Die Flutkatastrophe in den Ländern entlang der Elbe und ihrer Nebenflüsse hat (ebenso wie das Oderhochwasser 1997 oder das Arnohochwasser 1966) gezeigt, wie gefährdet viele Kultureinrichtungen und damit auch Archive und Bibliotheken sind. An dieser Stelle werden in den nächsten Wochen Informationen zusammengestellt, die zur Zeit erreichbar sind. |
Seitenübersicht:
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I. Auswirkungen der Flutkatastrophe im August 2002  |
Michael Vogel, Eberhard Blücher:
Bundesfördermittel helfen Flutfolgeschäden zu beseitigen. Landesstelle für Bestandserhaltung koordiniert Projekt im Kloster Marienthal
[Erschienen in: BIS – Das Magazin der Bibliotheken in Sachsen [2O11] Nr. 1, S. 48 - 49]
URL: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:14-qucosa-66269
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Wolfgang Frühauf: Sachsens Bibliotheken nach der Flut 2002
URL: http://www.slub-dresden.de/fileadmin/groups/homepage/Vortraege_Bestandserhaltung/Flutkatastrophe.pdf
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Ein Jahr nach der Flutkatastrophe ziehen die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden Bilanz.
Staatliche Kunstsammlungen Dresden - Öffentlichkeitsarbeit:
Ein Jahr nach der Flut
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Ständig aktualisierte Hinweise aus dem Bereich Museen, Archive Bibliotheken:
http://www2.h-net.msu.edu/~museum/flood.html
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Mit täglichen Pressemeldungen:
http://www2.h-net.msu.edu/~museum/chronicle_floods.html
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Archive: 
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Ein Bericht zu den Schäden in der Gedenkstätte Terezin / Theresienstadt:
Michal Frankl:
Terezin after the floods
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Kirchenarchiv aus Grimma wird derzeit im Westfälischen Archivamt in Münster behandelt
Von der Flut betroffene Kirchenakten aus dem sächsischen Grimma sollen in den nächsten Monaten im westfälischen Archivamt in Münster getrocknet und anschließend gesäubert werden. Die etwa 125 laufenden Meter Bücher und Achten seien in einem relativ guten Zustand, teilte die Archivrätin der sächsischen Landeskirche, Carlies Maria Raddatz, am 4. September in Dresden mit. Sie wurden den Angaben zufolge bereits in Sachsen "schockeingefroren".
Unter den Dokumenten seien wertvolle Amts- und Kirchenbücher aus dem 16. Jahrhundert sowie ein Großteil der Akten aus der Region um Grimma aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Den "unersetzbaren historischen Unterlagen" im Pfarrarchiv komme nicht nur Bedeutung für die Kirchen zu, sondern auch für die Geschichte des Landes.
Die schonende Weiterbehandlung des Archivgutes werde jedoch Monate oder sogar Jahre in Anspruch nehmen, so Raddatz weiter. An eine Rückkehr der Dokumente nach Sachsen sei daher derzeit nicht zu denken. Die Einrichtung in Münster besitzt den Angaben zufolge als einziges Archiv in Deutschland eine Gefriertrocknungsanlage.
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Bibliotheken:  |
| Auch für den Bibliotheksbereich gibt es noch keine Gesamtschadensübersicht. Jedoch ist mit starken Schädigungen vor allem in den Stadtbibliotheken Grimma, Meissen, Pirna, Bad Schandau und Riesa zu rechnen, zusammen ca. 250 000 Bücher und sonstige Medien. Die Sächsische Landesbibliothek ist nicht betroffen, umso stärker jedoch die Forstwirtschaftliche Bibliothek der TU Dresden in Tharandt, der ältesten forstwissenschaftlichen Fakultät der Welt (mit wertvollen Altbeständen).
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Zur Situation der Bibliothek der Forstwissenschaftlichen Fakultät:
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,210223,00.html
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Website der Nationalbibliothek Prags mit Informationen:
http://www.nkp.cz/
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Bibliothek des Archäologischen Seminars der Universität Prag:
Alastair Millar:
Description of the recent situation in Archaeological Institute in Prague
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Bericht über die Schäden im Archäologischen Institut in Prag:
Lubos Jiran:
Wiederaufbau des Archäologischen Instituts in Prag
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| Insgesamt muss man wohl davon ausgehen, dass in den tschechischen Bibliotheken ca. eine halbe Million Bücher Wasserschäden erlitten haben. Ob sie durch Gefriertrocknungsverfahren gerettet werden können, ist z. Zt. ungewiss, da die Kapazitäten zum Einfrieren fehlen.
Grossen Schaden erlitten Bibliotheken und Archive in Prag und Südböhmen. Ca. 250.000 Bände in der Wissenschaftlichen Bibliothek in Budweis, im technischen Nationalmuseum in Prag Nachlässe sowie die Dokumentation, ca. 20.000 Bände (vorwiegend alte Drucke) in den Magazinen der Stadtbibliothek Prag, ausserdem ca. 35.000 Bände der juristischen Fakultätsbibliothek der Karls-Universität Prag.
Ein Bericht von Alena Wagnerová aus der neuen Zürcher Zeitung:
http://www.nzz.ch/2002/08/24/fe/page-article8CQJ9.html
Spezielle Hilfsangebote für die tschechischen Bibliotheken:
http://portal.unesco.org/ci/ev.php?URL_ID=3917&URL_DO=DO_TOPIC&URL_SECTION=201&reload=1031123241
http://portal.unesco.org/ci/ev.php?URL_ID=3718&URL_DO=DO_TOPIC&URL_SECTION=201&reload=1031125345
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Museen:  |
| Für den Museumsbereich (der hier aber nur kursorisch behandelt werden kann) gibt es schon zahlreiche Hinweise:
Ein Bericht über die Situation im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden:
http://www.aski.org/kb3_02/kb302hygiene.htm
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| Plea of the National Technical Museum in Prague for help to rescue the flooded Architecture Archives and other collections
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Schreiben von Katerina Tlachova, Chair of the Czech Committee of ICOM:
Floods in the Czech Republic
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Schreiben von Thomas Schuler:
Floods and Web Communication
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Floods and Holocaust Memorials in the Czech Republic:
http://www.holocaust.cz/eng/news/2002/floods/terezin1
http://www.holocaust.cz/eng/news/2002/floods/pinkas1
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II. Schadenssanierung  |
Bücher und Archivalien  |
| Schnelle Hilfe tut jetzt not, um die Schäden zu beseitigen. Eine leistungsfähige Technik in Form der sog. "Vakuum-Gefriertrocknung" steht zur Verfügung, ist allerdings nicht ganz billig, wenngleich preiswert! Bei der Vakuum-Gefriertrocknung werden die gefrorenen Bücher oder Archivalien objektschonend in speziellen Anlagen einem Unterdruck ausgesetzt. Der Wasserdampf wird abgesaugt. Der Vorteil: Das Eis wird direkt in Wasserdampf umgesetzt (Sublimationseffekt).
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Eine exzellente Übersicht über das Gefriertrocknungsverfahren (Vacuum freeze-drying) stammt aus dem Programm "Records and Archives Management Programme (RAMP)" der Unesco:
URL: http://www.unesco.org/webworld/ramp/html/r8707e/r8707e00.htm
Das Gefriertrocknungsverfahren wird auch beschrieben bei einem der führenden Anbieter:
http://www.papier-trocknungs-service.de/trocknung/inhalt_01.html
Eine weitere Beschreibung des Verfahrens findet sich in Klotz-Berendes: Notfallvorsorge in Bibliotheken
http://hdl.handle.net/2003/5596
Ausserdem eine gute Beschreibung auf der Website eines Dienstleisters:
http://www.bestandserhaltung.de/wassertext.htm
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Um den Zustand wassergeschädigter Bestände zu stabilisieren und Zeit für weitere Planungen zu haben, sollten die Bestände möglichst schnell tiefgefroren werden. Entsprechende Anbieter findet man im Branchenverzeichnis / in den "Gelben Seiten". Auch der "Verband der Kühlhäuser und Kühllogistikunternehmen" gibt Auskunft über regionale Anbieter. Adresse: Schedestr. 11, 53113 Bonn Telefon: 02 28 / 20 16 6-0 Fax: 02 28 / 20 16 6-11
E-mail: info@vdkl.de
URL: http://www.vdkl.com
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| Der Verband der Restauratoren (VDR) ruft in einem Schreiben an seine Mitglieder zu Hilfeleistungen auf.
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Liste von Dienstleistern (Schadenssanierung, Gefriertrocknung) auf der Website Forum Bestandserhaltung:
http://www.uni-muenster.de/Forum-Bestandserhaltung/exec/notruf.php
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Fotografische Bestände:  |
Maria Bortfeldt:
Wasserschaden - Konservatorische Aufarbeitung von Fotografien. In: Rundbrief Fotografie, N.F. 33, Vol. 9 , No. 1 (2002), S. 11-14
URL: http://www.foto.unibas.ch/~rundbrief/wasserschaden1.htm
Maria Bortfeldt: Wasserschaden - Beitrag zu einem Notfallplan. In: Rundbrief Fotografie, N.F. 34, Vol. 9 , No. 2 (2002), S. 19/20
URL: http://www.foto.unibas.ch/~rundbrief/wasserschaden2.htm
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Weitere Aktionspläne unter:  |
| Forum Bestandserhaltung / Notfall / Aktionspläne
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