Forum Bestandserhaltung
Home
Das Forum Grundlagen Konservierung und Restaurierung Konversion Notfall Dienstleister

Konservierung und Restaurierung

Grundlagen
Schrift und Bild
Papierrestaurierung
Allgemein
Feuchtbehandlung
Stabilisierung
Spezialpapiere
Sonderprobleme
Dienstleister
Massenneutralisierung
Pergamentrestaurierung
Einbandrestaurierung
Sondermaterialien
Restaurierung konkret
Partielle Behandlung

Diesen Beitrag: drucken  
 

Seitenübersicht:

I. Trockenreinigung
II. Lösen von Verklebungen
III. Fleckentfernung
IV. Kompressenbehandlung

 
 

Unter dem Oberbegriff "partielle Behandlung" werden unterschiedliche Verfahren zusammengefasst, die im Regelfall einer ganzflächigen Blattbehandlung vorausgehen sollten. Diese finden meist für die Bearbeitung individueller Blattpartien Verwendung, werden aber im Einzelfall auch zur Behandlung ganzflächig vorliegenden Schadensbilder (also einer flächigen Verschmutzung oder eines ein- oder beidseitig laminierten Einzelblattes) eingesetzt.

 

 

I. Trockenreinigung zur Seitenübersicht

Bert Jacek:
Das "weiche Feinstrahlen". Ein neuer Ansatz zur Trockenreinigung von Papier und Pergament
http://www.restauro.de/archiv/zeitschrift/restauro-3-2013.html
[Erschienen in: Restauro Heft 3/2013]

 
 

Petra Weigel, Christian Kreienbrink:
Papierreinigung mit Elektrostatik - Entstaubung, Reinigung und Neuordnung der Kartensammlung Perthes
http://www.restauro.de/archiv/zeitschrift/restauro-2-2013.html
[Erschienen in: Restauro Heft 2/2013, S. 39-43]

 
 

Universitäts- und Forschungsbibliothek Erfurt/Gotha:
Reinigung von Papier mit elektrostatischer Folie
http://www.uni-erfurt.de/fileadmin/public-docs/Sammlung_Perthes/Projekte/Bibliophilia_Reinigungsanlage.pdf

 
 

Barbara Kunze:
Trockenreinigung von Archivgut im Sächsischen Staatsarchiv - Anforderungen, Hilfsmittel, Maßnahmeplanung und -durchführung (2009)
http://www.slub-dresden.de/fileadmin/groups/slubsite/Ueber_uns/Bestandserhaltung/Vortrag_Kunze.pdf

 
 

Jörg Räuber:
Bestandsreinigung in der Deutschen Nationalbibliothek Leipzig (2009)
http://www.slub-dresden.de/fileadmin/groups/slubsite/Ueber_uns/Bestandserhaltung/Vortrag_R%C3%A4uber.pdf

 
 

Andreas Mälck:
Buchreinigungsprojekte der Staatsbibliothek zu Berlin (2009)
http://www.slub-dresden.de/fileadmin/groups/slubsite/Ueber_uns/Bestandserhaltung/Vortrag_Maelck.pdf

 
 

Einen allgemeinen Überblick über Methoden, Probleme und die gängigen Materialien in der Trockenreinigung graphischer Objekte:
Martina Noehles:
Die Kunst des Radierens - Radiermittel im Überblick
http://www.iada-home.org/pr0102_t.html#die%20kunst%20des%20radierens
[Erschienen in: PapierRestaurierung Vol. 3 (2002) - No.1, S. 22-28]

 
 

Mit spezifischen Eigenschaften bzw. der Weiterverarbeitung einzelner Produkte befassen sich die folgenden Beiträge:
Agnes W. Brokerhof, Suzan de Grott, José Luiz Pedersoli jr., Henk van Keulen, Birgit Reissland and Frank Ligterink:
Dry Cleaning - The Effects of New Wishab Spezialschwamm and Spezialpulver on Paper
http://www.iada-home.org/pr0202_t.html#dry%20cleaning
[Erschienen in: PapierRestaurierung Vol. 3 (2002) - No.2]

Bill Minter:
Eraser Crumbs of Staedtler Mars Plastic and Eberhard Faber 1954 "Magic Rub".
http://cool.conservation-us.org/byorg/abbey/an/an25/an25-5/an25-504.html

 
 


 

II. Lösen von Verklebungen zur Seitenübersicht

Das Lösen partieller Verklebungen, bspw. punktueller Montierungen an Graphikblättern, ist für den Restaurator oft eine sowohl technische als auch ethische Herausforderung. Vielfach fanden und finden für die Montierung oder notdürftige Reparatur von Papierobjekten und Bucheinbänden Materialien oder Techniken Verwendung, die restauratorischen Standards hinsichtlich des Alterungsverhaltens oder der Reversibilität nicht Genüge tun.

Ein Beispiel hierfür ist bekanntermaßen die Verwendung von Selbstklebestreifen, deren Alterungseigenschaften und Behandlungsprobleme in den folgenden Beiträgen umfassend vorgestellt werden:
Martin Strebel:
Das Ablösen von Selbstklebestreifen (2002)
http://www.atelierstrebel.ch/ctrb_daten/7_tesa.pdf

Merrily A. Smith u.a.:
Pressure-Sensitive Tape and Techniques for its Removal from Paper (1984)
http://cool.conservation-us.org/coolaic/sg/bpg/annual/v02/bp02-13.html

 
 

Ebenfalls interessant im Sinne einer allgemeinen Einführung ins Thema erscheint dieser, online nicht verfügbare Artikel:
O'Loughlin, Elissa and Laura Stiber:
A Closer Look at Pressure-Sensitive Adhesive Tapes: Update on Conservation Strategies. IPC Conference Papers Manchester 1992. London: Institute of Paper Conservation, 1993 Pp. 280-287.

 
 

Mit technischen Einzelaspekten befaßt sich der folgende Beitrag:
Ted Stanley:
A Tool for Pressure Sensitive Tape Removal (1998)
http://cool.conservation-us.org/coolaic/sg/bpg/annual/v17/bp17-16.html

 
 

M. Bonet, S. Muñoz-Viñas & F. Cases:
Eine Bermerkung zur Reversibilität von Klebungen mit Cellulosederivaten: Zu ihrem Nachweis auf der Oberfläche von Kulturobjekten mittels modifizierter FTIR
[A Note on the Reversibility of Cellulose Ethers. Detection on Artwork Surfaces Using Modified FTIR]
http://www.degruyter.com/view/j/rest.2007.28.issue-1/rest.2007.29/rest.2007.29.xml
[Erschienen in: Restaurator Vol. 28 (2007) - No. 1, S. 29–38]

 
 

Dirk Schönbohm, Agnes Blüher & Gerhard Banik:
Enzyme in lösemittelhaltigen Kompressen zum Entfernen von Klebern auf Stärkebasis von tintenfraßgeschädigten Handschriften
[Enzymes in Solvent Conditioned Poultices for the Removal of Starch-based Adhesives from Iron Gall Ink Corroded Manuscripts]
http://www.degruyter.com/view/j/rest.2004.25.issue-4/rest.2004.267/rest.2004.267.xml
[Erschienen in: Restaurator Vol. 25 (2004) - No. 4, S. 267-280]

 
 

Jane L. Down, R. Scott Williams, Season Tse und Sherry Guild:
Das "CCI Tapes and Head-Set-Tissues"-Projekt: Beschreibung und Statusbericht
http://www.iada-home.org/pr0106_t.html#the%20cci%20tapes%20and%20head-set%20tissues%20project
[Erschienen in: PapierRestaurierung Vol. 7 (2006) - No. 1]

 
 

Anja Koschel:
Abnahme von Klebestreifen. Untersuchungen zum Einsatz von Carbopol-Gelen beim Ablösen von filmoplast®-Produkten
http://www.iada-home.org/pr0205_t.html#abnahme%20von%20klebestreifen
[Erschienen in: PapierRestaurierung Vol. 6 (2005) - No. 2]

 
 

Selbstklebefolie findet leider auch zur ganzflächigen Laminierung von Bucheinbänden oder sogar Graphikblättern Verwendung. Die dadurch bei ihrer Entfernung entstehenden Probleme behandelt dieser Beitrag:
Eva Galinsky, Barbara Hassel, Gerhard Banik und Marina van Bos:
Delamination - Abnahme von Kunststoffolien von Notenhandschriften (1999)
http://cool.conservation-us.org/iada/ta99_165.pdf

 
 

Die historisch vielfach dokumentierte Verwendung von modifizierten Kleistergemischen, die durch den Zusatz von Alaun oder Proteinleimen weniger quellbar und damit auch weniger flexibel gemacht wurden, bedingt sowohl spezifische Schadensbilder gerade an punktuell montierten Blättern als auch eine erschwerte Lösbarkeit der Verklebung. Hier hat sich der kontrollierte Einsatz von Enzymen, speziell in Form der eigens entwickelten Kompressenanwendung bewährt.
Agnes Blüher, Ingrid Schwarz, Gerhard Banik, Gerlinde Römer und Elisabeth Thobois:
Eine gebrauchsfertige Enzymkompresse zur Ablösung von Stärkekleisterverklebungen (1999)
http://cool.conservation-us.org/iada/ta99_139.pdf

 
 

Allgemeine Informationen über die Anwendung von Enzymen bei der Restaurierung von Papierobjekten geben die folgenden Beiträge:
Harold M. Erickson:
Usage Recommendations for a-Amylases: Maximizing Enzyme Activity while Minimizing Enzyme-Artifact Binding Residues (1992)
http://cool.conservation-us.org/coolaic/sg/bpg/annual/v11/bp11-04.html

Theresa Meyer Andrews, William W.Andrews, Cathleen Baker:
An Investigation into the Removal of Enzymes From paper Following Conservation Treatment (1992)
http://cool.conservation-us.org/coolaic/sg/bpg/annual/v09/bp09-01.html

 
 

Mithilfe von BRENDA, der Enzym-Datenbank der Uni Köln, kann man sich selbständig über die Eigenschaften der verwendeten Enzyme informieren:
http://www.brenda.uni-koeln.de/

 
 

Auch in technisch weniger komplizierten Fällen kann das Lösen einer Verklebung allein durch die Frage nach der Authentizität einer Originalmontierung oder durch ungünstige Materialkombinationen ganz individuelle Problemlösungsstrategien erfordern - einige davon seien an dieser Stelle exemplarisch vorgestellt:
Elizabeth Leslie Coombs:
Removing Mounts from Works of Art on Paper: Case Histories to Illustrate the Decision-making Process (1994)
http://cool.conservation-us.org/coolaic/sg/bpg/annual/v13/bp13-05.html

Bill Minter:
Removing Back-to-Back Labels (1998)
http://cool.conservation-us.org/coolaic/sg/bpg/annual/v17/bp17-11.html

Nancy Ash:
The Use of Gore-Tex to Transmit Solvent Vapors in the Treatment of Drawings by Henry Ossawa Tanner (1993)
http://cool.conservation-us.org/coolaic/sg/bpg/annual/v12/bp12-01.html

Elizabeth C. Wendelin:
Tip: Dry and Moist Heat Adhesive Removal Applications (1996)
http://cool.conservation-us.org/coolaic/sg/bpg/annual/v15/bp15-20.html

 
 


 

III. Fleckentfernung zur Seitenübersicht

Meta Kojc, Jasna Malesic:
Stockflecken - Identifikation und restauratorische Behandlung von zwei zeitgenössischen Radierungen
http://www.iada-home.org/pr0112_t.html#foxing
Erschienen in: Journal of PaperConservation Vol. 13 (2012) - No. 1

 

 

Der Einsatz von Lösemitteln in der Papierrestaurierung dient nicht nur zur Lösung nicht-wasserlöslicher Verklebungen, wie dies in einigen oben genannten Fällen beschrieben wird, sondern kann auch zur Fleckentfernung hilfreich sein. Zur allgemeinen Einführung empfiehlt sich das Standardwerk:
Gerhart Banik, Gabriele Krist (Hrsg.):
Lösungsmittel in der Restaurierung, Wien: Verl. Der Apfel 52003

 
 

Den Einsatz verschiedener Lösemittel zur Entfernung von durch Mikroorganismenbefall verursachten Verfärbungen beschreibt dieser Beitrag:
Hanna Szczepanowska, Charles M. Lovett:
A Study of the Removal and Prevention of Fungal Stains on Paper (1992)
http://cool.conservation-us.org/jaic/articles/jaic31-02-001.html

 
 

Beim Einsatz von Lösungsmitteln stellt sich immer auch die Frage nach der Reversibilität der Behandlung, bzw. nach der Retention des verwendeten Lösemittels im Papiervlies. Diese Frage untersucht der folgende Beitrag:
J.S. Arney, L.B. Pollack:
The Retention of Organic Solvents in Paper (1980)
http://cool.conservation-us.org/jaic/articles/jaic19-02-002.html

 
 

Nicht nur Lösemittel werden zur Fleckentfernung verwendet. Immer wieder gibt es auch Versuche mit innovativen Technologien. Dieser Beitrag untersucht die Verwendung von Laser für die Entfernung von Verfärbungen, die durch Mikroorganismenbefall verursacht wurden:
Hanna Maria Szczepnowska, William R. Moomaw:
Laser Stain Removal of Fungus-Induced Stains from Paper (1994)
http://cool.conservation-us.org/jaic/articles/jaic33-01-002.html

 
 


 

IV. Kompressenbehandlung zur Seitenübersicht

In manchen Fällen werden für lokale Behandlungen Kompressen eingesetzt. Je nach der gewählten Kombination aus Applikationsmedium (verwendet werden oft Silikate oder Gele, aber auch Löschpapiere) und Lösungsmittel oder Wasser erfolgt eine kontrollierte Abgabe des Lösemittels und gleichzeitige Absorption der angelösten Substanzen. Auch die oben bereits genannten Enzymkompressen zum Lösen von verhärteten Kleisterverklebungen sind ein inzwischen gängiges Beispiel.

 
 

Dieser Beitrag beschreibt ein Beispiel für eine Papierkompresse:
Bettina Kosel, Ulrike Hähner und Andrea Pataki: Die Marburger Salzbände. Reduzierung hoher Salzkonzentrationen aus Büchern
http://www.iada-home.org/pr0204_t.html#die%20marburger%20salzb%C5%A0nde
[Erschienen in: PapierRestaurierung Vol. 5 (2004) - No. 2]

 
 

Andrea Pataki:
Herstellung von feuchteaktivierbaren Tissues und deren Anwendung in der Praxis
[Remoistenable Tissue Preparation and its Practical Aspects]
http://www.degruyter.com/view/j/rest.2009.30.issue-1/rest.004/rest.004.xml
[Erschienen in: Restaurator Vol. 30 (2009) - No. 1-2, Seite 51–69]

 
 

Geschäftsstelle:
Universitäts- und Landesbibliothek Münster
Krummer Timpen 3-5, 48143 Münster
E-mail: office@forum-bestandserhaltung.de