Elisa Franz
Lehre
Sommersemester 2011
Kommunikative Gattungen (Übung im Auswahlmodul Historische und systematische Aspekte von Sprache und Literatur)
Veranstaltungsnummer 091656
Zeit: Do 12-14 Uhr, vom Stein Haus - VSH 17
In dieser Übung geht es um das in der Gesprächsforschung, Kulturanthropologie und anthropologischen Linguistik zentrale Konzept der „kommunikativen Gattungen". Nach einer theoretischen Einführung in das Konzept zu Beginn des Seminars sowie einer Einführung in die Transkription gesprochener Sprache werden im Anschluss konkrete Gattungen (z. B. Vorwürfe, Klatsch, Speeddatinggespräche, Elternsprechtagsgespräche etc.) erarbeitet. Hierbei wird auf die Relevanz des zugrunde gelegten Gattungskonzepts für die Analyse sprachlicher Strukturen eingegangen.
Sommersemester 2010
Interkulturelle Kommunikation (Übung)
"Kommunikative Prozesse laufen in der Regel unbewusst ab, fallen uns nur auf, wenn sie gemäß den gesellschaftlich-kulturellen Konventionen nicht „richtig" sind: Ein zu lautes Lachen, eine andere Hautfarbe, eine unverständliche Sprache oder eine sich unterscheidende Redeweise. Doch das Andere, das Fremde ist nicht von sich aus - a priori - fremd. Fremdheit „ist [...] keine Eigenschaft bzw. kein objektives Verhältnis zweier Personen oder Gruppen zueinander, sondern Resultat einer interaktiven Erzeugung und Zuschreibung." (Günthner 1999: 251) Fremdheit ist etwas, das aktiv in einer Gesprächsinteraktion von den InteraktionspartnerInnen produziert und interpretiert wird. Dies wird besonders im interkulturellen Kontext sichtbar, denn interkulturelle Kommunikation „hat immer mit Verstehen und Verständigung zu tun, das Fremde verstehen und sich gleichzeitig mit der Fremde und dem Fremden zu verständigen." (Hinnenkamp 1994: 46)
In der Übung beschäftigen wir uns mit den linguistischen Grundlagen der Interkulturellen Kommunikation. Anhand von Textausschnitten und Transkripten, die im Rahmen der Übung angefertigt werden sollen, werden wir Begriffe und Konzepte wie Kontextualisierung, (inter-)kulturelles Handeln, Identität, Fremdheit und Selbst- und Fremdpositionierungen in der Interaktion gemeinsam erarbeiten. Ziel wird es sein zu verstehen, worum es in der Interkulturellen Kommunikation überhaupt geht, anhand welcher sprachlicher Mittel Unterschiede interaktiv konstruiert werden und in welchen Bereichen interkulturelle Kommunikation Anwendung findet bzw. finden kann."

