Dr. Tilman Haug

Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für die Geschichte der Frühen Neuzeit
Dr. Tilman Haug
© Nicole Raschke
Dr. Tilman Haug
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Historisches Seminar
Raum 111
Domplatz 20-22
48143 Münster
Tel: 0251/ 83-24364
thaug@uni-muenster.de
Sprechstunde: Di., 10-12 h

Forschung:

  • Abgeschlossene Dissertationsprojekt: „Amis et serviteurs du Roi – Asymmetrische Außenbeziehungen und grenzüberschreitende Patronage zwischen der französischen Krone und den geistlichen Kurfürsten des Heiligen Römischen Reiches 1648 -1679“.
  • Habilitationsprojekt: Die politische Ökonomie des Zufalls – Frühneuzeitliche Lotterien zwischen „Spielteufel“, Spekulation und Staatsfinanz (ca. 1700–1830).

Forschungsschwerpunkte:

  • Sozial- und Kulturgeschichte von Außenbeziehungen
  • Patronage und Korruption in der Frühen Neuzeit
  • Verrat, Verschwörungen, Attentate / Sicherheitsgeschichte
  • Staatsbildung und Praktiken der Verwaltung in der Frühen Neuzeit
  • Kulturgeschichte der Ökonomie in der Frühen Neuzeit
  • Glücksspiel, Lotterien und Spekulation in der Frühen Neuzeit

Curriculum Vitae

Bildungsweg:

  • Oktober 2012: Promotion (Prädikat: summa cum laude)
  • Oktober 2007- Mai 2012: Doktoratsstudium an der Universität Bern
  • Juni 2007: Magister in Neuerer und Neuester Geschichte und Philosophie, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
  • Oktober 2001-September 2007: Studium der Neueren und Neuesten Geschichte und der Philosophie an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen, der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und der École des Hautes Études en Sciences Sociales (EHESS), Paris

Stipendien und universitäre Anstellungen:

  • Seit Oktober 2014: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für die Geschichte der Frühen Neuzeit an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (Prof. Dr. Barbara Stollberg-Rilinger)
  • Juni 2013–Juli 2013: Forschungsaufenthalt an der École Pratique des Hautes Études, Paris (Einladung: Prof. Dr. Jean-Claude Waquet)
  • Juni 2012–September 2014: Wissenschaftlicher Assistent an der Abteilung für Neuere Geschichte des Historischen Instituts der Universität Bern (Prof. Dr. Christian Windler)
  • Januar–Mai 2012: Mitarbeiter im SNF-Forschungsprojekt „Verstaatlichung von Aussenbeziehungen“ an der Universität Bern (Leitung: Prof. Dr. Christian Windler)
  • November–Dezember 2011: Wissenschaftlicher Assistent an der Abteilung für Neuere Geschichte der Universität Bern (Prof. Dr. Christian Windler)
  • Juni-November 2011: Promotionsstipendium des Instituts für Europäische Geschichte, Mainz, Abteilung für Universalgeschichte
  • Mai 2010–Mai 2011: Mitarbeiter am SNF-Forschungsprojekt „Verstaatlichung von Aussenbeziehungen“ an der Universität Bern (Leitung: Prof. Dr. Christian Windler)
  • April 2008–April 2010: Promotionsstipendium der Gerda-Henkel-Stiftung
  • Oktober 2007-April 2008: Wissenschaftlicher Assistent an der Abteilung für Neuere Geschichte der Universität Bern (Prof. Dr. Christian Windler)
  • Oktober 2006–September 2007: Tätigkeit als studentische Hilfskraft am Lehrstuhl für Geschichte des Romanischen Westeuropa an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau (Prof. Dr. Jörn Leonhard) / Mitarbeit im Forschungsprojekt „Empires. Chancen und Krisen multiethnischer Großreiche im 19. und frühen 20. Jahrhundert“ (Leitung: Prof. Dr. Jörn Leonhard / PD Dr. Ulrike von Hirschhausen)
  • Oktober 2003–September 2004: Tätigkeit als studentische Hilfskraft an der Professur für Geschichte des Romanischen Westeuropa an der Albert- Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau (Prof. Dr. Christian Windler)

Mitgliedschaften:

  • Vereinigung der Historikerinnen und Historiker Deutschlands
  • Arbeitsgemeinschaft «Geschichte der Außenbeziehungen» im VHD
  • DFG-Sonderforschungsbereich 1150 «Kulturen des Entscheidens» an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

Publikationen (Auswahl):

Monographie:

  • Ungleiche Außenbeziehungen und grenzüberschreitende Patronage. Frankreich und die geistlichen Kurfürsten 1648 – 1679 (Externa, 6), Köln / Weimar / Wien 2015 (538 S.)

Sammelbände / Herausgeberschaften:

  • (zusammen mit Nadir Weber und Christian Windler, Bern): Protegierte und Protektoren. Asymmetrische politische Beziehungen zwischen Partnerschaft und Dominanz (16. bis frühes 20. Jahrhundert), Köln / Weimar / Wien, erscheint 2016 (im Druck)
  • (zusammen mit André Krischer): Höllische Ingenieure – Attentate und Verschwörungen in kriminalitäts-, entscheidungs- und sicherheitsgeschichtlicher Perspektive, Konstanz 2017 (in Vorbereitung).
  • Neue Diplomatiegeschichte (Basis-Texte Frühe Neuzeit), Stuttgart 2017 (in Vorbereitung).  

Aufsätze:

  • Vertrauen und Patronage in den diplomatischen Beziehungen zwischen Frankreich und den geistlichen Kurfürsten in den ersten Jahrzehnten nach dem Westfälischen Frieden (1648 – 1679), in: Zeitschrift für Historische Forschung 39,2 (2012), S. 215–254.
  • „Plus d'amitié et de confiance que jamais“ ‐ Dimensionen der Freundschaft in den Beziehungen Frankreichs zum Heiligen Römischen Reich zwischen den Friedensschlüssen von Westfalen und Nimwegen (1648‐1679), in: Bertrand Haan / Christian Kühner (Hrsg.): Freundschaft. Eine politisch‐soziale Beziehung in Deutschland und Frankreich. DHIP discussions 8 (2013) (online‐publication auf perspectivia.net)
    Link:  http://www.perspectivia.net/publikationen/discussions/8-2013/haug_dimensionen
  • (zusammen mit Johanna Sprondel): What’s in a „promesse authentique“? Doubting and confirming authenticity in 17th century French diplomacy, in: Véronique Lacoste / Jakob R. E. Leimgruber / Thiemo Breyer (Hrsg.): Indexing Authenticity: Perspectives from linguistics and anthropology (Linguæ & Litteræ series), Berlin 2014, S. 344–365.
  • Negotiating with “spirits of brimstone and saltpeter”. 17th century French political officials and their practices and representations of Anger, in: Karl A. E. Enenkel / Anita Traninger (Hrsg.): Discourses of Anger in the Early Modern Period (Intersections. Yearbook for Early Modern Studies), Leiden / Boston 2015, S. 381–402.
  • „D’égal à égal“? Französische Reichstagsgesandte zwischen europäischen und reichsständischen Repräsentationsformen, in: Harriet Rudolph u.a. (Hrsg.): Stadt – Reich – Europa. Multiple Perspektiven auf den Immerwährenden Reichstag (1663 – 1806), Regensburg 2015, S. 235–250.
  • Zweierlei Verhandlung? Zur Dynamik „externer“ und „interner“ Kommunikationspraktiken in den Beziehungen der französischen Krone zum Alten Reich nach 1648, in: Arndt Brendecke (Hrsg.): Praktiken der Frühen Neuzeit. Akteure–Handlungen–Artefakte (Frühneuzeit-Impulse, 3), Köln/Weimar/Wien 2015, S. 536–547.
  • „Theater des Friedens“, städtische Gesellschaften und ein Entführungsfall – Köln und Nimwegen als Kongressorte während des Niederländischen Krieges (1673 – 1679), in: Christian Windler (Hrsg.): Europäische Kongressorte der Frühen Neuzeit im Vergleich: Der Friede von Baden (1714), Köln / Weimar / Wien 2015, S. 189-205.
  • Komödianten und Ehrenmänner – Gesandte als Stellvertreter von Fürsten im 17. und 18. Jahrhundert, in: Malte Gruber / Sebastian Kühn (Hrsg.): Dreiecksverhältnisse: Aushandlung von Stellvertretung (Beiträge zur Rechts Beiträge zur Rechts‐, Gesellschafts‐ und Kulturkritik 13), Frankfurt am Main 2016, S. 177–192.   
  • Vormauern und Hintertüren – Die französische Krone und der Schutz der Reichsstände nach dem Westfälischen Frieden, in: Tilman Haug / Nadir Weber / Christian Windler (eds.): Protegierte und Protektoren. Asymmetrische politische Beziehungen zwischen Partnerschaft und Dominanz (16. bis frühes 20. Jahrhundert), Köln / Weimar / Wien 2016 (im Druck).
  • (zusammen mit Nadir Weber und Christian Windler): Einleitung, in: Dies. (eds.). Protegierte und Protektoren. Asymmetrische politische Beziehungen zwischen Partnerschaft und Dominanz (16. bis frühes 20. Jahrhundert), Köln / Weimar / Wien 2016 (im Druck).
  • Eine „Verkettung von Gedanken, zu welchen kein Mensch die Mittelglieder erraten würde“. Kleists „Zuschrift eines Predigers“ im Kontext der Problematisierungsformen von Lotterien im 18. und frühen 19. Jahrhundert. in: Kleist-Jahrbuch (2016) (im Druck).
  • Symbolisierte Beziehungen und entzauberte Gaben. Zur Praxis des Schenkens in den Außenbeziehungen Ludwigs XIV., in: Peter Hoeres / Anuschka Tischer (Hrsg.): Medien der Außenbeziehungen, Köln / Weimar / Wien 2016 (im Druck).
  • Eine Unvereinbarkeit der Chargen“? – Wilhelm von Fürstenberg als Verräter an Kaiser und Reich, in: André Krischer (Hrsg.): Verräter – Archäologie eines politischen Deutungsmusters, Köln / Weimar / Wien 2016 (Im Druck).
  • (zusammen mit André Krischer): Einleitung, in: Tilman Haug / André Krischer (Hrsgs.): Höllische Ingenieure – Attentate und Verschwörungen in kriminalitäts - und sicherheitsgeschichtlicher Perspektive, Konstanz 2017 (in Vorbereitung).
  • „Les lois ne sont plus en rapport avec cette fange de la société». Herrscherattentate und der Wandel von Praktiken und Akteuren der Sicherheit in Frankreich 1750-1815, in: Tilman Haug / André Krischer (Hrsgs.): Höllische Ingenieure – Attentate und Verschwörungen in kriminalitäts- und sicherheitsgeschichtlicher Perspektive, Konstanz 2017 (in Vorbereitung).
  • Die Medienrevolution kommt nach Krähwinkel. Intelligenzblätter und die Transformation städtischer Wirtschafts- und Alltagskommunikation im späten 18. Jahrhundert, in: André Krischer / Philip Hoffmann-Rehnitz (Hrsg.): Mediengeschichte der vormodernen Stadt, Frankfurt am Main 2017 (in Vorbereitung).
  • Rezensionen in Zeitschrift für Historische Forschung, Sehepunkte und Francia-Recensio.

Lehrtätigkeit an der WWU:

  • Proseminar: Der Westfälische Frieden von 1648 und seine Folgen (Wintersemester 2014/2015).
  • Proseminar: Ein Platz an der Sonne? – Politik, Gesellschaft und Kultur im Frankreich Ludwigs XIV. (1661 - 1715) (Sommersemester 2015).
  • Proseminar: Abschied von der ständischen Gesellschaft? – Das Bürgertum im 18. Jahrhundert (Wintersemester 2015/2016).
  • (gemeinsam mit Michael Sikora / Matthias Pohlig und André Krischer): Forschungskolloquium Frühe Neuzeit (Wintersemester 2015/2016).
  • Übung: Von der Prophezeiung zur Prognose – Der Blick in die Zukunft im Europa der Frühen Neuzeit (Sommersemester 2016).
  • Übung: Aktuelle Ansätze und Konzepte in der Geschichte frühneuzeitlicher Außenbeziehungen (Sommersemester 2016).
  • Proseminar: Attentate, Verschwörungen und die politische Kultur in der Frühen Neuzeit (Wintersemester 2016/2017).
  • (gemeinsam mit Barbara Stollberg-Rilinger / Michael Sikora / Matthias Pohlig und André Krischer): Forschungskolloquium Frühe Neuzeit (Wintersemester 2016/2017).