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Schimmelbekämpfung: Prophylaxe und Magazinhygiene
Ein Beitrag von Dr. Berthold Jäger, Fulda

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I. Lebensbedingungen der Schimmelpilze

Sporen von Schimmelpilze sind "obligater Bestandteil des Hausstaubs" und "ubiquitär" (ELIXMANN u.a., S. 44f.). In jedem größeren Bibliotheks- oder Archivmagazin gibt es Millionen davon, allerdings überwiegend inaktiv. Doch können sich Schimmelpilze unter bestimmten Lebensbedingungen besonders gut vermehren:
 

Wärme (verursacht durch Sonneneinstrahlung oder stehende Luftverhältnisse),
Feuchtigkeit (zum einen witterungsbedingt, also vornehmlich im Frühjahr und Herbst azutreffen, zum anderen durch bauliche Gegebenheiten gefördert),
staubbefallenes Schriftgut in verschmutzten Magazinen.

Schimmelpilze selbst sind äußerst anspruchslos.
 

Sie wachsen in einem weiten Temperaturbereich (Minimaltemperatur um 0° C, Optimaltemperatur bei 25-35° C, Maximaltemperatur zwischen 30 und 40° C). Bei Unterschreiten der Minimaltemperatur und bei Überschreiten der Maximaltemperatur stellen sie ihr Wachstum ein, die Sporen bleiben aber trotzdem lebensfähig.
Ihre Nährstoffe gewinnen sie aus abgestorbenen organischen Substanzen, die sie zersetzen, sowie aus Spurenelementen. Neben der Zusammensetzung des Nährsubstrats selbst (Papier, Pergament, Leder, Textilien, Holz, aber auch Klebe- und Bindemittel wie Leim, Kleister, Kunstharzdispersionen) sind dessen Gehalt an freiem Wasser (Wasseraktivität Aw-Wert: im Minimalbereich zwischen 0,62 und 0,85, im Optimum bei 0,92 bis 0,99) und sein pH-Wert (optimal für Schimmelpilze: pH 4,5 bis 6,5, Maximalwerte: pH 8 und darüber, Minimalwerte: pH 2 und darunter) für die Vermehrung der Schimmelpilze von Bedeutung.
Eine weitere Voraussetzung für Pilzwachstum ist Sauerstoff - Pilze sind aerob, benötigen jedoch in der Regel nur geringe Mengen.

Am "Lebensprofil" der Mikroorganismen haben sich die einzelnen Maßnahmen der Vorbeugung ("Preservation") und der "konservatorischen Prophylaxe" auszurichten. Da Schimmelpilzsporen überwiegend inaktiv sind, kommt es in erster Linie darauf an, die Voraussetzungen für ihre Reaktivierung, für ihr Wachstum und für die Aufnahme ihrer schädlichen Tätigkeiten an Buch- und Schriftgut zu unterbinden (und wenn dies nicht möglich ist: weiteren Befall zumindest zu begrenzen). Allgemein formuliert handelt es sich dabei um Maßnahmen zur Reduzierung von Wärme, Feuchtigkeit, Licht, Staub und Abgasen. Gleich, ob es sich um Neubauten von Bibliotheken oder Archiven handelt, für die planerische Vorgaben eingebracht werden können, oder ob man auf vorhandene Mängel in bestehenden Gebäuden reagieren muß, vorrangig ist sicherzustellen, daß die Temperatur- und Feuchtigkeitswerte in unseren Magazinen und Lesesälen "stimmen", daß die im Hinblick auf die Sicherung des Erhaltungszustands von Büchern und Archivalien "kanonisierten" Richtwerte von 16-18° Celsius und 50% (+/- 5%) relativer Luftfeuchtigkeit weitgehend eingehalten werden und daß Sauberkeit herrscht.
 

II. Prophylaxe mittels baulicher Voraussetzungen (bei Neubauten)

Aufbewahrungsräume für Bücher und Archivalien sollten so gebaut werden, daß sich in ihnen "ein stabiles und gleichmäßiges Raumklima einstellt, zu dessen Regulierung technische Maßnahmen nur in möglichst geringem Umfang erforderlich sind" (ISO-CD-Norm 11799 "Anforderungen an die Aufbewahrung von Archiv- und Bibliotheksgut"). Erreicht werden kann das durch die Verwendung von Materialien für die äußeren Mauern, Dach und Fußböden, "die weitestmöglich das Innere von äußeren Klimawechseln isolieren," sowie von Materialien für Innenwände, Böden und Decken, welche eine hohe thermale und hygroskopische Kapazität haben.
Große Bedeutung kommt der Erwärmung der Außenwände resp. der Außenisolierung zu - sog. "Kältebrücken" im Bereich von Außenwänden (deutlich sichtbar durch Kondensatbildung) sind eine häufig übersehene Gefahrenquelle!
Ebenso ist Wert auf ausreichenden Lichtschutz durch die Möglichkeit der Abdunklung und Isolierung von Fensterflächen (Vorhänge, Jalousien, Blenden, Fensterläden) sowie durch die Verwendung "objektschonender" Beleuchtungskörper (indirekte Beleuchtung, Leuchtstofflampen, welche diffuses Licht verbreiten, Glühlampen mit Hitzefiltern, Glasfaserbeleuchtungssysteme) zu legen.
Doch ist auch darauf zu achten, daß wärme- und lärmhemmende Baumaßnahmen nicht zu Lasten einer kontinuierlichen Frischluftzufuhr gehen und so zu einer erhöhten Feuchtigkeitsbelastung der Luft und damit auch der Bibliotheks- resp. Archivbestände führen. Eine kontrollierte, automatische Raumlüftung ist als Korrelat oder als Korrektiv des Heizungssystems, auch als Ausgleich für eine fehlende Heizungsanlage praktisch unverzichtbar, die Lüftungsanlage steuert den Luftwechsel in Abhängigkeit von der Feuchtigkeit der Raumluft und der Temperatur.
Ist eine Kombination Lüftungsanlage-Umluftreinigung nicht möglich, sind wegen der kontinuierlichen und nicht zu verhindernden Staubbildung und Staubablagerung und angesichts der Verbreitung der Schimmelpilze in geschlossenen Räumen vorwiegend durch die Luft Voraussetzungen für bescheidenere Luftreinigungsmaßnahmen zu schaffen (kleine Fenster als Voraussetzung für Durchzug; "Luftwäsche" im Zuge von Be- und Entfeuchtungen mittels automatischer oder stationärer Anlagen, deren verwendete Filtertechniken nachweisbar kontaminierten Feinststaub abscheiden können; Einsatz von Staubsaugern mit Feinstaubfiltern).

 

III. "Prophylaktische Konservierung" (in einem bestehenden Gebäude)

Auch hier haben die vorrangigen Anstrengungen der Schaffung eines befall- und wachstumshemmenden, d.h. konstanten Raumklimas zu gelten. Dabei ist nach Untersuchungen von Prof. Fuchs "eine absolut stabile Temperatur nicht so wichtig wie eine relativ stabile Luftfeuchtigkeit" (FUCHS, S. 77). Für das Schimmelpilzwachstum relevant ist sogar nur die Feuchtigkeit des befallenen Objekts, die Objektfeuchte, welche sich nach der Dichte des Materials richtet und von der äußeren relativen Luftfeuchte nach oben oder unten abweichen kann.
Die gebäudebezogenen Maßnahmen zur Klimaregelung reichen vom Einbau einer Klimaanlage oder einer herkömmlichen Heizung über automatische Entfeuchter hin zu indirekter Beleuchtung, Klappläden oder Sonnenschutzrollos, wobei die Kombination aller genannten Vorrichtungen sinnvoll ist.
Über solche "äußeren" Rahmenbedingungen hinaus sind ergänzend oder fakultativ weitere Präventivmaßnahmen denkbar bzw. erforderlich.
Tägliche Messungen (und Aufzeichnungen) der Feuchtigkeit und der Temperatur bieten Anhaltspunkte für die weitere Vorgehensweise. Für die Messungen sollten vorzugsweise Geräte verwendet werden, "welche die Meßdaten zu verschiedenen Tages- und Jahreszeiten aufzeichnen" (ISO-CD-Norm 11799). Dabei sollten die Sensoren der Meßgeräte "das allgemein im Magazinbereich herrschende Raumklima" ebenso erfassen wie die Ausnahmebedingungen an Außenwänden, in der Nähe von Heizkörpern oder einer Luftumwälzungseinheit. Werden die "Richtwerte" (20° C, 60% relative Luftfeuchtigkeit) überschritten, sind Gegenmaßnahmen einzuleiten.
Zum einen ist dies der Entzug von Feuchtigkeit. Dies kann durch Einsatz von mobilen Entfeuchtungsgeräten bzw. durch Auslegen von Silicagel oder Kalziumchlorid geschehen.
Zum anderen ist das der Entzug von Wärme. Fenster können abgedunkelt und isoliert werden, beispielsweise mit Packpapier (womit eine Temperaturreduzierung von 3-4° C erreicht werden kann), auch Durchzug und Lichtschutz (durch Abdeckung von Beleuchtungskörpern) bringt Wärmeverlust.
Das Lüften der Räume ist allerdings sorgfältig zu handhaben. Zum falschen Zeitpunkt angewandt, bewirkt es lediglich Feuchtigkeitszufuhr; Sinn macht es nur, "wenn die 'absolute Feuchtigkeit' der Außenluft geringer ist als die des Depotraumes" (HÖDL, Schimmelpilze auf Bibliotheksgut, S. 140).
Langfristig erforderlich sind daneben stichprobenartige Kontrollen der Bestände und bei sichtbarem resp. nachgewiesenem Befall Isolierungsmaßnahmen. Eine einfache und zuverlässige Prüfmethode bietet sich mit den sog. Wischtestern an, die den Nachweis keimfähiger Schimmelpilze - wie auch den von Bakterien - an festen Oberflächen erlauben. Die Sachkosten für einen Test liegen bei etwa 20 DM.
Wenn die Keimfähigkeit von Pilzen nachgewiesen wird und das Objekt, obwohl äußerlich vielleicht noch unauffällig, bereits geschädigt wurde, ist schnelles und konsequentes Handeln angesagt:
Bei einem Neubefall sind zunächst Umfang und Ursache des Schadens zu ermitteln und dann die Objekte in kühlen, trochenen Räumen zu isolieren. Danach sollte man das Klima, vor allem die Feuchtigkeit, in den Griff zu bekommen suchen, anschließend Regale und Fußböden reinigen und desinfizieren. Nach der Raumreinigung sollte man sich der Behandlung der Objekte zuwenden.
Auch bei einem Altbefall ist zunächst der Schadensumfang zu bestimmen. Beim Nachweis lebensfähiger Pilzkulturen steht wieder die Klimakontrolle im Vordergrund, gefolgt von Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen. Werden keine lebensfähigen Pilzkulturen, sondern nur abgestorbene Schimmelsporen ermittelt, so sind trotzdem alle geschädigten Objekte zu reinigen.
Bei Neuzugängen sollte man sich nicht mit Stichproben begnügen, sondern eine umfassende Kontrolle durchführen und im Zweifelsfall vorerst auf eine Einverleibung in den regulären Bestand verzichten. Sind die Objekte "noch feucht oder klamm (...), handelt es sich um einen akuten Notfall - die Pilze sind in ständigem Wachstum" (HABERDITZL, S. 276), bei trockenen Objekten sind Keimfähigkeitstests durchzuführen. Nach der Diagnose verfährt man wie oben beschrieben.
Die Luft sollte möglichst "frei sein von Verschmutzung, von sauren und oxidationsfördernden Gasen und von Staub" (ISO-CD-Norm 11799). Eine Reinigung der Luft kann durch kräftiges Lüften, durch stationäre Umluftgeräte und durch Luftentfeuchter erreicht werden.
Regelmäßiges Entstauben bzw. Absaugen verstaubter Bestände samt der Regale, auf denen sie untergebracht sind, entzieht dem Schimmelpilz seine Ausgangsbasis! Eingesetzt werden dürfen dabei nur Staubsauger mit Keim- bzw. Absolutfilter.
Magazinböden und Regale, überhaupt alle glatten Oberflächen (Tische, Kästen und Truhen) sollten einer regelmäßigen feuchten Scheuer- bzw. Flächendesinfektion unterzogen werden. Trockene Reinigungsaktionen bewirken lediglich ein gleichmäßiges Verteilen und Aufwirbeln eventuell vorhandener Pilzkolonien.
Sauberkeitskontrollen können durch bloßen Augenschein oder durch Wischen mit dem (behandschuhten) Finger vorgenommen werden; professioneller und sicherer ist natürlich die Arbeit mit Luftkeime-Sammlern bzw. mit Wischtestern.
Bei unzureichender Wärmeisolierung der (Außen-)Wände und dadurch hervorgerufenen Feuchtigkeitsschwankungen samt Schimmelbildungen können fungizide Anstriche ohne toxikoligische Nebenwirkungen oder Flächendesinfektionsmittel in Sprayform ein Pilzwachstum verhindern.
Bucheinbände sowie Faszikeldeckel, maßgefertigte Schachteln und Schuber können durch Abwischen mit 80% Ethylalkohol und einer speziellen Desinfektionskombination keimfrei gemacht werden.
Ätherische Öle können wegen ihrer fungiziden bzw. fungistatischen Wirkung in pilzkontaminierten Lagerräumen über die Klimaanlage mit Erfolg eingesetzt werden. Auch Löschblätter, die in Schuber oder Faszikel eingelegt werden, um den Kontakt zwischen holzschliffhaltigen Kartons und säurearmem Papier zu unterbinden, können mit ätherischen Ölen oder Terpenen getränkt werden, um Schimmelwachstum zu verhindern.
In den Regalen, vor allem in Kompaktregalanlagen, auch in Archivschachteln resp. -boxen sowie bei verglasten und gerahmten Objekten herrscht ein vom Raumklima abweichendes Binnenklima. Die Feuchtigkeitswerte können um 5-15% höher sein! Bei Kompaktregalen müssen die Lüftungsanlagen mit erhöhter Luftgeschwindigkeit arbeiten. Aber auch bei "normalen" Regalsystemen ist auf ausreichenden Abstand zwischen den Regalen, zwischen Boden und unterstem Regelbrett sowie zwischen den einzelnen Regalbrettern zu achten. Für die Lagerung zu bündelnder oder besonders zu schützender Einzelstücke sollten Archivschachteln mit Luftschlitzen verwendet werden. Bei verglasten und gerahmten Objekten muß Luftaustausch gewährleistet sein. Daher sollte man Rahmen mit Öffnungen versehen, welche zur Vermeidung von Staubeindringung mit dünnem, luftdurchlässigem Japanpapier abgeklebt werden.
Da übersäuerte Bücher und Archivalien die Ansiedlung von Schimmelpilzen fördern, sollte auf die Anhebung des pH-Wertes und die Bildung einer alkalischen Reserve geachtet werden.
Die Vorsorgemaßnahmen gegen Schimmelpilzausbreitung sollten sich nicht zuletzt auch in einer ausreichenden "Notfallvorsorge" äußern. Der Ernstfall besteht immer in einer unvorhergesehenen oder auch unvorhersehbaren erheblichen Feuchtigkeitszufuhr, sei es durch einen Wasserrohrbruch, sei es durch Löschwasser nach einem Brand. Für solche Katastrophenfälle müssen in jeder Bibliothek und in jedem Archiv kompakte, aber konkrete Einsatzpläne vorliegen. Sie sollten aus einem "Alarmplan", der die Ansprechpartner innerhalb wie außerhalb der eigenen Organisation (mit dienstlichen und privaten, ständig zu aktualisierenden) Telefonnummern enthält, und Hinweisen für die grundsätzliche Vorgehensweise zur Rettung wassergeschädigter Druck- und Schriftmaterialien bestehen. Folgende Aspekte der Rettungsmaßnahmen sind anzusprechen:
 
1. Sicherheit von Personen (welche immer Vorrang hat),
2. Schutz des noch unversehrten Bibliotheksguts,
3. Bergung der beschädigten Unterlagen,
4. Konservatorische Sofortmaßnahmen,
5. Vorbereitung für eine schnell durchzufrierende Gefriertrocknung.

Dem Gefriertrocknen, das am besten von Papiertrocknungs-Service-Einrichtungen und Restauratoren vorgenommen wird, kommt bei größeren Wasserschäden zur Verhinderung von Schimmelbildung die entscheidende Bedeutung zu. Man sollte deshalb für den Notfall Gefrierbeutel, Einschweißgerät, Mullbinden, "naßfestes" Papier, wasserfeste Stifte, Wannen, Gefriertruhen, Umzugskartons etc. bereithalten und Absprachen mit Gefrieranlage-Betreibern getroffen haben.

 
 

 

Literatur
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Johanna G. WELLHEISER: Nonchemical Treatment Processes for Disinfestation of Insects and Fungi in Library Collections, München, London, New York, Paris 1992 (IFLA Publications; 60).

 
Zum Autor:
Dr. Berthold Jäger,
Leiter der Bibliothek des Bischöflichen Priesterseminars in Fulda,
Mitglied der EDBI-Kommission für Bestandserhaltung
E-mail: Bertold.Jaeger@web.de
Zum Artikel:
Kurzfassung eines auf der DBI-Fortbildungsveranstaltung "Schimmelbekämpfung" gehaltenen Referates (Erfurt, Januar 2000)
Stand: Dezember 2001

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