PD Dr. Armin Owzar
Historisches Seminar
Domplatz 20-22
48143 Münster
E-Mail: owzar@uni-muenster.de
Lebenslauf
Februar/April 2006: Forschungsstipendiat der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel
2004: Preis der österreichischen Stiftung Pro Civitate Austriae für das Jahr 2004
Juli 2005: Antrittsvorlesung Ein Kampf der Kulturen? Katholiken und Protestanten im deutschen Kaiserreich
seit April 2004: Oberassistent am Historischen Seminar der WWU Münster
Februar 2004: Verleihung der Venia legendi für Neuere und Neueste Geschichte an der WWU Münster, seither Privatdozent
2003/2004: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Historischen Seminar der WWU Münster
1998: Anerkennungspreis des Präsidenten des Thüringer Landtags 1998
1997: Promotion
1997/2003: Wissenschaftlicher Assistent für Neuere und Neueste Geschichte, WWU Münster
1994/97: Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Historisches Seminar, WWU Münster
1993/94: Wissenschaftliche Hilfskraft am Historischen Seminar der WWU
Münster (Koordination des Tutorenprogramms „Qualität der Lehre“)
1988/89: Fremdsprachenassistent in Armentières und Lomme bei Lille (Stipendiat des PAD für Frankreich)
1993: Magister Artium an der WWU Münster
1983-93: Studium der Geschichte, Germanistik und Romanistik in Wuppertal, Münster und Lille
Beirat- und Projekttätigkeit
seit 2003: Mitglied im Beirat des Zusatzstudienganges „Medien und
Informationstechnologien in Erziehung, Bildung und Unterricht“ (MIEBU)
an der Universität Münster
seit 2001: Assoziiertes Mitglied im SFB 496 Symbolische Kommunikation
und gesellschaftliche Wertsysteme vom Mittelalter bis zur Frühen Neuzeit
1999/2003: Mitglied im wissenschaftlichen Beirat für das
Ausstellungsprojekt „Zerbrochen sind die Fesseln des Schlendrians“.
Westfalen um 1800 im Westfälischen Landesmuseum für Kunst und
Kulturgeschichte, Münster
seit 1997: Leiter eines drittmittelfinanzierten Projektes zur
Propädeutik in der Geschichtswissenschaft im Rahmen des BLK-Projektes
Computergestützte Hochschullehre im Fach Geschichte (gemeinsam mit
Prof. Dr. Hans-Ulrich Thamer)
1994/97: Mitarbeit in dem von der VW-Stiftung geförderten
Forschungsprojekt „Transformationsgesellschaft und Stalinisierung in
der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) 1945-1948/49: Politische und
soziostrukturelle Transformationsprozesse zwischen zwei Diktaturen“
1988/93: Mitarbeit in dem von Prof. Dr. Herbert Kraft und Dr. Claudia
Pilling geleiteten Projekt „Das literarische und musikalische Werk Otto
Ludwigs“, Institut für Deutsche Philologie II, Universität Münster
Forschungsschwerpunkte
Historische Anthropologie
Stadtgeschichte
Politische Kultur- und Sozialgeschichte Westeuropas
Forschungsprojekte
SAMMELBAND: Schrumpfende Städte in historischer Perspektive (gemeinsam mit Peter Johanek und Angelika Lampen/Institut für vergleichende Städtegeschichte, Münster)
Ziel ist es, das für alle Epochen der Geschichte zu beobachtende
Phänomen schrumpfender Städte zu beschreiben und zu analysieren. Welche
Rolle spielten demographischer Wandel, ökonomische Krisen und
politische Weichenstellungen für diese Schrumpfungsprozesse? Läßt sich
gar eine gesetzmäßig auftretende Dominanz bestimmter Faktoren
feststellen? Inwiefern unterlagen die Schrumpfungsprozesse in
vormodernen Gesellschaften einer anderen Dynamik als in
hochindustrialisierten Gesellschaften? Gab es auch in der Frühneuzeit,
im Mittelalter, in der Antike ein Phänomen wie das der
Schrumpfungsspirale? Darüber hinaus soll danach gefragt werden, wie die
Bevölkerung, sowohl das einfache Volk als auch die Funktionseliten und
die Herrschaftsträger, mit diesem Phänomen jeweils umgingen. Wurde der
Niedergang verdrängt, oder wurde er wahrgenommen? Verzichtete man auf
steuernde Eingriffe oder entwickelte man spezifische Strategien? Wurden
neue städtebauliche Leitbilder entwickelt oder diskutiert? Gibt es
vielleicht Vorläufer der aktuell diskutierten Modelle einer
perforierten respektive transformierten Stadt? Setzte man seinerzeit
eher auf punktuellen Rückbau, also auf Abriß, oder zog man es vor,
ganze Quartiere aufzulösen? Und falls es solche Strategien, solche
Modelle gab: Gelang es den Menschen, dadurch auf den Verlauf der
Schrumpfungsprozesse Einfluß zu nehmen?
MONOGRAPHIE: Eine Nation auf Widerruf. Zur (De)Legitimation politischer Herrschaft im Königreich Westphalen
Obwohl es sich beim Königreich Westphalen um den ersten modernen
Verfassungsstaat in Deutschland handelt, wissen wir kaum etwas über den
Vollzug des Herrschaftswechsels und dessen Akzeptanz seitens einer
sozial und konfessionell äußerst heterogen zusammengesetzten und aus
verschiedenen regionalen Traditionen herausgerissenen Bevölkerung. Es
fehlen sowohl Kenntnisse über die Einstellung zu den Repräsentanten des
Systems, insbesondere zum König, als auch über die grundsätzliche
Haltung der verschiedenen Sozialgruppen und Konfessionen zur
Reformpolitik. Nahmen die Zeitgenossen die Verfassung und die in Kassel
errichteten „Reichsstände“ nur als Scheinkonstitutionalismus wahr?
Bewerteten sie die Reformen in Justiz und Verwaltung, Wirtschaft und
Gesellschaft ausschließlich als Phänomene, deren einziger Zweck darin
bestand, den Besatzungscharakter der napoleonischen (Fremd-)Herrschaft
zu verschleiern? Oder ist nicht vielmehr von einer teils freiwilligen,
teils erzwungenen Annahme und eigensinnigen Modifizierung der von oben
initiierten Reformen durch die Basis auszugehen, von einem interaktiven
Verhältnis zwischen Herrschern und Beherrschten?
Des weiteren stellt sich die Frage nach den mittel- und langfristigen
Folgen der napoleonischen Reformpolitik. So gut wir über einige (zum
Teil erhebliche) Impulse für die Herausbildung eines modernen
Rechtssystems in Deutschland unterrichtet sind, so wenig wissen wir
über die Spuren, die die westphälische Phase im politischen Bewußtsein
und kollektiven Gedächtnis der Zeitgenossen wie der Nachgeborenen
hinterlasssen haben. Dabei deutet vieles darauf hin, daß nicht nur der
Franzosenhaß seine Wurzeln in den Jahren 1806/1813 hat, sondern auch
positive Erinnerungen an die sogenannte Fremdherrschaft das spätere
politische Handeln der Akteure motivierten und das bis in die
Revolution von 1848/49 hinein. In vielen Bereichen, namentlich
rechtlicher, sozialer und wirtschaftlicher Art, zeitigte die kurze
napoleonische Reformära Veränderungen, die bis ins 20. Jahrhundert
nachwirkten. Gerade die zu konstatierende Ambivalenz der unter Napoleon
initiierten Modernisierungsprozesse bettet das Thema der geplanten
Studie ein in aktuell geführte Kontroversen über die Gewinne und
Verluste solcher Transformationsprozesse.
MONOGRAPHIE: „Antiislamismus“? Afrikanische Moslems im Spannungsfeld von christlicher Mission und kolonialer Verwaltung
Um die Jahrhundertwende verloren die in ganz Europa ausgetragenen
Kulturkämpfe zwischen Katholiken und Protestanten, Integralisten und
Liberalen sowie Vertretern von Staat und Kirche an Bedeutung. Die
Konflikte mündeten in eine Art Waffenstillstand, auch im
trikonfessionellen Deutschen Reich, wo der Kulturkampf besonders heftig
ausgetragen worden war. In den Übersee-Gebieten war das anders,
insbesondere in Afrika. Die Mehrheit der in Deutsch-Ostafrika lebenden
Eingeborenen waren Heiden oder Moslems. Seitdem Deutschland
Kolonialmacht geworden war, hatte sich dieser Raum zum neuen
Kampfschauplatz der christlichen Konfessionen entwickelt, und
interkonfessionelle Konkurrenz prägte das Verhältnis zwischen den
evangelischen und den katholischen Missionen im späten 19. Jahrhundert.
Aber seit Beginn des 20. Jahrhunderts verlor dieser Konflikt zusehends
an Bedeutung. Immer stärker wurden die Missionare und
Missionswissenschaftler beider Konfessionen eines neuen Konkurrenten
gewahr: des Islam, der vor allem in Ostafrika einen enormen Zulauf
erlebte.
Diese neue Rivalität zwischen den Religionen wirft die Frage auf, wie
Priester, Missionare, Missionswissenschaftler sowie christlich
orientierte Politiker damit umgingen: Wie reagierten sie auf die
interreligiöse Konkurrenz? Schlossen sich Katholiken und Protestanten
enger zusammen gegen den Islam? Gab es Unterschiede zwischen den
Konfessionen im Umgang mit Heiden und Moslems? Und lassen sich
Unterschiede zwischen dem in Deutschland und dem in anderen
westeuropäischen Kolonialmächten geführten Diskurs erkennen?
In einem ersten Schritt sollen die einzelnen Argumentationsstränge im
Diskurs untersucht und verortet werden. In einem zweiten Schritt soll
nach der Relevanz dieses offensichtlich in ganz Westeuropa verbreiteten
Diskurses für die Zeit nach 1918 gefragt werden: Wurde dieser auch über
die Zeit von 1918 hinaus tradiert? Und mittels welcher Medien vollzog
sich dieser Prozeß?
CD-ROM: HELP – Historiographisches Elementarwissen im Lernprogramm (CD-ROM). Drittmittelfinanziertes Projekt zur Propädeutik in der Geschichtswissenschaft im Rahmen des BLK-Projektes Computergestützte Hochschullehre im Fach Geschichte (gemeinsam mit Stephan Hense)
Wie werde ich den (Prüfungs-)Anforderungen des Geschichtsstudiums
gerecht, welchen Regeln unterliegen die gewünschten Textsorten, welche
wissenschaftlichen Arbeitstechniken muß ich dazu anwenden? ─ So lauten
die Leitfragen des Lernprogramms, das keinen zusätzlichen Lehrstoff
bieten, sondern den regulären Lehrbetrieb durch eine Anleitung zum
Selbststudium unterstützen soll und sich als didaktische Reformmaßnahme
im Sinne einer Hilfe zur Selbsthilfe mit Hilfe interaktiver Medien
versteht.
EDITION: Theodor Warnecke – Erinnerungen eines westfälischen Redakteurs
Bei dem zu edierenden Text handelt es sich um ein im Dezember 1934
fertiggestelltes Manuskript über die Geschichte des Westfälischen
Merkurs, einer ultramontan ausgerichteten Zeitung, die zwischen 1822
und 1929 in Münster erschien. Da der Verfasser Theodor Warnecke, der
sowohl in der Redaktion des Merkurs tätig war als auch in der
kommunalen Politik eine einflußreiche Rolle spielte, die wichtigsten
Ereignisse aus ultramontaner Perspektive geschildert hat, handelt es
sich nicht nur um eine für die stadt- und pressegeschichtliche
Forschung aussagekräftige Quelle, sondern auch um ein Zeugnis für das
spezifische Gedächtnis deutscher Katholiken im Kaiserreich und in der
Weimarer Republik.
Wichtigste Publikationen
„Reden
ist Silber, Schweigen ist Gold“. Konfliktmanagment im Alltag des
wilhelminischen Obrigkeitsstaates [Habilitationsschrift] (Historische
Kulturwissenschaft 8), Konstanz 2006. [Preis der österreichischen
Stiftung Pro Civitate Austriae für das Jahr 2004].
Sozialistische
Bündnispolitik und gewerblich-industrieller Mittelstand. Thüringen 1945
bis 1953 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Thüringen,
Kleine Reihe 4), München/Jena 2001. [Anerkennungspreis des Präsidenten
des Thüringer Landtags 1998].
Politische Gewalt in der Moderne,
Festschrift für Hans-Ulrich Thamer, hg. von Frank Becker, Thomas
Großbölting, Armin Owzar und Rudolf Schlögl, Münster 2003.
Publikationen (nach Themengebieten)
FRANZÖSISCHE REVOLUTION UND NAPOLEONISCHE ZEIT
SAMMELBAND
Das
Königreich Westphalen und das Großherzogtum Berg. Quellen, Forschungen
und Deutungen, hg. von Gerd Dethlefs, Armin Owzar und Gisela Weiß [in
Vorbereitung zum Druck, in Vorbereitung zum Druck, voraussichtlich
Paderborn 2006].
HANDBUCHARTIKEL
Art. Frankreich
(gemeinsam mit Martin Kirsch und Rüdiger Schmidt), in: Handbuch der
Verfassungsgeschichte, Bd. 1, hg. von Peter Brandt, Martin Kirsch und
Arthur Schlegelmilch [im Druck]
AUFSÄTZE
Fremde
Herrschaft – fremdes Recht? Deutungen der napoleonischen
Verfassungspolitik in Westfalen im 19. und 20. Jahrhundert, in:
Westfälische Forschungen 51 (2001), Themenschwerpunkt:
Erinnerungskultur in Westfalen: Die Weitergabe der Vergangenheit, hg.
von Clemens Wischermann, S. 75-105.
Frankreich in Westfalen.
Konstitutionalisierung und Parlamentarisierung unter Napoleon (1806 bis
1813), in: Westfalen 79 (2001), S. 97-117.
Wider den
„patriarchalischen Schlendrian“. Napoleonische Verfassungspolitik in
Westfalen, in: Zerbrochen sind die Fesseln des Schlendrians. Westfalens
Aufbruch in die Moderne, hg. von Gisela Weiß zusammen mit Gerd Dethlefs
(Westfälisches Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Münster,
Landschaftsverband Westfalen-Lippe), Bönen 2002, S. 298-315.
„Juble
Minden! frohlokket Einwohner!“ Politischer Anspruch und soziale
Wirklichkeit in einer Stadt unter napoleonischer Herrschaft, in:
Mitteilungen des Mindener Geschichtsvereins [in Vorbereitung zum Druck,
voraussichtlich 2006].
Eine Staatsnation auf Widerruf. Zum
politischen Bewußtseinswandel im Königreich Westphalen, in: Fremde
Herrscher – fremdes Volk. Inklusions- und Exklusionsfiguren bei
Herrschaftswechseln im Europa des 18. bis zur zweiten Hälfte des 19.
Jahrhunderts, hg. von Andreas Gestrich und Helga Schnabel-Schüle [im
Druck].
Forschungsstand und offene Fragen, in: Das Königreich
Westphalen und das Großherzogtum Berg. Quellen, Forschungen und
Deutungen, hg. von Gerd Dethlefs, Armin Owzar und Gisela Weiß [in
Vorbereitung zum Druck, voraussichtlich Paderborn 2006].
„Par
la grâce de Dieu et les constitutions Empereur des Français“. La
représentation anachronique de l'empire napoléonien dans les régions
occupées, in: Le combat pour la représentation. La symbolique en France
(1789-1830), hg. von Hans-Ulrich Thamer [im Druck].
TAGUNGSBERICHT
Das
Königreich Westphalen und das Großherzogtum Berg. Quellen, Forschungen
und Deutungen, Tagungsbericht, in: Westfälische Forschungen 54 (2004),
S. 401-414.
INTERNET
Texte für das Internet-Pilotprojekt
Aufbruch in die Moderne. Das Beispiel Westfalen. Geschichte im
Internet, www.aufbruch-in-die-moderne.de (Gemeinschaftsprojekt des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe und der NRW-Stiftung Naturschutz,
Heimat- und Kulturpflege, in Zusammenarbeit mit den Bezirksregierungen
in Detmold, Münster und Arnsberg, der Evangelischen Landeskirche von
Westfalen, dem Erzbistum Paderborn und bid-owl, dem regionalen Forum
für die Bildung in Ostwestfalen-Lippe).
DAS DEUTSCHE KAISERREICH
MONOGRAPHIE
„Reden
ist Silber, Schweigen ist Gold“. Konfliktmanagement im Alltag des
wilhelminischen Obrigkeitsstaates (Historische Kulturwissenschaft 8,
hg. von Bernhard Giesen, Alois Hahn, Jürgen Osterhammel und Rudolf
Schlögl), Konstanz 2006 [Habilitationsschrift]. [Preis der
österreichischen Stiftung Pro Civitate Austriae für das Jahr 2004].
AUFSÄTZE
Die
„größten Schurken“ zuerst vernichten! Zur Kommunikation zwischen
Rechten und Linken im wilhelminischen Deutschland, in: Politische
Gewalt in der Moderne, Festschrift für Hans-Ulrich Thamer, hg. von
Frank Becker, Thomas Großbölting, Armin Owzar und Rudolf Schlögl,
Münster 2003, S. 109-132.
„Schweigen ist Gold“.
Kommunikationsverhalten der deutschen Gesellschaft um 1900, in:
Sehnsucht nach Nähe. Interpersonale Kommunikation in Deutschland seit
dem 19. Jahrhundert, hg. von Moritz Föllmer, Stuttgart 2004, S. 65-86.
Konfliktscheu
und beredtes Schweigen. Die Kneipe als Kommunikationsraum im deutschen
Kaiserreich, in: Mitteilungsblatt des Instituts für soziale Bewegung.
Forschungen und Forschungsberichte 31 (2004), hg. von Klaus Tenfelde,
S. 43-58.
RELIGION UND GESELLSCHAFT IM 19. UND 20. JAHRHUNDERT
AUFSÄTZE
Heilige
Helden keiner verzauberten Welt. Anmerkungen zur Politisierung der
Hagiographie in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, in:
Eichendorffs Hedwig-Fragment. Heiligenverehrung und Mittelalterbild im
19. Jahrhundert, hg. von Nikolaus Gussone, Münster 1993, S. 62-81.
Ein
,heidnischer‘ Philosoph an einer ,katholischen‘ Akademie. Gideon
Spicker und der Kulturkampf in Münster, in: „Kampf zweier
Weltanschauungen“. Metaphysik zwischen Naturwissenschaft und Religion
im Werk Gideon Spickers (Philosophische Texte und Studien 48), hg. von
Ulrich Hoyer und Harald Schwaetzer, Hildesheim/ Zürich/New York 1999,
S. 119-141.
Du sollst nicht streiten! Zur Auseinandersetzung um
das Unfehlbarkeitsdogma in München, in: „Eine Religion in
philosophischer Form auf naturwissenschaftlicher Grundlage“. Gideon
Spickers Religionsphilosophie im Kontext seines Lebens, seines Werkes,
seiner Zeit. Zweites Gideon-Spicker-Symposion (Philosophische Texte und
Studien 65), hg. von Ulrich Hoyer und Harald Schwaetzer,
Hildesheim/Zürich/New York 2002, S. 45-67.
Unmittelbar zu Gott?
Kirche, Religion und Glauben in der katholischen Historiographie der
Jahrhundertwende, in: Geschichte, Entwicklung, Offenbarung. Gideon
Spickers Geschichtsphilosophie. 3. Gideon Spicker-Symposion
(Philosophie interdisziplinär 12), hg. von Harald Schwaetzer und
Christian Schweizer, Regensburg 2005, S. 199-215.
The Vatican,
the Dominicans and the Reform Catholicism in Wilhelmine Germany, in:
The Religious Institutions and the Roman Factor in Western Europe
1802-1914, hg. von Jan De Maeyer [im Druck].
Ein Kampf der Kulturen? Katholiken und Protestanten im deutschen Kaiserreich, in: Zeitschrift für Kirchengeschichte [im Druck].
Die
solidarische Gesellschaft. Zur Bedeutung von Paul Jostocks
antikapitalistischen Visionen, in: Soziale Gerechtigkeit. Zur Würdigung
Paul Jostocks, hg. von Harald Schwaetzer und Henrieke Stahl [im Druck].
From
Interdenominational to Interreligious Concurrence: The Christian
Missiology and the Islam in the Beginning of the 20th Century, in:
Missiology, Science and Modernity. Interaction and Comparison of
Protestants and Catholics 1850-1939, hg. von Jan de Maeyer [in
Vorbereitung zum Druck].
SBZ/DDR UND BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
MONOGRAPHIE
Sozialistische
Bündnispolitik und gewerblich-industrieller Mittelstand. Thüringen 1945
bis 1953 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Thüringen,
Kleine Reihe 4), München/Jena 2001. [Anerkennungspreis des Präsidenten
des Thüringer Landtags 1998]
SAMMELBAND
Geschlechterpolitik(en)
in der Bundesrepublik Deutschland, hg. von Armin Owzar und Julia Paulus
[im Druck, voraussichtlich Paderborn 2006].
AUFSÄTZE
Nicht
ohne Zwang, nicht ohne Bereitschaft. Anmerkungen zur
(Zwangs-)Vereinigung von SPD und KPD am Beispiel Thüringens (1945/46),
in: Die DDR – Analysen eines aufgegebenen Staates (Dokumente und
Schriften der Europäischen Akademie Otzenhausen 92), hg. von Heiner
Timmermann, Berlin 2001, S. 303-320.
Bündnispartner wider
Willen. Der gewerblich-industrielle Mittelstand in der SBZ/DDR (1945
bis 1953), in: Deutsche Fragen – Von der Teilung zur Einheit (Dokumente
und Schriften der Europäischen Akademie Otzenhausen), hg. von Heiner
Timmermann, Berlin 2002, S. 155-174.
Ein Arrangement auf
Widerruf: Die SED und die Privathandwerkerschaft in der SBZ/DDR, in:
Unternehmerwirtschaft zwischen Markt und Lenkung. Organisationsformen,
politischer Einfluß und ökonomisches Verhalten 1930-1960, hg. von
Thomas Großbölting und Rüdiger Schmidt, München 2002, S. 171-198.
Nur
eine Verlustgeschichte? Private Industrieunternehmer in der SBZ/DDR
zwischen Exklusion und Integration, in: Die Errichtung der Diktatur.
Transformationsprozesse in der Sowjetischen Besatzungszone und in der
frühen DDR, hg. von Thomas Großbölting und Hans-Ulrich Thamer, Münster
2003, S. 171-187.
La vie dans une dictature moderne. Politique
et société de la zone d'occupation soviétique / RDA comme objet de
l'enseigenment universitaire, in: Transmission des connaissances de
l'histoire contemporaine allemande à l'exemple de la RDA, hg. von
Catherine Fabre-Renault, Elisa Goudin und Carola Hähnel-Mesnard [im
Druck].
Das Handwerk in Thüringen, 1920-1960, in:
Gesellschaftlicher Wandel im Jahrhundert der Politik. Die Jahre
1920-1960 in vergleichender Perspektive (Forschungen zur
Regionalgeschichte), hg. von Michael Prinz [in Vorbereitung zum Druck,
voraussichtlich Paderborn 2006].
POLITISCHE GEWALT IN DER MODERNE
SAMMELBAND
Politische
Gewalt in der Moderne, Festschrift für Hans-Ulrich Thamer, hg. von
Frank Becker, Thomas Großbölting, Armin Owzar und Rudolf Schlögl,
Münster 2003.
AUFSATZ
Von den Schwierigkeiten des
Historikers im Umgang mit Leid, in: Umgang mit Leid. Cusanische
Perspektiven (Philosophie interdisziplinär 9), in Verb. mit Klaus
Reinhardt hg. von Harald Schwaetzer und Henrieke Stahl, Regensburg
2004, S. 29-43.
TAGUNGSBERICHT
Kriegsverbrechen im 20.
Jahrhundert: Intention oder Situation? In:
http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=868 (2005).
IDEEN- UND KULTURGESCHICHTE
AUFSÄTZE
„Wer
stirbt heut' zu Tag' an Schmerz?“ – Adaptionen des bürgerlichen
Trauerspiels in den Jugenddramen „Die Rechte des Herzens“ und die
„Pfarrrose“, in: Otto Ludwig. Das literarische und musikalische Werk,
hg. von Claudia Pilling in Zusammenarbeit mit Jens Dirksen, mit einer
vollständigen Otto-Ludwig-Bibliographie, Frankfurt am
Main/Berlin/Bern/New York/Paris/Wien 1999, S. 99-121 und 518-521.
Nirgendwo
Europa? Konstruktionen einer supranationalen Verfassung im Zeitalter
des europäischen Nationalismus unter besonderer Berücksichtigung von
Novalis und Claude-Henry de Saint-Simon, in: Der Traum Europas. Kultur
und Sozialität als Aufgabe. Ein interdisziplinäres Symposion, hg. von
Harald Schwaetzer und Henrieke Stahl-Schwaetzer, Regensburg 2000, S.
53-87.
Vereinigte Staaten oder Kulturen? Saint-Simons
Verfassungsprojekt und der Europa-Diskurs im 19. und 20. Jahrhundert,
in: Saint-Simonismus und Hegelianismus. Kommunikation und soziale
Ideenbildung im Zeitalter der Französischen Revolutionen, hg. von
Ludwig Siep, Hans-Ulrich Thamer und Norbert Waszek [im Druck].
PROPÄDEUTIK UND DIDAKTIK DER GESCHICHTE
AUFSATZ
HELP
– Historiographisches Elementarwissen im Lernprogramm (gemeinsam mit
Stephan Hense), in: CHL – computergestützte Hochschullehre.
Dokumentation zum CHL-Tag 2000. Alma Mater Multimedialis, hg. von Heinz
Lothar Grob, Münster/Hamburg/London 2001, S. 97-111.
HISTORISCHER STADTRUNDGANG
Widerstand
und Anpassung im „nordischen Rom“. Politischer Katholizismus und
katholisches Milieu in Münster (1802 bis 1945), in: Münster –
Streifzüge, hg. von Ulrich Bardelmeier und Andreas Schulte Hemming,
Münster 1995, S. 39-48.
REZENSIONEN
Über 20
Rezensionen, u.a. für die Francia, die Militärgeschichtliche
Zeitschrift, das Deutschland-Archiv, die Helvetica Franciscana, die
Historische Literatur und die historischen Mailinglisten Sehepunkte.de
und H-Soz-Kult.


