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| LINKWEG ::: Inhalt / Politische Theorie, Naturrechtslehre / Zentrale Herausforderungen an die Politische Theorie der FNZ / | ||
Strukturen von Recht und Herrschaft
6.Politische Theorie und moderne Naturrechtslehre
6.3 ZENTRALE HERAUSFORDERUNGEN AN DIE POLITISCHE THEORIE DER FNZ
von Tim Neu
Es entsteht nicht in jeder geschichtlichen Epoche und in jedem Gemeinwesen schon Politische Theorie, nur weil es politische Handlungen und Strukturen gibt, denn diese können als so selbstverständlich, unveränderbar und gerechtfertigt erscheinen, daß einfach nicht genügend Potential an kritischen Fragen an die politische Praxis zusammenkommt, das eine reflexive, also theoretische Betrachtung von Politik begründen könnte. Theorie ist immer auch eine Reaktion auf eine Krise der Praxis und entsteht "aus konkretem Bedarf an der intellektuellen Bewältigung instabiler Machtverhältnisse, sei es in legitimatorischer oder in kritischer Absicht" (
Reinhard, Staatsgewalt, 101). Weltgeschichtlich sind es die Griechen gewesen, die die Politische Theorie im Sinne einer begrifflich-argumentativen Betrachtung der Praxis zuerst ‘erfunden’ haben (vgl.
Höffe, Einführung, 5).
Für die FNZ sind drei solche praktischen Probleme zu nennen, die erhebliche theoretische Anstrengungen ausgelöst haben. Daher geht es in diesem Abschnitt um diese gesamtgesellschaftlichen Entwicklungsprozesse, deren Auswirkungen eine wichtige Herausforderung für die politischen Denker darstellten:
6.3.1 Das Wachstum der Staatsgewalt
6.3.2 Der Verlust der religiösen Einheit
6.3.3 Die Wissenschaftliche Revolution
| © 2003 by Barbara Stollberg-Rilinger • mail: fnz.online@uni-muenster.de | |