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Filmreihe zu "Shoah" von Claude Lanzmann

350 Stunden Videomaterial – 11 Jahre Bearbeitungszeit – über 9 Stunden Laufzeit.

Im Wintersemester 2016/17 wollen wir uns gemeinsam diesem in Umfang und Inhalt erdrückenden Film nähern. Lanzmann unternimmt den Versuch, über Zeitzeugengespräche das Unsagbare festzuhalten. Nicht nur das Bild als gewohntes Medium des Films rückt er in den Vordergrund, sondern vor allem das Gespräch mit den Zeuginnen und Zeugen, Tätern und Opfern des Holocaust selbst. Der Film will auf diese Weise einen Einblick in eine sonst kaum ahnbare historische Realtität geben, lässt sich aber auch als geistiges Dokument seiner Entstehungszeit und der Bemühung um ein Erinnern an den Holocaust verstehen.

An insgesamt neun Abenden wollen wir den Film in Abschnitten von jeweils ca. einer Stunde zeigen. Kurze Vorträge eröffnen dazu jeweils eigene Perspektiven auf Lanzmanns Film und den Holocaust. Ein durchgehender Besuch aller Abende ist erklärtes Ziel des Programms, allerdings nicht zwingend notwendig. Alle interessierten Personen sind an jedem Abend herzlich eingeladen!

Film und Vortrag finden jeweils montags um 20:00 (s.t. !) im F2 des Fürstenberghauses, Domplatz 20–22 statt. Danach besteht die Möglichkeit zum informellen Austausch. Zum Abschluss der Reihe ist eine Diskussionssitzung im Januar geplant.

Alle Termine im Überblick

(Stand: 05.12.2016)

Film und Vortrag finden jeweils montags um 20:00 (s.t. !) im F2 des Fürstenberghauses, Domplatz 20–22 statt. Die ausstehenden Vortragstitel werden noch in Absprache mit den Referierenden nachgetragen. Für alle interessierten Personen besteht die Möglichkeit, sich in einer Mailingliste zur Filmreihe einzutragen. Dort informieren wir wöchentlich über den nächsten Termin. Hier zur Anmeldung.

07.11.2016 mit Prof. Dr. Markus Köster (Leiter des LWL-Medienzentrums für Westfalen): Filmische Narrationen des Holocaust – eine Einführung

14.11.2016 mit Dr. Christoph Spieker (Leiter des Geschichtsorts Villa ten Hompel, Münster): "Grausame Züge und missverstandene Gesten"

21.11.2016 mit Prof. Dr. Andrew S. Bergerson (University of Missouri-Kansas City): Sovereign Impunity – Handlungsweisen von Mitläufern (auf Englisch)

28.11.2016 mit Dr. Sabine Happ, Dr. Veronika Jüttemann und Otto Gertzen (je Universität Münster) zu einem Projekt über die Opfer des Nationalsozialismus an der Universität Münster

05.12.2016 mit Dr. Sabine Kittel (Universität Münster): Zeitzeugenschaft und Oral History: Welche Erinnerungen sind teilbar und welche Geschichte wird erzählt?

12.12.2016 mit PD Dr. Klaus Große Kracht (Universität Münster): Der Historikerstreit der 1980er Jahre und die Frage nach der Repräsentierbarkeit des Holocaust

19.12.2016 mit Dr. Oliver Näpel (Universität Münster): Metaphern des Grauens? Chancen und Grenzen der Erinnerungen traumatisierter Zeitzeugen als historische Quelle

09.01.2017 mit Prof. Dr. Isabel Heinemann (Universität Münster): Der Ort des Holocaust in der Rasse- und Umsiedlungspolitik des NS

16.01.2017 mit Dr. Rüdiger Schmidt (Universität Münster): Shoah und Holocaust - komplementäre Begriffe?

23.01.2017 letzter Filmabschnitt und offene Abschlussdiskussion im Anschluss

Mit freundlicher Unterstützung des LWL-Medienzentrums für Westfalen