Historisch betrachtet liegt dem Katastrophenschutz ein ordnungspolitischer
Gedanke zugrunde. Durch Erhaltung wichtiger Akten soll die Disponibilität
obrigkeitlicher Institutionen bewahrt und damit die Kontinuität des herrschenden
Regimes auch im Kriegs- oder Krisenfall gewährleistet werden.
In jüngeren Jahren wurde der Bezugsrahmen der Haager Konvention ausgeweitet
und umfasst heute auch die internationale Zusammenarbeit zur Kulturguterhaltung
im Fall einer Naturkatastrophe. Diese Neuorientierung manifestierte sich in
der Gründung des ICBS (International Committee of the Blue
Shield) im Jahre 1996, das sich durch die Übernahme des Symbols der
Haager Konvention, des "Blauen Schild" direkt auf diese bezieht.