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Denkmalschutz für alte Bücher - Buchrestaurierung für die Stadt Mainz
Ein Beitrag von Annelen Ottermann und Annette Lang-Edwards, Mainz

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1987 zeigte die Stadtbibliothek Mainz eine Ausstellung zum Thema "Denkmalschutz für alte Bücher - Buchrestaurierung für die Stadt Mainz". Ziel dieser Ausstellung war es zum einen, auf die umfangreichen Altbestände der Stadtbibliothek hinzuweisen und den Ausstellungsbesucher und Bibliotheksbenutzer für die mit diesem Bestand verbundenen Verpflichtungen und Probleme zu sensibilisieren.

Zum anderen sollte die Ausstellung das Bewusstsein für die sehr komplexen Fragen schärfen, die mit der Buchrestaurierung verbunden sind und denen sich sowohl Restaurator als auch Bibliothekar stellen müssen.

Ein drittes Anliegen bestand darin, dem Besucher Einblicke in die heutige Arbeit eines Buchrestaurators zu eröffnen, Interesse und ein erhöhtes Verständnis für den Umgang mit dem alten Buch als einer historischen Quelle für die Forschung, einem Gegenstand buchwissenschaftlicher Untersuchungen sowie last but not least einem musealen Ausstellungsstück zu wecken.

 

I. Zur Geschichte der Stadtbibliothek Mainz und ihrer Bestände

Die Anfänge der Stadtbibliothek Mainz gehen zurück bis zum Jahr 1477, als die alte Mainzer Universität gegründet wurde. Seit dieser Zeit existierte eine kleine Büchersammlung, die allen vier Fakultäten als Bibliotheca Moguntinae Universitatis zugänglich war.

Die Universitätsbibliothek, die anfangs kein festes Bibliotheksgebäude hatte, zog 1740 mit der Universität auf die Große Bleiche in die Burse am Neubrunnenplatz um, wechselte Mitte des 19. Jahrhunderts in das ehemalige kurfürstliche Schloss, bis im Jahr 1912 das heutige neue Gebäude in der Rheinallee bezogen werden konnte.

Abb.1: Ansicht der Stadtbibliothek 1913, kurz nach dem Bau des neuen Gebäudes in der Rheinallee

Die Geschichte der Bibliothek war stets eng verknüpft mit der allgemeinen Mainzer Geschichte. So machten sich die Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges auch im bibliothekarischen Bereich bemerkbar, da die Bibliotheksbestände auf Geheiß Gustav Adolfs nicht unbedeutend dezimiert wurden.

Abb.2: Blick in das Handschriftenmagazin der Stadtbibliothek

Während der Wirren der französischen Zeit wurde die Universität 1798 aufgehoben, in eine Zentralschule und wenig später 1805 in ein Lyzeum umgeformt.

Im Jahr 1805 verfügte Napoleon die Überführung der ehemaligen Universitätsbibliothek in städtisches Eigentum - somit ist von der Mainzer Stadtbibliothek im heutigen Sinn seit 1805 zu sprechen.

Während des Zweiten Weltkrieges wurden die Bestände der Stadtbibliothek auf Grund vorsorglicher Auslagerung großer Bereiche sowie insbesondere dank des nächtlichen Wachdienstes der Bibliothekare nur unwesentlich beschädigt.

Ihre reichen Altbestände (in der Größenordnung von ca.130000 Bänden bis zum 19.Jahrhundert) verdankt die ehemalige Universitäts- und heutige Stadtbibliothek ihrer 500jährigen Geschichte.

Während der Bücherbesitz in der Frühzeit im wesentlichen durch Schenkungen aufgebaut wurde, erfuhr die Bibliothek im 18.Jahrhundert ihre entscheidenden Bestandserweiterungen durch die Auflösung von Mainzer Klöstern, von denen aufgrund des bedeutenden Umfangs ihrer Bibliotheken vor allem die Jesuitenniederlassung und die Kartause zu nennen sind.

Zu den besonderen Schätzen der Stadtbibliothek gehören natürlich die mehr als 2300 Inkunabeln oder Wiegendrucke - die frühesten Druckerzeugnisse aus der Zeit Gutenbergs bis zum Jahr 1500 (in der Stadtbibliothek werden Druckwerke bis etwa 1520 zu den Inkunabeln gerechnet).

Der überwiegende Teil der Inkunabeln wird als Dauerleihgabe im weltweit bekannten Gutenberg-Museum in einem speziellen Inkunabelmagazin aufbewahrt und in Einzelstücken im Museumsbereich ausgestellt.

In der Restaurierwerkstatt der Stadt Mainz werden schwerpunktmäßig die im Gutenberg-Museum ausgestellten Bände restauriert - einige der bereits restaurierten Inkunabeln waren im Rahmen der Ausstellung zusehen.

Dieser Band (unten links) mit dem Supralibros, dem auf dem Einband angebrachten Besitzvermerk des Pfalzgrafen Ottheinrich, gelangte nach Mainz, als die Heidelberger Niederlassung des Jesuitenordens 1649 aufgelöst und die Bestände an die Jesuitenniederlassung in Mainz - die größte ihrer Zeit - gelangten. Nach der Aufhebung des Jesuitenordens 1773 wurden die Bestände der Mainzer Jesuiten an die Mainzer Universitätsbibliothek übergeben.

Abb.3: Claudius Sesellius: De republica Galliae et regum officiis libri duo. Argentorati 1548 (Vb 848). Platten nach Haebler [1]: IV/II. Vorderseite: Otthainrich von G . C . Pfaltzgrave Bey Rhein Hertzog in Nideren und Obern Bairn. Rückseite: M . D . Z ( = Mit der Zeit) Wappen Pfalz O . H . P
Abb.4: Petrus Apianus: Cosmographia, cum notiis Gemmae Frisii. Antverpiae 1550 (III f: 4°/254).
1. Besitzeintrag: Collegij Soctis Jesu Heidelberge.
2. Besitzeintrag: Domus Prob. Societatis Jesu Provin: Rheni superioris. 3. Besitzeintrag: Ex Bibliotheca Universitatis Moguntinae (Bibliotheksstempel)
Abb.5: Handschrift Hs I 385. Aufgeschlagen ist der Beginn des Matthäusevangeliums mit der bewohnten Initiale "L": Liber generationis Jesu Christi filii David

Von der Überführung der Buchbestände des Heidelberger Jesuitenordens an die Mainzer Niederlassung legen auch die Eintragungen im Apianus Zeugnis ab (Abb.).

Den überwiegenden Teil der etwa 800 mittelalterlichen Handschriften verdankt die Stadtbibliothek der Mainzer Kartause [2].

Seit seiner Gründung setzte sich der Kartäuser-Orden in besonderem Maße für die Sammlung, das Abschreiben und die Pflege von Büchern ein.

Die hier abgebildete Pergamenthandschrift aus dem Kartäuserkloster gehört zu den ältesten und schönsten Beständen der Stadtbibliothek. Es handelt sich um ein im 11.Jahrhundert geschriebenes Evangeliar, eine Zusammenstellung der vier Evangelien.

Der große Altbestand der Mainzer Stadtbibliothek - in der Größenordnung von etwa 130000 Bänden bis zum 19.Jahrhundert - stellt nicht nur einen unermesslich hohen Wert dar, sondern verpflichtet darüber hinaus auch zu einer kontinuierlichen und konsequenten Bestandspflege.

Die Ausstellung "Denkmalschutz für alte Bücher - Buchrestaurierung für die Stadt Mainz" hatte auch zum Ziel, auf diesen Doppelaspekt hinzuweisen.

 

II. Einbandtechniken

Holzdeckelband

Bei einem Holzdeckelband, dem typischen Gebrauchseinband des Mittelalters und der frühen Neuzeit, bestehen die Deckel unter dem Lederüberzug aus Holz. Der Holzdeckelband ist auf Hanfbünde geheftet, die sich am Rücken unter dem Einbandleder wulstig abzeichnen. Diese Bünde werden durch Bohrungen des Holzdeckels gezogen und verpflockt. Am Vorderschnitt wird der Holzdeckel durch Messingschließen zusammengehalten. Häufig werden die Holzdeckelbände durch Blindstempel und Streicheisenlinien verziert; die in den meisten Fällen vorkommenden Beschläge haben sowohl Schmuck- als auch Schutzfunktion.
 

Lederband

Bei einem Lederband bestehen die Deckel unter dem Lederüberzug aus Pappe. Die Heftbünde werden durch die Pappdeckel gezogen oder aufgeklebt. Die Bünde werden flacher, wodurch der Ledereinband eleganter als der Holzdeckelband wirkt. Die Deckel können am Vorderschnitt mit Bändern zusammengehalten werden. Das Überzugsleder wird in vielen Fällen durch Vergoldungen verziert; der Goldschnitt ist häufig gepunzt.
 

Pappband

Der Pappband ist ein mit Papier überzogener Einband, wobei die Papiere einfarbig oder in verschiedenen Techniken gemustert sind. Die Heftbünde treten hier nicht mehr am Rücken hervor. Das Überzugspapier wird über einem Pappdeckel verklebt oder ohne steifen Deckel als leichte Broschur verarbeitet.
 

Pergamentband

Der Pergamentband ist ein mit Pergament, also im Unterschied zum Leder nicht gegerbter, sondern gekalkter Tierhaut, überzogener Band.

Das Pergament kann über feste Deckel mit Stoßkanten an der Vorderkante des Deckels gearbeitet werden oder in Gestalt eines lockeren Umschlags als Pergamentbroschur um den gehefteten Buchblock gelegt werden. Oftmals wird der Pergamentband auf schmale Pergamentriemen geheftet, die am Falz durch den Überzug gezogen werden.
 

Kopert

Das Kopert ist eine recht seltene Einbandtechnik für mittelalterliche Handschriften und Druckwerke.

Abb.6: Kopert: Handschrift Hs I 520. Bernardus de Gordonio: Liber medicinalis vocatus Lilium medicinae

Der Begriff "Kopert" wurde erst 1960 von Wieland Schmidt [3] nach der lateinischen Bezeichnung in mittelalterlichen Bibliothekskatalogen "coopertorium" = das Bedeckende, das Umhüllende, geprägt.

Die Lagen des Koperts werden ohne Verwendung von Klebstoff durch einen Pergamentumschlag auf ein starres Rückenmaterial wie sehr starkes Leder oder durchbohrte Horn- oder Holzplatten geheftet. Diese Heftung von Lang- und Kettenstichen ergibt ein abwechslungsreiches Muster auf dem Buchrücken. Oft waren Knöpfe auf dem Rücken angebracht, um die eine Schnur als Verschluss vom Pergamentdeckel aus gewickelt wurde.

 

III. Vorbeugende Maßnahmen zur Buchpflege

Zur Vorbeugung von Schäden an Büchern müssen vor allem Klima-, Luft- und Lichtverhältnisse in den Magazinräumen einer regelmäßigen Kontrolle unterzogen werden. Bei zu geringer Luftfeuchtigkeit trocknen die organischen Materialien wie Leder, Pergament oder Holz aus, werden spröde und reißen. Zu hohe Luftfeuchtigkeit in Verbindung mit hoher Raumtemperatur ist ein ideales Klima für das Wachsen von Schadorganismen wie Schimmelpilze und Insekten.

Die relative Luftfeuchtigkeit soll bei 50% (±5%) liegen; die Temperatur in Magazinräumen zwischen 15-20°C.

Temperatur und Luftfeuchtigkeit können mit einem Thermohygrographen kontrolliert werden, der die Messwerte innerhalb eines bestimmten Zeitraums in einem Diagramm aufzeichnet. Bei langfristigen Abweichungen von den zulässigen Grenzwerten sollten Luftbe- bzw. -entfeuchter aufgestellt werden.

Eine wichtige konservierende Maßnahme zum Schutz empfindlicher, gefährdeter oder bereits beschädigter Objekte ist die Anfertigung von Schutzkästen, Schubern oder Mappen aus säurefreiem Karton.

Unerlässlich für den wirksamen Schutz des alten Buches ist die Buchpflege in der Bibliothek, die von eigens damit betrauten Mitarbeitern oder von entsprechend eingewiesenen Magazinern durchgeführt werden kann. Wie im gesamten Bereich der Benutzung, so ist auch bei der Buchpflege die richtige Handhabung der Bücher eine der wichtigsten vorbeugenden Schutzmaßnahmen: Die Bücher müssen in den Regalen gerade nebeneinander, nicht aber zu dicht aneinander gepresst stehen. Nur unter dieser Voraussetzung können sie dem Regal mit dem richtigen Handgriff entnommen werden. Auf keinen Fall darf ein Band am oberen Kapital herausgezogen werden, da dadurch der Rücken leicht einreißen kann.

Zur Reinigung werden die Bücher auf einem Bücherwagen zum Arbeitsplatz transportiert. Die Regale, nicht aber die Bücher (!), werden feucht abgewischt.

Zur Buchpflege im engeren Sinn gehört die Reinigung der Buchschnitte mit einem Spezialstaubsauger mit Mikrofilter, die Trockenreinigung der Leder und Pergamentüberzüge mit einem Radiergummi, das Einfetten der Holzdeckel- und Lederbände mit einem Lederkonservierungsmittel sowie das Polieren der eingefetteten Bände am folgenden Tag.

 

IV. Schadensursachen

Auch bei sorgfältigster und sachgerechter Aufbewahrung und Pflege der Bücher können Beschädigungen nicht völlig ausgeschlossen werden.

Als Schadensursachen erweisen sich Alterungsprozesse, denen alle organischen Materialien unterliegen, die aber durch ungünstige Umweltbedingungen oder durch unsachgemäße Handhabung beschleunigt werden können.

Bei Schäden an Papier und Einband unterscheidet man physikalische, chemische und biologische Schadbilder. Schwere Schäden entstehen durch Katastropheneinwirkungen wie Brand, Überschwemmung und Krieg.

Zu den Schadorganismen, die sich aufgrund ungünstiger Umweltbedingungen in Bibliotheken ansiedeln, gehören Schimmelpilze und Insekten, insbesondere Silberfischchen, Bücherläuse, Termiten, Pochkäfer und Speckkäfer. Zur Gruppe der Pochkäfer gehört der berüchtigte "Holz- oder Bücherwurm", anobium punctatum. Oft wirken viele Schadensursachen - wie bei dem hier abgebildeten Band - zusammen: Überzugsleder, Holzdeckel und Papier waren vom Holzwurm befallen (Abb.7).

Abb.7: Praefationes Missalis Romani cantui Gregoriano-Moguntino accomodatae. Moguntinae 1672 (XIV 1 61 e)

Abb.8: Sammelband des frühen 17. Jahrhunderts, Judaica betreffend (* u: 4°/655)

Da durch den Holzwurmfraß Teile des Deckels verloren sind, ist der Buchblock nicht mehr geschützt. Auch am Papier treten mechanische Beschädigungen wie Risse und Knicke auf. Da der Band nicht zu allen Zeiten sachgemäß aufbewahrt wurde, konnte der Überzug feucht werden und sich lösen.

Der Rücken des Pergamentbandes darunter ist am oberen Kapital abgerissen - vermutlich wurde der Band unsachgemäß aus dem Regal gezogen!

Die Heftung ist gestört, da mehrere Lagen aus dem Buchblock herausgeschnitten wurden. Die Schadensursachen bei diesem Buch liegen somit in der Benutzung.

Abb.9: Handschrift Hs I 321. Theologische Sammelhandschrift des 15. Jahrhunderts

Eine der größten Herausforderungen für den Restaurator stellt heute das Phänomen des Tintenfraßes dar. Das gravierende Schadbild hat seine Ursache in komplexen chemischen Zusammenhängen, die von den Naturwissenschaftlern noch nicht vollkommen geklärt sind. Verantwortlich für die Schädigungen ist die seit dem Mittelalter bis in die frühe Neuzeit verwendete Eisengallus-Tinte, eine im wesentlichen aus Eisensalz und Gerbsäure bestehende Tinte mit einem hohen Gehalt an Schwefelsäure, die zu aggressiven Reaktionen auf dem Beschreibstoff führt.

Auch das Papier dieser spätmittelalterlichen Handschrift wurde durch Tintenfraß stark geschädigt. Die Schriftzüge werden unscharf, strahlen in die Umgebung aus, schlagen auf die Rückseite durch und zerfressen das Papier.

 

V. Entwicklung der Buchrestaurierung

Seit Rolle und Codex zu Zeugnissen der schriftlichen Kultur eines Volkes wurden, wurden Schäden an den Schriftträgern Papyrus, Pergament und Papier durch einfache Reparaturen wie Flickungen und Neubindungen behoben.

Der Übergang von der Arbeit des Buchbinders zu der des Buchrestaurators war und ist bis heute in vielen Fällen fließend.

Erste Ansätze zur Buchrestaurierung im modernen Sinn konnten um die Jahrhundertwende festgestellt werden, als der Kunstbuchbinder Paul Adam als Restaurator an das Düsseldorfer Kunstmuseum berufen wurde. Auch durch seine theoretischen Überlegungen [4], bei denen das Problem der Handschriften-Konservierung im Vordergrund stand, wirkte Adam richtungsweisend.

Mit der Gründung des Instituts für Buchrestaurierung (IBR) an der Bayerischen Staatsbibliothek München war die Keimzelle für die Weiterentwicklung handwerklicher Techniken der Buchrestaurierung entstanden. Die Anfänge des IBR gehen zurück auf die 1944 ins Leben gerufene "Wiederinstandsetzungsstelle fliegergeschädigter Werke der Bayerischen Staatsbibliothek München".

Abb.10: Handschrift Hs I 509. Spätmittelalterliche Sammelhandschrift. 1960 restauriert

Abb.11: Handschrift Hs I 593 Vocabularius ex quo (15. Jh.). 1970 restauriert

 

VI. Restaurierkritik

Schon lange vor Einrichtung der Restaurierwerkstatt der Stadt Mainz [5] vergab die Stadtbibliothek Restaurieraufträge für mittelalterliche Handschriften an gewerbliche Werkstätten.

Heute entsprechen diese Arbeiten in vielen Fällen nicht mehr dem Anspruch der Buchrestaurierung, die originale Substanz weitestgehend zu erhalten und damit der historischen Einheit von Inhalt und äußerer Gestalt der Handschrift Rechnung zu tragen.

Zwar sollte auch bei einer heutigen Restaurierung der Aspekt der Benutzbarkeit des Objekts berücksichtigt werden, doch gewinnt in der gegenwärtigen Diskussion die "behutsame" Restaurierung an Bedeutung, die die Bewahrung des Buches in seiner Gesamtheit als einmaliges Dokument der Kulturgeschichte als oberste Maxime vor alle anderen Forderungen stellt.

Ein weitverbreiteter Irrtum besteht in der Ansicht, ein Buch müsse nach der Restaurierung "wie neu", gleichsam klinisch sauber, aussehen. Ein solches Bemühen verkennt, dass Gebrauchsspuren insbesondere in einer Handschrift für den Handschriftenbibliothekar und Wissenschaftler entscheidende Aufschlüsse über die Benutzung der Handschrift und damit für ihre Bedeutung innerhalb der Wissenschaftsgeschichte vermitteln.

Bei früheren Restaurierungen wurden die Einbandtechniken häufig nicht erkannt, da das Wissen über Besonderheiten des historischen Einbands unzureichend war. In Unkenntnis der Bedeutung und Seltenheit des historischen Einbandmaterials wurden die Einbandtechniken daher oft verändert und der durch Benutzung abgeschabte Einband durch einen vermeintlich "ordentlichen" ersetzt.

Abb.12: Handschrift Hs I 561. Eberhardus Bethunensis, Graecismus. 1960 restauriert

Die Restaurierung konzentrierte sich im wesentlichen auf den Einband, wohingegen Schäden am Schriftträger in den seltensten Fällen behandelt wurden. Auch eine Dokumentation durch Photomaterial sowie ein detaillierter Restaurierbericht fehlen bei den meisten Restaurierungen bis zu den 70er Jahren weitgehend [6], so dass nur die zurückgegebenen Einbandreste Rückschlüsse auf den Zustand des Buches vor seiner Restaurierung zulassen.

Die Holzdeckel der Handschrift S.233, deren Messingschließen verloren waren, wurden nicht wiederverwendet. Es wurde ein Lederband mit hohlem Rücken angefertigt, dessen Deckel aus Pappe bestehen. Die blinde Dekoration des restaurierten Lederbandes versucht das Dekor der Originaldeckel mit ähnlichen Messingwerkzeugen nachzuempfinden. Eine derartige Imitation ist nach heutigem Verständnis abzulehnen.

Beim Codex Hs I 593 wurde ein neuer Holzdeckelband angefertigt, mit braunem Kalbsleder überzogen und nach dem Muster der alten Deckel mit blinden Linien verziert, obwohl die originalen Deckel, die mit einem erdbeerroten Schafleder überzogen und blind dekoriert waren, unbeschädigt vorhanden waren. Obwohl Spuren erkennen lassen, dass der Originalband durch eine Langriemenschließe zusammengehalten wurde, wurde bei der Restaurierung eine Schließe aus Haken und Öse hergestellt.

Der hier abgebildete zurückgegebene Originaleinband zeigt, dass die Handschrift ursprünglich als Kopert gebunden war, dessen Rücken mit der charakteristischen Heftung in früher Zeit von der Buchbinderei der Kartause[7] mit einem Lederflicken überklebt worden war (Hs I 561).

Der neue Einband legt den Schluss nahe, dass von einer "Restaurierung" nicht mehr gesprochen werden kann! Es wurde vielmehr ein moderner Pergamentband mit durchgezogenen Bünden gefertigt. Mit seiner neuen Einbandtechnik orientierte sich der Buchbinder an dem Material des Originaleinbandes und schuf einen modernen Einband, da ihm die Technik des Kopertes offensichtlich nicht bekannt war und er den losen Pergamentumschlag für wenig stabil hielt. Die Handschrift Hs II 39 wurde vom Restaurator als ganz überzogener Holzdeckelband gebunden, obwohl die erhaltenen Holzdeckel erkennen lassen, dass ursprünglich ein halb überzogener Holzdeckelband vorlag. Bei einer heutigen Anforderungen entsprechenden Restaurierung müssten die Originaldeckel nach einer Ergänzung des durch Wurmfraß herausgebrochenen Stückes wiederverwendet werden.

Abb.13: Handschrift Hs I 561 nach der Restaurierung

Auch die Messingplättchen am alten Rückdeckel wurden nicht wieder angebracht. Statt der Langriemenschließen, mit denen der Originalband zusammengehalten wurde, wie am alten Vorderdeckel zu erkennen ist, wurden Messingösen mit Messinghaken dilettantisch am Lederriemen angenagelt. Die Schließen wurden in einem freien Phantasiemuster gepunzt. Auch die blindgestempelte Verzierung des restaurierten Einbandleders entspringt der Phantasie des Restaurators und ist durch keine Vorlagen zu rechtfertigen.

Der vom Vorderdeckel abgelöste hebräisch beschriebene Pergamentspiegel wurde nicht wieder in das restaurierte Objekt eingebunden. Gegenwärtig wird eher die Meinung vertreten, dass die Fragmente zwar vom Innendeckel gelöst und damit beidseitig lesbar gemacht, im übrigen aber in situ, also in der Handschrift, belassen werden sollen. Ausnahmen sind zu rechtfertigen, wenn es sich bei den abgelösten Fragmenten um aufsehenerregende Textfunde handelt, die für die Wissenschaft von großer Bedeutung sind und eine gesonderte Aufbewahrung sinnvoll erscheinen lassen.

Abb.14: Handschrift Hs II 39. Sammelhandschrift (14. Jh.)
Abb.15: Handschrift Hs II 39 nach der Restaurierung

 

VII. Papierrestaurierung

Der Buchblock als Schriftträger besteht in der Regel aus Papierblättern, bei mittelalterlichen Handschriften und frühen Drucken auch aus Pergament.

Zur Vorbereitung der Papierrestaurierung muss der Buchblock nach Entfernen des Einbands blattweise auseinandergenommen werden. Anschließend kann das Papier trocken gereinigt und gegebenenfalls einer wässerigen Behandlung unterzogen werden, durch die die physikalischen Eigenschaften des Papiers verbessert und chemische Schadstoffe entfernt werden. Vor einer Nassreinigung muss in jedem Fall geprüft werden, ob Tinten und Farben der wässerigen Behandlung standhalten, ohne auszulaufen.

Gleichmäßige Vergrauung der Papieroberfläche durch Staub und Schmutz muss bei einer Trockenreinigung entfernt werden, da die Nassbehandlung den Schmutz an der Oberfläche fixieren würde. Die Trockenreinigung wird mit Radiergummi und Skalpell ausgeführt, das Radiermehl wird anschließend mit dem Besen abgekehrt. Eine großflächige Trockenreinigung ist nur bei Papier mit einer relativen Festigkeit zu verantworten, da sich hier die Papierfasern durch den Radiervorgang nicht lösen. Starke Schimmelschäden können nicht trocken gereinigt werden.

Die im Papier enthaltenen Säuren bauen die Zellulosefasern des Papiers so stark ab, dass eine Dauerhaftigkeit nicht mehr gewährt wird und das Papier brüchig wird. Diese Säure kann ohne Zerstörung des Schriftträgers nur an der Papieroberfläche gemessen werden. Ihre Konzentration wird als pH-Wert angegeben.

Zur Nassbehandlung wird das Blatt zwischen Siebe in eine Wanne gelegt. Chemische Untersuchungen gut erhaltener alter Papiere haben einen hohen Carbonatanteil dieser Papiere ergeben. Da das Mainzer Leitungswasser einen hohen Carbonatanteil enthält ("kalkhaltiges Wasser"), kann in reinem Leitungswasser gewässert werden. Sollen schädliche Begleitstoffe des Leitungswassers ausgeschlossen werden, kann demineralisiertes Wasser verwendet werden, dem dann Carbonate zugesetzt werden müssen. Durch die Nassbehandlung werden die im Papier enthaltenen Säuren verdünnt und Abbauprodukte ausgeschwemmt. Zwischen den Zellulosefasern bilden sich neue Wasserstoffbrücken, die den Zusammenhalt der Fasern verstärken. Nach der Nassbehandlung wird das Blatt auf Kunststoffsiebe zum Trocknen ausgelegt.

Durch das Wässern verliert das Papier einen Teil seiner Leimung, daher wird die Papieroberfläche anschließend mit einem breiten japanischen Flachpinsel mit einer dünnen tapetenkleisterartigen Lösung bestrichen.

Zur Ausbesserung von Rissen oder Fehlstellen werden handgeschöpfte englische Büttenpapiere oder Japanpapiere verwendet. Japanpapiere werden in Japan aus japanischen Bäumen oder Sträuchern ohne Zusatz von Leim zum Papierbrei hergestellt, wodurch sie sehr flexibel werden. Sie werden von sehr dünnen, transparenten Papieren bis zu starken Papieren geschöpft. Das Papier soll in Farbton und Stärke dem zu restaurierenden Objekt entsprechen.

Viele Fehlstellen im Papier, hervorgerufen durch ausgedehntem Wurmfraß oder Schimmel, werden durch ein mechanisches Verfahren geschlossen, bei dessen Anwendung das Blatt einer wässerigen Behandlung ausgesetzt wird. Dabei werden in einem Anfasergerät die im Wasser schwimmenden Papierfasern an die Fehlstelle angeschwemmt.

 

VIII. Einbandrestaurierung

Bei einer umfassenden Restaurierung schließt sich die Einbandrestaurierung an die Restaurierung des Schriftträgers an, nachdem aus den restaurierten Einzelblättern der Buchblock geheftet wurde.

In vielen Fällen weist der Schriftträger keine gravierenden Schäden auf, so dass der Buchblock nicht auseinandergenommen werden muss. Dieser Lösung ist unbedingt der Vorzug zu geben, sofern der Zustand des Schriftträgers es erlaubt, da der Buchschnitt hierbei in seinem ursprünglichen Zustand erhalten bleibt. Bei einem beschnittenen Band kann auch die geschickteste Hefttechnik den Zustand vor der Restaurierung nicht wieder herbeiführen!

Im Altbestand der Stadtbibliothek Mainz überwiegen die Einbandschäden gegenüber den Schäden am Buchblock.

In der Restaurierwerkstatt der Stadt Mainz wurden bislang überwiegend Holzdeckelwände restauriert. Bei diesen Bänden müssen die unterschiedlichsten Materialien wie Holzdeckel, Messingschließen und Lederüberzüge restauriert werden.

Einige Arbeitsverfahren werden im folgenden aufgeführt:
 

Das Anfertigen von Messingschließen

Verlorene Messingschließen sollten bei einer Restaurierung nicht nur ergänzt werden, um den Gesamteindruck wiederherzustellen, sondern vor allem, weil die Schließen eine wichtige Schutzfunktion erfüllen.

Zumeist sind die an einem Lederriemen befestigten Schließenhaken verloren. Das Ösenteil des Vorderdeckels ist jedoch oftmals noch vorhanden oder zumindest als Abdruck erkennbar, so dass die Form der Schließe nachgearbeitet werden kann.
 

Die Restaurierung von Holzdeckeln

Bei der Restaurierung von Holzdeckeln werden die alten Deckel ausgebessert, soweit sie trotz des Wurmfraßes noch genügend Stabilität besitzen. Ist ein Deckel durch Wurmfraß zu stark beschädigt, so wird ein neuer Deckel aus gedämpftem Holz angefertigt. Ist ein Holzdeckel gebrochen, so wird der Bruch verklebt und die Bruchstelle durch Weichholzquerriegel oder runde Konusplättchen stabilisiert.

Beim Ansetzen der Holzdeckel werden die Hanfbünde des gehefteten Buchblocks durch die Bohrungen des Holzdeckels gezogen, verklebt und mit Holzpflöcken befestigt. Die herausragenden Holzpflöcke werden mit dem Stechbeitel abgearbeitet.

Beim Einledern des Holzdeckelbandes wird der Rücken mit neuem Leder überzogen, da der Falz in seiner Scharnierfunktion für die Deckel besonders stark belastet ist. Das Leder wird fest auf dem Rücken des Buchblocks verklebt.

Abb.16: Mit einer Blechschere wird der grobe Umriss der Schließe ausgeschnitten

Abb.17: Restaurierter Holzdeckelband und durch Wurmfraß zerstörte alte Einbanddeckel

Parallel zu den Hanfbünden wird das Leder in der Presse straff abgebunden, damit keine Hohlstellen entstehen und die Bünde sich markieren.

Das alte Überzugsleder, das zuvor mit Wasser und Gallseife gereinigt wurde, wird mit einem Schleifkörper an einer flexiblen Welle unter dem Staubabzug ausgeschliffen, wodurch eine nahtlose Verklebung auf dem neuen Leder erreicht wird. Anschließend kann der alte Lederüberzug auf dem Holzdeckel verklebt und der Übergang zum neuen Einbandleder vorsichtig "niedergehämmert" werden.

Sollen fragmentierte Lederüberzüge ergänzt werden, so wird neues Leder verwendet, das mit Anilinfarben dem Farbton des alten Leders angeglichen wird. Die Farbbrühe wird auf das Leder aufgebürstet.

 

IX. Restaurierungen in der Restaurierungswerkstatt der Stadt Mainz

Die in der Ausstellung gezeigten Arbeiten aus der Restaurierwerkstatt der Stadt Mainz sollen an dieser Stelle nicht vollständig, sondern lediglich in zwei aussagekräftigen Beispielen vorgestellt werden:
 

1. Inkunabel 1198: "Sensenschmidt-Bibel" [8]

Diese Inkunabel mit dem vergoldeten Supralibros des Pfalzgrafen Ottheinrich [9] wurde im Jahr 1555 von dem Hofbuchbinder Ottheinrichs gebunden.

Die Abbildung oben dokumentiert den Zustand des Werkes vor seiner Restaurierung:

Der Holzdeckel war quer aufgebrochen und durch Wurmfraß stark zerstört (Abb.19). Vom Überzugsleder war ein großes Stück an der Vorderkante herausgerissen.

Der Rücken war auf die Deckel übergreifend mit Papier überklebt; von den verlorenen Schließen waren nur noch Abdrücke erkennbar.

Abb.18: Inkunabel 1198 vor der Restaurierung

Bei der Restaurierung der Inkunabel wurde der Buchblock nicht auseinandergenommen. Da die alten Holzdeckel durch Wurmfraß völlig zerstört waren, wurden neue Holzdeckel angefertigt, die fehlenden Stellen am Überzugsleder mit neuem Kalbsleder ergänzt, die Reste des Überzugs ausgeschliffen und wieder aufgeklebt. Die alten Eckbeschläge wurden an dem restaurierten Band wieder angenagelt und neue Schließen in Form der Abdrücke angefertigt.
 

2. Inkunabel 231: Evangelien und Episteln, Strassburg, Thom. Anselm 1488

Diese Inkunabel ist in einen losen Pergamentumschlag gebunden - eine Einbandart, die wegen ihrer relativen Seltenheit bei der Restaurierung erhalten bleiben sollte, obwohl sie nicht sehr strapazierfähig ist. Da der Band nach der Restaurierung jedoch in einer Schutzkassette im Magazin aufbewahrt wird, ist diese Lösung vertretbar.

Abb.19: Durch Wurmfraß zerstörter Vorderdeckel

Die ersten Blätter des Buchblocks haben durch einen Wasserschaden schwer gelitten, und die Blattränder sind durch Schimmelbefall geschwächt, verknickt oder zerstört. Dagegen sind die weiter in der Mitte liegenden kolorierten Holzschnitte kaum beschädigt.

Der Buchblock wurde zum Ausschwemmen der Abbauprodukte und zur Entfernung der Wasserränder gewässert. Zur Ergänzung der fehlenden Blattränder wurden die Buchseiten mit dem mechanischen Verfahren angefasert, da an dem durch Schimmel geschwächten Papier kein neues Papier durch Verkleben der Kanten angesetzt werden kann.

Abb.20: lnkunabel 231 vor der Restaurierung
Abb.21: Inkunabel 231 nach der Restaurierung

Der aufgerissene und verzogene Pergamentumschlag wurde restauriert und um den neu gehefteten Buchblock gebunden. Weil das Pergament am Rücken geschrumpft war, musste ein neues Stück eingefärbtes Pergament eingesetzt werden.

Von den grünen Bindebändern waren keine Reste vorhanden, aber ihre Existenz war durch die Schlitze im Pergamentumschlag belegt.

 

 
Anmerkungen
[1] Haebler, Konrad: Rollen- und Plattenstempel des XVI. Jahrhunderts. Bd. 1., II. Leipzig: Harrassowitz 1928-1929. Hier: Bd.II, S.71. zum Text
[2] Schreiber, Heinrich: Die Bibliothek der ehemaligen Mainzer Kartause. Die Handschriften und ihre Geschichte. Leipzig: Harrassowitz 1927 (ZfBB Beih. 60). zum Text
[3] Schmidt, Wieland: In einem Kopert gebunden. In: Aus der Arbeit des Bibliothekars. Aufsätze und Abhandlungen Fritz Redenbacher zum 60. Geburtstag dargebracht. Unter Mitarbeit von Hannelore Petz-Gebauer hrsg. von Bernhard Sinogowitz. Erlangen: Universitäts-Bibliothek 1960 (Schriften der Universitäts-Bibliothek Erlangen, 4). zum Text
[4] Adam, Paul: Das Restaurieren alter Bücher. Halle: Knapp 1927. zum Text
[5] 1984 konnte dank der finanziellen Unterstützung der Stiftung Volkswagen-Werk die "Restaurierwerkstatt der Stadt Mainz" eingerichtet werden, in der Bestände aus Stadtbibliothek und Gutenberg-Museum bearbeitet werden. zum Text
[6] Photodokumentation und Restaurierbericht gehören heute zu den unverzichtbaren Bestandteilen einer Restaurierungsarbeit. zum Text
[7] Cf. Schreiber: Kartause (Anm.2), S.75f., und ders.: Die Bibliothek der Mainzer Kartause und die Einbandforschung, Monatsblätter für Bucheinbände und Handbindekunst 3 (1927) 3-10. zum Text
[8] Inkunabel 1198: Biblia, deutsch. Nürnberg, Sensenschmidt und Frisner 1476/78. Die Sensenschmidt-Bibel ist die 5. deutsche Bibel. CE. Eichenberger, Walter/Wendland, Henning: Deutsche Bibeln vor Luther. Die Buchkunst der achtzehn deutschen Bibeln zwischen 1466 und 1522. Hamburg: Wittig 1977. zum Text
[9] Cf. S.3. Zu den Ottheinrich-Bänden in der Stadtbibliothek Mainz cf. u.a.: Presser, Helmut: Unbekannte Ottheinrich-Bände in Mainz. Gutenberg-Jahrbuch (1955) 281-290. zum Text

 

 
Abbildungsnachweis
Stadtarchiv Mainz: Abb.1 und 2
Ingo Ottermann: Abb.3 bis 15, 17 und 19
Grant Edwards: Abb.16, 18, 20, 21

 
 
Zu den Autorinnen:
Annelen Ottermann, Leiterin der Abteilung Handschriften, Rara, Alte Drucke und Bestandserhaltung an der Stadtbibliothek Mainz
E-mail: annelen.ottermann@stadt.mainz.de

Annette Lang-Edwards, Restauratorin der Stadt Mainz
E-mail: annette.lang-edwards@stadt.mainz.de

Zum Artikel:
Erstmals erschienen als:
"Imprimatur", Ein Jahrbuch für Bücherfreunde, Neue Folge Band XIII (1989), S. 225-242

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