studien zur Landesgeschichte Sachsen-Anhalt, Bd. 7), Halle 2001 (Promotion).
  • „Wie ist Christsein heute möglich?“ – Suchbewegungen des nachkonziliaren Katholizismus im Spiegel des Freckenhorster Kreises (= Münsteraner Theologische Abhandlungen, Bd. 47), Altenberge 1997.

Sammelbände als Herausgeber und Mitherausgeber:

  • zusammen mit Rüdiger Schmidt: Gedachte Stadt – Gebaute Stadt: Urbanität in der deutsch-deutschen Systemkonkurrenz 1945 –1990 (Tagungsband zur Konferenz des Instituts für vergleichende Städteforschung), im Druck, erscheint Köln 2016.

  • zusammen mit Klaus Große Kracht, Meik Woyke: Ein „kurioser Kopf“ – Walter Dirks im Kontext der deutschen und europäischen Geschichte, erscheint in der Schriftenreihe der Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn 2015.

  • Hindenburg- oder Schlossplatz? Was die Debatte über Münster verrät, Münster 2015.

  • zusammen mit Massimiliano Livi, Carlo Spagnolo: Jenseits der  Moderne? Die Siebziger Jahre als Gegenstand der deutschen und der italienischen Geschichtswissenschaft (= Schriften des Italienisch-Deutschen Historischen Instituts in Trient (HIST), Berlin 2014.

  • zusammen mit Massimiliano Livi, Carlo Spagnolo: L'avvio della societa liquida? Il assaggio degli anni Settanta come tema per la storiografia tedesca e italiana, Milano 2013.

  • zusammen mit Rüdiger Schmidt: Der Tod des Diktators. Ereignis und Erinnerung im 20. Jahrhundert, Göttingen 2011.

  • zusammen mit Eckard Dittrich: Ereignis – Selbstdeutung – Deutung. Die Überwindung der kommunistischen Diktaturen in Europa und ihre Folgen, Essen 2010.
  • Friedensstaat, Leseland, Sportnation? DDR-Legenden auf dem Prüfstand, Berlin 2009 (aufgenommen in die Programme der Landeszentralen für politische Bildung Sachsen-Anhalt, Hessen und Berlin); ²2010 (Sonderausgabe für die Bundeszentrale für politische Bildung).
  • zusammen mit Roswitha Willenius: Landesherrschaft – Region – Identität. Der Mittelelberaum im historischen Wandel, Halle 2009.
  • zusammen mit Dirk Hofmann: Vergangenheit in der Gegenwart. Vom Umgang mit Diktaturerfahrungen in Ost- und Westeuropa, Göttingen 2008.
  • zusammen mit Roger Engelmann, Hermann Wentker: Kommunismus in der Krise. Die Entstalinisierung 1956 und die Folgen, Göttingen 2008.
  • Anatomie der Staatssicherheit. Geschichte, Struktur, Methoden (MfS-Handbuch), zusammen mit Walter Süß, Roger Engelmann, Ilko Sascha Kowalczuk u.a. als Leiter der Reaktion; Kompendium in 30 Teilen), Berlin 2005–2007, Schlusspublikation erscheint in veränderter Redaktion vorauss. 2010.
  • zusammen mit Hans-Ulrich Thamer (Hg.): Die Errichtung der Diktatur. Transformationsprozesse in der sowjetischen Besatzungszone und in der frühen DDR, Münster 2003.
  • zusammen mit Frank Becker, Armin Owzar, Rudolf Schlögl: Politische Herrschaft und Gewalt. Festschrift zum 60. Geburtstag von Hans-Ulrich Thamer, Münster 2003.
  • zusammen mit Rüdiger Schmidt: Unternehmerwirtschaft zwischen Markt und Lenkung. Organisationsformen, politischer Einfluß und ökonomisches Verhalten 1930–1960, München 2002.

Liste aller Publikationen (PDF, Stand: April 2015)

Lehrveranstaltungen:

Liste aller bisherigen Lehrveranstaltungen (PDF, Stand: WS 2009/2010)

Mitgliedschaften und Aktivitäten:

Mitarbeit in Beiräten, Gremien und anderen außeruniversitären Funktionen

  • seit Juni 2015: Mitglied im Beirat des Zentrums für Zeithistorische Forschungen (ZZF), Potsdam
  • seit Februar 2014: Vorstandsmitglied im Zentrum für Hochschullehre (ZfH) der Universität Münster
  • seit März 2013: Mitglied der Wissenschaftlichen Kommission für Zeitgeschichte bei der Deutschen Bischofskonferenz, Bonn
  • seit März 2013: Mitglied in der Historischen Kommission Westfalen, Münster
  • seit Oktober 2012: Mitglied im Expertenkreis des Religionsmonitors der Bertelsmann-Stiftung, Gütersloh
  • seit Juni 2012: Mitglied im Beirat der Villa ten Hompel, Gedenk- und Bildungsstätte der Stadt Münster
  • seit Februar 2012: Mitglied im Zentrum für Politik und Religion in der Moderne, Exzellenzcluster der Universität Münster
  • seit März 2010: Vorsitzender des Beirats wie auch Mitglied im Kuratorium des Instituts für vergleichende Städtegeschichte, Münster
  • seit Juni 2009: Mitglied im Beirat der sehepunkte.de
  • seit Mai 2009: Vertrauensdozent des Bischöflichen Cusanuswerks, Mitarbeit im Auswahlgremium
  • seit Januar 2009: Mitglied im Beirat der Zeitschrift Diskurs. Politkwissenschaftliche und geschichtsphilosophische Interventionen
  • seit Juni 2008: Mitglied der Historischen Kommission für Sachsen-Anhalt
  • seit Mai 2008: Vertrauensdozent der Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonnn
  • Januar 2008 - November 2009: Beratung der Staatskanzlei Sachsen-Anhalt zur Vorbereitung des Gedenkjahres 2009
  • seit Januar 2007: Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt
  • seit November 2005: Mitglied im Fachbeirat Wissenschaft der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
     

Gremien- und Kommissionsarbeit innerhalb der Universität Münster

  • seit Oktober 2010 bis heute: Gewähltes Mitglied des Senats der Universität Münster
  • seit Oktober 2014: Mitarbeit in der Finanz- und Verfassungskommission der Universität Münster
  • seit März 2013: Mitglied im Vorstand des Zentrums für Hochschullehrer, Münster
  • seit Februar 2012: Mitglied in der Zentralen Qualitätsverbesserungskommission der Universität Münster, Mitglied im Fachbereitsrat, im Fakultätsrat wie auch in der Haushalts- und Strukturkommission des Fachbereichs
  • seit Mai 2009: Mitarbeit im Vorstand des Historischen Seminars der Universität Münster


Gutachtertätigkeit und Auswahl

  • für die German Studies Review (Austin), den Deutschen Akademischen Austauschdienst, die Alexander-von-Humboldt-Stiftung, die Friedrich-Ebert-Stiftung, das Cusanuswerk, die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die Bundeszentrale für politische Bildung (alle Bonn), die Leibniz-Gemeinschaft, die Stiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur (alle Berlin), die Wissenschaftliche Kommission Niedersachen (Hannover), den Schweizer Nationalfonds (Bern), das Historische Kolleg (München)