SOMMERSEMESTER 2017

088206 Vorlesung: Probleme und Entwicklungen der internationalen Beziehungen in Europa 1919-1939

Mi., 12-14 Uhr

Raum: Fürstenberghaus - F 2

Die Vorlesung behandelt Problemfelder und Entwicklungen der internationalen Beziehungen in Europa in der "twenty years' crisis" (E.H. Carr) vom Ende des Ersten Weltkrieges bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges. Zu ihren Gegenstandsbereichen gehören u.a.: Entstehung, Aufbau und Probleme des Völkerbundes als internationaler Sicherheitsorganisation, die Anfänge des Ost-West-Konflikts und die Probleme der Friedensverträge nach dem Ende des Ersten Weltkrieges; die Entwicklungen neuer Staaten, neuer Konflikte und Kooperationen im östlichen Europa sowie die Entwicklungen und Probleme der Außenpolitik der Weimarer Republik, Frankreichs, Großbritanniens und Italiens in den 1920er Jahren; Art und Bedeutung der Weltwirtschaftskrise, der Krise des Parlamentarismus und des Völkerbundes 1929-32 sowie die Entwicklung und Bedeutung des Machtgewinns des nationalsozialistischen Deutschland in Europa in den internationalen Krisen und Konflikten von 1933 bis 1939.


088238 Seminar: Ansätze und internationale Organisationen europäischer Integration im 19. und 20. Jahrhundert

Di., 16-18 Uhr

Raum: k.A.

Ziel des Seminars ist es, die Entstehung und Entwicklung verschiedener wichtiger Ansätze und internationaler Organisationen europäischer Integration im 19. und 20. Jahrhundert zu verfolgen, dabei auch die Bedeutung von europäischen Bewegungen und International Non-Governmental Organizations zu erfassen und näher zu bestimmen, was im Gesamtprozess bis zum Vertrag von Maastricht wesentliche Probleme, Alternativen, entscheidende Initialzündungen oder Wegmarken der europäischen Integration waren.


088260 Übung: Ansätze der Forschung zur neuesten Geschichte der Internationalen Beziehungen

Mi., 16-18 Uhr

Raum: k.A.

Die Erforschung der Geschichte der internationalen Beziehungen hat als historische Teildisziplin in jüngster Zeit in vielfältiger Weise Erneuerungen bzw. Erweiterungen erfahren. Dies im Bereich der Neuesten Geschichte nicht nur, aber insbesondere im Gefolge des Endes des Kalten Krieges, der Entwicklung neuer Konflikte und Kriegsformen sowie der jüngsten Prozesse der Globalisierung. Ziel der Übung ist es, die Bandbreite der Forschungsansätze zur Neuesten Geschichte der internationalen Beziehungen zu erfassen und ihre jeweiligen Besonderheiten und Wertigkeiten zu behandeln.


088270 Übung: Wandlungen und Kontinuitäten der deutschen Beziehungen zu Russland bzw. der Sowjetunion im 19./ 20. Jahrhundert

Di., 14-16 Uhr

Raum: Fürstenberghaus - F 029

Die Übung behandelt die Entwicklung der Beziehungen der deutschen Staaten zu Russland bzw. der Sowjetunion von der Mitte des 19. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Sie analysiert insbesondere die Rußlandpolitik des Deutschen Kaiserreiches, der Weimarer Republik und der nationalsozialistischen Diktatur im jeweiligen Zusammenhang ihrer wirtschaftlichen, politischen, ideologischen und militärstrategischen Aspekte. Dabei beleuchtet sie Fragen und Thesen der Forschung zu Wandlungen bzw. Kontinuitäten hinsichtlich der Art der deutsch-russischen/sowjetischen Konflikte, Verständigungen bzw. Kooperationen, ihrer Hintergründe und Hauptakteure sowie ihrer Auswirkungen auf verschiedene Regionen Europas.


Doktorandenkolloquium


Termin und Ort: n.V.



WINTERSEMESTER 2016/2017

086238  Hauptseminar: Management und Missmanagement internationaler Krisen im 19. und im 20. Jahrhundert

Di., 16-18 Uhr

Raum: Fürstenberghaus F030

Das Seminar beleuchtet - im Anschluss an  theoretische Ansätze  der vergleichenden internationalen Krisenforschung -  die Entwicklungen, Anforderungen, Formen und Methoden  internationalen Krisenmanagements und analysiert diesbezüglich bedeutende historische Fallbeispiele des erfolgreichen Managements bzw. des Missmanagements verschiedener kriegsträchtiger internationaler Krisen im 19. und 20. Jahrhundert - von der  Orientalischen Krise des Jahres 1853/54 bis zur Kuba-Krise 1962. Die Analysen der Fallbeispiele betreffen u.a.:  die  Arten der Konflikte und ihrer krisenhaften Eskalationen bzw. Zuspitzungen; die Interessen, Perzeptionen und Dispositionen bedeutender Akteure; die Entwicklung des internationalen Systems sowie der  nationalen und internationalen Entscheidungsprozesse;  die Formen internationaler bzw. transnationaler Kommunikationen, Verhandlungen,  Deeskalationen und Mediationen sowie die jeweilige Art und Bedeutung der Nutzung ökonomischer, politischer und militärischer Mittel.


086288 Seminar: Entstehung und Entwicklung des Kalten Krieges (1945-1990)

Di., 12-14 Uhr

Raum: Fürstenberghaus F33

Die Entwicklung der internationalen Beziehungen war vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis zum Ende der Sowjetunion wesentlich geprägt von den  Formierungen des  Ost-West-Konflikts  im  sogenannten Kalten Krieg.  Ziel des Seminars ist es, die Grundlagen, die Entstehung und die unterschiedlichen Phasen der Entwicklung des  Kalten Krieges,  seine Akteure und Gestaltungen, seine  regionalen und globalen Dimensionen sowie seine verschiedenen (ideologischen, wirtschaftlichen, politischen und militärischen) Aspekte näher zu erfassen und  seine Auswirkungen  auf die Entwicklung der internationalen Beziehungen sowohl hinsichtlich zeitspezifischer als auch dauerhafter  Problemfelder und deren Betrachtungsweisen zu analysieren.


086268 Übung: Außenpolitik und Kriegsvorbereitung des Nationalsozialistischen Deutschland 1933-39

Mi., 12-14 Uhr

Raum: Johannisstr. 8-10 - KTh II

Ziel der Übung ist eine nähere Betrachtung der Grundlagen, Art und  Entwicklung der Außenpolitik und Kriegsvorbereitung des Nationalsozialistischen Deutschland von 1933 bis zum deutschen Angriff auf  Polen am 1. September 1939. In seiner Schrift „Mein Kampf“ hatte Adolf Hitler zwar das Ziel eines „Lebensraum-Kampfes“ gegen die Sowjetunion postuliert, aber seine Ziele bezüglich Polens nicht näher spezifiziert. Am Anfang der Außenpolitik der nationalsozialistischen Herrschaft in Deutschland standen allgemeine Friedenserklärungen Hitlers und sein Abschluss eines Nichtangriffspaktes mit Polen im Januar 1934. Diesbezüglich warnte 1935  ein geheimer Deutschlandbericht der Sopade das Ausland vor der besonderen Art der Außenpolitik des nationalsozialistischen Deutschland. Sie verwandle "die Nachbarstaaten in deutsche Einflusssphären, in ausgelieferte Pufferstaaten": "Der braune Despotismus entsagt feierlich allen Eroberungen? Hat er sie bei solcher Gestaltung der Verhältnisse in Mitteleuropa noch nötig?" Vier Jahre später kündigte Hitler den Nichtangriffspakt mit Polen und schloss er zur Absicherung des Angriffes auf Polen einen Nichtangriffspakt mit der Sowjetunion, dessen geheimes Zusatzprotokoll Ostmitteleuropa aufteilte. Mit all dem verbunden sind einige Fragen, die in der Übung näher beleuchtet und analysiert werden sollen, wie etwa: Welcher Art waren und wie entwickelten sich die Ziele, Mittel und Methoden der Außenpolitik und Kriegsvorbereitung des Nationalsozialistischen Deutschland in den dreißiger Jahren und wie gestalteten sie die Verhältnisse in Europa vor dem Zweiten Weltkrieg? Welcher Art und wie bedeutsam waren außenpolitische Differenzen zwischen den „Größen“ des Dritten Reiches und warum kam es 1933-39 zu keiner effektiven  Kooperation der deutschen Nachbarstaaten gegen das zunächst relativ schwache nationalsozialistische Deutschland?


Doktorandenkolloquium

Termin und Ort: n.V.