Late Autumn School 2017

Vertrauen im Wandel? Die Konstitution und Bedeutung von Vertrauen im digitalen Zeitalter

Vom 23. bis 25. November in Münster
© GRK "Vertrauen und Kommunikation"

Die fortschreitende Digitalisierung  nimmt einen immer größeren Stellenwert in unserem Alltag sowie in gesamtgesellschaftlichen Prozessen ein. Vor diesem Hintergrund ist fraglich, inwiefern technische Evolutionen Wandlungsprozesse in medialen, technischen, wirtschaftlichen und sozialen Bereichen ausgelöst haben. Deshalb beschäftigt sich die Late Autumn School  2017 des DFG-Graduiertenkollegs "Vertrauen und Kommunikation in einer digitalisierten Welt" vom 23.  bis 25. November in  Münster mit der Entstehung und Bedeutung von Vertrauen im digitalen Zeitalter. Zu dem dreitägigen intensiven Austausch hat das Graduiertenkolleg erneut hochcharätige internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf dem Gebiet der Vertrauensforschung als Keynote Speakers eingeladen und ein reichhaltige Workshop- und Diskussionsangebot zusammengestellt. Doktorandinnen und Doktoranden ebenso wie Master-Studierende aus allen Teilen Deutschlands und anderen Ländern sind eingeladen, dem Call for Papers zu folgen und sich bis zum 6. Oktober um einen Platz zu bewerben.

In diesem Jahr findet die Late Autumn School 2017 mit besonderer Unterstützung des renommierten Fachjournals der Vertrauensforschung "Journal of Trust Research" statt. Ein Highlight im Programm wird der speziell konzipierte Workshop von Journal-Herausgeber und Vertrauensforscher Prof. Dr. Guido Möllering zum Thema der wissenschaftlichen Publikationsstrategien im Feld der Vertrauensforschung sein, mit dem Titel “Trust is not enough? The specific challenges of publishing trust research”.

Inhaltlicher Schwerpunkt der Late Autumn School 2017

Die Late Autumn School 2017 wird das Verhältnis zwischen dem (sozialen) Mechanismus Vertrauen und der fortschreitenden Digitalisierung thematisieren. Es soll betrachtet werden, was Vertrauen im heutigen Zeitalter bedeutet und welche Bedingungen bzw. Anforderungen daran gestellt werden. Existieren möglicherweise Einflussfaktoren, die speziell der digitalisierten Umgebung geschuldet sind? Führen sie dazu, dass Vertrauen leichter aufgebaut werden kann oder verhindern sie vielleicht dessen Entwicklung? Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Notwendigkeit von Vertrauen in einer digitalen Gesellschaft, die durch vermeintlich zunehmende Informationsdichte, Komplexität und Unsicherheit gekennzeichnet ist.

Neben der Frage nach der Notwendigkeit von Vertrauen sollen vor allem auch die Chancen von Digitalisierung - im Sinne von positiven Auswirkungen digitalisierter Kommunikation - für die Vertrauensentwicklung herausgearbeitet werden. Wie können beispielsweise digitale Medien die Entwicklung und Aufrechterhaltung von Vertrauen zusätzlich unterstützen?

Theoretisch werden die für die analoge Welt bereits im Kolleg konzipierten Modellierungen von Vertrauen so weiterentwickelt, dass sie erste Vertrauensbeziehungen in digitalen Kontexten erklären können. Analytisch sollten somit die Bedingungen und Prozesse der Vertrauensbildung mittels digitaler Kommunikation in Organisationen und gesellschaftlichen Systemen stärker in den Untersuchungsfokus rücken.

Zur Late Autumn School

Seit 2013 richten die Doktorandinnen  und Doktoranden des Graduiertenkollegs das interdisziplinäre Format der Late Autumn School aus. In der mehrtägigen Veranstaltung haben die Kollegiaten sowie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von anderen Universität die Möglichkeit eine erweiterter Perspektive auf den aktuellen Stand der Vertrauensforschung und das eigene Dissertationsthema zu erhalten. Zusätzlich zu den "Keynote Speaches" werden Workshops angeboten, in denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmner ihre Forschungsprojekte vorstellen und in der Gruppe diskutieren können.