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| LINKWEG ::: Inhalt / Wirtschaftliche Grundstrukturen / Frühkapitalismus / | ||
3.1. Marktwirtschaftliche
Spezialisierung |
Wirtschaft
Wirtschaftliche Grundstrukturen und Entwicklungen
3. Ansätze zu marktwirtschaftlicher Verflechtung,
Frühkapitalismus, Protoindustrie
3.2. FRÜHKAPITALISMUS
von Ulrich Pfister und Barbara Stollberg-Rilinger
In Textilgewerbe, Metallverarbeitung und Bergbau kommt seit dem 16. Jh. verstärkt handelskapitalistisches Wirtschaften auf.
Das im Fernhandel mit gewerblichen Waren akkumulierte Kapital fließt zurück in die gewerbliche Produktion und dynamisiert sie, d.h. Kapitaleigner, nicht die Produzenten selbst steuern die gewerbliche Produktion und vermarkten die Produkte.
Entweder Kaufleute oder auch reiche Handwerker selbst kaufen die gesamte Zunftproduktion auf und vermarkten sie auf eigene Rechnung, oder
„Verleger“ stellen Rohstoffe und Produktionsmittel zur Verfügung, nehmen die fertigen Waren ab und vertreiben sie. Folge: Gewerbe geraten in Abhängigkeit, wenn auch weitgehend Familienwirtschaft erhalten bleibt.
Hemmungen durch städtische Zünfte, denen an der Aufrechterhaltung der selbstständigen Haushalte, Schutz vor Konkurrenz, standesgemäßem Auskommen, etc. gelegen ist, werden durchbrochen, indem die Verlagsgewerbe seit dem 17. Jh. zunehmend auf das Land ausweichen
(
Protoindustrie).
Erleichtert wird das kapitalistische Wirtschaften durch Zusammenschluss zu
Handelsgesellschaften, kreditwirtschaftliche Techniken wie
Wechselgeschäft,
doppelte Buchführung, regelmäßige
Inventuren etc.
Von vornherein nicht zünftig und familienwirtschaftlich organisiert sind solche Gewerbe, die ein hohes technisches Organisationsniveau und hohen Kapitaleinsatz erfordern und für überregionale Märkte produzieren, wie v.a. der Bergbau. Der Bergbau nimmt eine Schlüsselstellung ein, die sich in der Zusammenarbeit von Unternehmern mit Landesherren, die im Besitz des
Bergregals sind und Metalle für Münzproduktion und für Waffen brauchen, ergibt. Vorangetrieben wird diese frühkapitalistische Entwicklung insgesamt durch das Geldbedürfnis der Monarchen für Kriegführung und Staatsausbau; Unternehmer treten als ihre Geldgeber auf.
3.1. Marktwirtschaftliche
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