| Unter dem Oberbegriff "partielle Behandlung" werden unterschiedliche Verfahren
zusammengefasst, die im Regelfall einer ganzflächigen Blattbehandlung
vorausgehen sollten. Diese finden meist für die Bearbeitung individueller
Blattpartien Verwendung, werden aber im Einzelfall auch zur Behandlung ganzflächig
vorliegenden Schadensbilder (also einer flächigen Verschmutzung oder
eines ein- oder beidseitig laminierten Einzelblattes) eingesetzt.
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I. Trockenreinigung  |
Bert Jacek:
Das "weiche Feinstrahlen". Ein neuer Ansatz zur Trockenreinigung von Papier und Pergament
http://www.restauro.de/archiv/zeitschrift/restauro-3-2013.html
[Erschienen in: Restauro Heft 3/2013]
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Petra Weigel, Christian Kreienbrink:
Papierreinigung mit Elektrostatik - Entstaubung, Reinigung und Neuordnung der Kartensammlung Perthes
http://www.restauro.de/archiv/zeitschrift/restauro-2-2013.html
[Erschienen in: Restauro Heft 2/2013, S. 39-43]
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Universitäts- und Forschungsbibliothek Erfurt/Gotha:
Reinigung von Papier mit elektrostatischer Folie
http://www.uni-erfurt.de/fileadmin/public-docs/Sammlung_Perthes/Projekte/Bibliophilia_Reinigungsanlage.pdf
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Barbara Kunze:
Trockenreinigung von Archivgut im Sächsischen Staatsarchiv - Anforderungen, Hilfsmittel, Maßnahmeplanung und -durchführung (2009)
http://www.slub-dresden.de/fileadmin/groups/slubsite/Ueber_uns/Bestandserhaltung/Vortrag_Kunze.pdf
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Jörg Räuber:
Bestandsreinigung in der Deutschen Nationalbibliothek Leipzig (2009)
http://www.slub-dresden.de/fileadmin/groups/slubsite/Ueber_uns/Bestandserhaltung/Vortrag_R%C3%A4uber.pdf
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Andreas Mälck:
Buchreinigungsprojekte der Staatsbibliothek zu Berlin (2009)
http://www.slub-dresden.de/fileadmin/groups/slubsite/Ueber_uns/Bestandserhaltung/Vortrag_Maelck.pdf
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Einen allgemeinen Überblick über Methoden, Probleme und die
gängigen Materialien in der Trockenreinigung graphischer Objekte:
Martina Noehles:
Die Kunst des Radierens - Radiermittel im Überblick
http://www.iada-home.org/pr0102_t.html#die%20kunst%20des%20radierens
[Erschienen in: PapierRestaurierung Vol. 3 (2002) - No.1, S. 22-28]
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Mit spezifischen Eigenschaften bzw. der Weiterverarbeitung einzelner Produkte befassen sich die folgenden Beiträge:
Agnes W. Brokerhof, Suzan de Grott, José Luiz Pedersoli jr., Henk van Keulen, Birgit Reissland and Frank Ligterink:
Dry Cleaning - The Effects of New Wishab Spezialschwamm and Spezialpulver on Paper
http://www.iada-home.org/pr0202_t.html#dry%20cleaning
[Erschienen in: PapierRestaurierung Vol. 3 (2002) - No.2]
Bill Minter:
Eraser Crumbs of Staedtler Mars Plastic and Eberhard Faber 1954 "Magic Rub".
http://cool.conservation-us.org/byorg/abbey/an/an25/an25-5/an25-504.html
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II. Lösen von Verklebungen 
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| Das Lösen partieller Verklebungen, bspw. punktueller Montierungen
an Graphikblättern, ist für den Restaurator oft eine sowohl technische
als auch ethische Herausforderung. Vielfach fanden und finden für die
Montierung oder notdürftige Reparatur von Papierobjekten und Bucheinbänden
Materialien oder Techniken Verwendung, die restauratorischen Standards hinsichtlich
des Alterungsverhaltens oder der Reversibilität nicht Genüge tun.
Ein Beispiel hierfür ist bekanntermaßen die Verwendung von
Selbstklebestreifen, deren Alterungseigenschaften und Behandlungsprobleme
in den folgenden Beiträgen umfassend vorgestellt werden:
Martin Strebel:
Das Ablösen von Selbstklebestreifen (2002)
http://www.atelierstrebel.ch/ctrb_daten/7_tesa.pdf
Merrily A. Smith u.a.:
Pressure-Sensitive Tape and Techniques for its Removal from Paper (1984)
http://cool.conservation-us.org/coolaic/sg/bpg/annual/v02/bp02-13.html
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Ebenfalls interessant im Sinne einer allgemeinen Einführung ins Thema
erscheint dieser, online nicht verfügbare Artikel:
O'Loughlin, Elissa and Laura Stiber:
A Closer Look at Pressure-Sensitive Adhesive Tapes: Update on Conservation
Strategies. IPC Conference Papers Manchester 1992. London: Institute of
Paper Conservation, 1993 Pp. 280-287.
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Mit technischen Einzelaspekten befaßt sich der folgende Beitrag:
Ted Stanley:
A Tool for Pressure Sensitive Tape Removal (1998)
http://cool.conservation-us.org/coolaic/sg/bpg/annual/v17/bp17-16.html
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M. Bonet, S. Muñoz-Viñas & F. Cases:
Eine Bermerkung zur Reversibilität von Klebungen mit Cellulosederivaten: Zu ihrem Nachweis auf der Oberfläche von Kulturobjekten mittels modifizierter FTIR
[A Note on the Reversibility of Cellulose Ethers. Detection on Artwork Surfaces Using Modified FTIR]
http://www.degruyter.com/view/j/rest.2007.28.issue-1/rest.2007.29/rest.2007.29.xml
[Erschienen in: Restaurator Vol. 28 (2007) - No. 1, S. 29–38]
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Dirk Schönbohm, Agnes Blüher & Gerhard Banik:
Enzyme in lösemittelhaltigen Kompressen zum Entfernen von Klebern auf Stärkebasis von tintenfraßgeschädigten Handschriften
[Enzymes in Solvent Conditioned Poultices for the Removal of Starch-based Adhesives from Iron Gall Ink Corroded Manuscripts]
http://www.degruyter.com/view/j/rest.2004.25.issue-4/rest.2004.267/rest.2004.267.xml
[Erschienen in: Restaurator Vol. 25 (2004) - No. 4, S. 267-280]
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Jane L. Down, R. Scott Williams, Season Tse und Sherry Guild:
Das "CCI Tapes and Head-Set-Tissues"-Projekt: Beschreibung und Statusbericht
http://www.iada-home.org/pr0106_t.html#the%20cci%20tapes%20and%20head-set%20tissues%20project
[Erschienen in: PapierRestaurierung Vol. 7 (2006) - No. 1]
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Anja Koschel:
Abnahme von Klebestreifen. Untersuchungen zum Einsatz von Carbopol-Gelen beim Ablösen von filmoplast®-Produkten
http://www.iada-home.org/pr0205_t.html#abnahme%20von%20klebestreifen
[Erschienen in: PapierRestaurierung Vol. 6 (2005) - No. 2]
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Selbstklebefolie findet leider auch zur ganzflächigen Laminierung
von Bucheinbänden oder sogar Graphikblättern Verwendung. Die dadurch
bei ihrer Entfernung entstehenden Probleme behandelt dieser Beitrag:
Eva Galinsky, Barbara Hassel, Gerhard Banik und Marina van Bos:
Delamination - Abnahme von Kunststoffolien von Notenhandschriften (1999)
http://cool.conservation-us.org/iada/ta99_165.pdf
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Die historisch vielfach dokumentierte Verwendung von modifizierten Kleistergemischen,
die durch den Zusatz von Alaun oder Proteinleimen weniger quellbar und damit
auch weniger flexibel gemacht wurden, bedingt sowohl spezifische Schadensbilder
gerade an punktuell montierten Blättern als auch eine erschwerte Lösbarkeit
der Verklebung. Hier hat sich der kontrollierte Einsatz von Enzymen, speziell
in Form der eigens entwickelten Kompressenanwendung bewährt.
Agnes Blüher, Ingrid Schwarz, Gerhard Banik, Gerlinde Römer und Elisabeth Thobois:
Eine gebrauchsfertige Enzymkompresse zur Ablösung von Stärkekleisterverklebungen (1999)
http://cool.conservation-us.org/iada/ta99_139.pdf
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Allgemeine Informationen über die Anwendung von Enzymen bei der Restaurierung
von Papierobjekten geben die folgenden Beiträge:
Harold M. Erickson:
Usage Recommendations for a-Amylases: Maximizing Enzyme Activity while Minimizing
Enzyme-Artifact Binding Residues (1992)
http://cool.conservation-us.org/coolaic/sg/bpg/annual/v11/bp11-04.html
Theresa Meyer Andrews, William W.Andrews, Cathleen Baker:
An Investigation into the Removal of Enzymes From paper Following Conservation Treatment (1992)
http://cool.conservation-us.org/coolaic/sg/bpg/annual/v09/bp09-01.html
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Mithilfe von BRENDA, der Enzym-Datenbank der Uni Köln, kann man sich
selbständig über die Eigenschaften der verwendeten Enzyme informieren:
http://www.brenda.uni-koeln.de/
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Auch in technisch weniger komplizierten Fällen kann das Lösen einer Verklebung allein durch die Frage nach der Authentizität einer
Originalmontierung oder durch ungünstige Materialkombinationen ganz individuelle Problemlösungsstrategien erfordern - einige davon seien
an dieser Stelle exemplarisch vorgestellt:
Elizabeth Leslie Coombs:
Removing Mounts from Works of Art on Paper: Case Histories to Illustrate the Decision-making Process (1994)
http://cool.conservation-us.org/coolaic/sg/bpg/annual/v13/bp13-05.html
Bill Minter:
Removing Back-to-Back Labels (1998)
http://cool.conservation-us.org/coolaic/sg/bpg/annual/v17/bp17-11.html
Nancy Ash:
The Use of Gore-Tex to Transmit Solvent Vapors in the Treatment of Drawings by Henry Ossawa Tanner (1993)
http://cool.conservation-us.org/coolaic/sg/bpg/annual/v12/bp12-01.html
Elizabeth C. Wendelin:
Tip: Dry and Moist Heat Adhesive Removal Applications (1996)
http://cool.conservation-us.org/coolaic/sg/bpg/annual/v15/bp15-20.html
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III. Fleckentfernung  |
Meta Kojc, Jasna Malesic:
Stockflecken - Identifikation und restauratorische Behandlung von zwei zeitgenössischen Radierungen
http://www.iada-home.org/pr0112_t.html#foxing
Erschienen in: Journal of PaperConservation Vol. 13 (2012) - No. 1
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Der Einsatz von Lösemitteln in der Papierrestaurierung dient nicht nur zur Lösung nicht-wasserlöslicher Verklebungen, wie dies in
einigen oben genannten Fällen beschrieben wird, sondern kann auch zur Fleckentfernung hilfreich sein. Zur allgemeinen Einführung empfiehlt
sich das Standardwerk:
Gerhart Banik, Gabriele Krist (Hrsg.):
Lösungsmittel in der Restaurierung, Wien: Verl. Der Apfel 52003
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Den Einsatz verschiedener Lösemittel zur Entfernung von durch Mikroorganismenbefall
verursachten Verfärbungen beschreibt dieser Beitrag:
Hanna Szczepanowska, Charles M. Lovett:
A Study of the Removal and Prevention of Fungal Stains on Paper (1992)
http://cool.conservation-us.org/jaic/articles/jaic31-02-001.html
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Beim Einsatz von Lösungsmitteln stellt sich immer auch die Frage
nach der Reversibilität der Behandlung, bzw. nach der Retention des
verwendeten Lösemittels im Papiervlies. Diese Frage untersucht der
folgende Beitrag:
J.S. Arney, L.B. Pollack:
The Retention of Organic Solvents in Paper (1980)
http://cool.conservation-us.org/jaic/articles/jaic19-02-002.html
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Nicht nur Lösemittel werden zur Fleckentfernung verwendet. Immer
wieder gibt es auch Versuche mit innovativen Technologien. Dieser Beitrag
untersucht die Verwendung von Laser für die Entfernung von Verfärbungen,
die durch Mikroorganismenbefall verursacht wurden:
Hanna Maria Szczepnowska, William R. Moomaw:
Laser Stain Removal of Fungus-Induced Stains from Paper (1994)
http://cool.conservation-us.org/jaic/articles/jaic33-01-002.html
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IV. Kompressenbehandlung 
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| In manchen Fällen werden für lokale Behandlungen Kompressen
eingesetzt. Je nach der gewählten Kombination aus Applikationsmedium
(verwendet werden oft Silikate oder Gele, aber auch Löschpapiere) und
Lösungsmittel oder Wasser erfolgt eine kontrollierte Abgabe des Lösemittels
und gleichzeitige Absorption der angelösten Substanzen. Auch die oben
bereits genannten Enzymkompressen zum Lösen von verhärteten Kleisterverklebungen
sind ein inzwischen gängiges Beispiel.
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Dieser Beitrag beschreibt ein Beispiel für eine Papierkompresse:
Bettina Kosel, Ulrike Hähner und Andrea Pataki:
Die Marburger Salzbände. Reduzierung hoher Salzkonzentrationen aus Büchern
http://www.iada-home.org/pr0204_t.html#die%20marburger%20salzb%C5%A0nde
[Erschienen in: PapierRestaurierung Vol. 5 (2004) - No. 2]
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Andrea Pataki:
Herstellung von feuchteaktivierbaren Tissues und deren Anwendung in der Praxis
[Remoistenable Tissue Preparation and its Practical Aspects]
http://www.degruyter.com/view/j/rest.2009.30.issue-1/rest.004/rest.004.xml
[Erschienen in: Restaurator Vol. 30 (2009) - No. 1-2, Seite 51–69]
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