Veranstaltungsangebot für das Wintersemester 2015/16

082243 Haupseminar: Bismarcks Entwicklung und Gestaltung der preußischen und der deutschen Außenpolitik in Europa, 1862-1890

Mi, 12-14h

Raum: Ist dem HISLSF zu entnehmen

Anmeldung: Im Sekretariat (Frau König) oder in den Sprechstunden!

"Wer ist Europa?" soll der preußische Außenminister Otto von Bismarck im Frühjahr 1863 auf die britischen Vorhaltungen, die öffentliche Meinung Europas werde seine Politik in der polnischen Frage nicht akzeptieren, geantwortet haben. Auch in der Folgezeit bedachte der preußische „Realpolitiker“ auswärtige Politiker und Diplomaten, die sich auf die ‚Interessen Europas’ beriefen, nicht selten mit Hohn und Spott. Andererseits war er als  Kanzler des 1871 von ihm mitbegründeten neuen Deutschen Kaiserreiches außenpolitisch sehr viel europäischer orientiert als viele seiner deutschen Zeitgenossen und erschien seine Direktion deutscher Außenpolitik in der Zeit von 1871-1890 später manchen gar als Versuch, eine Art "Interessengemeinschaft" (Oncken) zwischen der Sicherung des Deutschen Kaiserreiches und der Wahrung des Friedens in Europa herzustellen. Ziel des Seminars ist es, näher zu beleuchten: in welcher Art und mit welchen Orientierungen, Zielen, Mitteln und Methoden Bismarck 1863-70 die preußische Außenpolitik und 1871-90 die deutsche Außenpolitik in Europa entwickelte; welche Wandlungen bzw. Kontinuitäten seine Außenpolitik gegenüber Großbritannien, Russland, Frankreich, Österreich, Italien, dem Osmanischen Reich u.a. aufweist und  welche Bedeutung sie vor und nach Gründung des Kaiserreiches für die Entwicklung der internationalen Beziehungen in Europa hatte.


082277 Übung: Herausforderungen, Entwicklungen und Gestaltungen der Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland, 1949-2001

Mi, 16-18h

Raum: Ist dem HISLSF zu entnehmen

Anmeldung: Im Sekretariat (Frau König) oder in den Sprechstunden!

Die Übung befasst sich mit den Herausforderungen und Entwicklungen der Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland -  von ihren zunächst sehr begrenzten und bescheidenen Anfängen zu Beginn der 1950er Jahre über verschiedene Phasen ihrer Ausweitung und ihres Bedeutungsgewinns bis zu ihren neuen internationalen  Anforderungen und Engagements in den 1990er Jahren und zu Beginn des 21. Jahrhunderts.  Sie behandelt  die jeweiligen Grundlagen, Gestaltungen und Folgen der West- und der Ostpolitik der einzelnen Bundesregierungen in  verschiedenen Phasen der Entwicklung des Ost- West-Konflikts bzw. des  Kalten Krieges und der Entwicklung der (west-) europäischen Integration bis Anfang der 1990er Jahre  und  die der (Wieder-) Vereinigung der deutschen Staaten und dem Ende des Kalten Krieges folgenden neuen internationalen Anforderungen und  Ausrichtungen der deutschen Außenpolitik bis 2001. Sie beleuchtet verschiedene Forschungsthesen und- fragen zu:  Kontinuitäten, Wandlungen und  Wendemarken der Außenpolitik der Bundesrepublik;  der Art und Bedeutung der Organisation ihrer Außenpolitik, ihrer Gestaltungen durch die jeweiligen Kanzler und Außenminister sowie des Einflusses von innen- und außenpolitischen Oppositionen; den Entwicklungen  der außenpolitischen Herausforderungen der Bundesrepublik, ihrer außenpolitischen Interessen , Ziele,  Möglichkeiten, Mittel und Methoden, ihrer außenpolitischen Selbstbeschränkung oder Selbstbehauptung und ihrer Einbindung bzw. Mitwirkung bei außenpolitischen Kooperationen oder Koordinierungen mit den USA , weiteren Bündnispartnern im Rahmen der NATO bzw. den Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaften.


082307 Doktorandenkolloquium

Termin und Ort: n.V.