Einführung in die Frühe Neuzeit  
 
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Politische Ereignisse und Entwicklungen
6. Reformabsolutismus und der Weg zur Revolution

6.2. VON DER VORMODERNEN ZUR MODERNEN VERFASSUNG

 

nach unten 6.2.1. Vom ständischen Protest zur Revolution
nach unten 6.2.2. Moderne vs. ständische Verfassungen
nach unten 6.2.3. Der Weg in die Revolution am Beispiel Frankreichs

 

  6.2.1. Vom ständischen Protest zur Revolution  
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Zeitleiste: Unruhen, Aufstände, Umsturzversuche

Im späten 18. Jh. entwickeln sich aus ursprünglich ständisch-konservativen, auf Privilegienwahrung der Elite zielenden Widerstandsbewegungen gegen die jeweilige Reformpolitik der Krone neuartige, allgemeine bürgerliche Partizipationsbewegungen, die auf Überwindung der traditionalen Ständeverfassung zielen, so z.B.

Wichtigstes Vorbild ist der amerikanische Unabhängigkeitskrieg gegenüber der englischen Krone (1775-1783), in dessen Verlauf man sich erstmals auf universelle Menschenrechte beruft und den Einzelstaaten moderne Verfassungen gibt. 

Quelle: Virginia Bill of Rights, 12. Juni 1776

Bildquelle: Amerikanische Unabhängigkeitserklärung am 4. Juli 1776

  6.2.2. Moderne vs. ständische Verfassungen  
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Kennzeichen moderner Verfassungen gegenüber den hergebrachten ständischen Herrschaftsverträgen: nach rationalem Entwurf geschriebene, systematisch aufgebaute Verfassungen, höherrangig als Gesetzesrecht, die das Verhältnis zwischen Staatsgewalt und Bürgern als Privatleuten definiert und die Organisation der Staatsgewalt regelt (statt akkumulierten Bestandes an Herrschaftsverträgen und Gewohnheitsrecht); gesetzliche Verankerung universeller unveräußerlicher Menschenrechte; allgemeine bürgerliche Rechtsgleichheit der männlichen Eigentümer; politisches System auf der Grundlage von Volkssouveränität, Gewaltenteilung und parlamentarischer Repräsentation.

Für die Zeitgenossen waren Alt und Neu nicht so leicht auseinander zu halten: Verteidiger alter Privilegien berufen sich auf „Volksfreiheit“, objektiv neuartige Forderungen geben sich als Rückkehr zum guten alten Recht aus. Erst die Französische Revolution führt zu einer klaren Polarisierung.

  6.2.3. Der Weg in die Revolution am Beispiel Frankreichs  
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Es treffen verschiedene Faktoren zusammen, die zum Ausbruch der Revolution führen. Hierzu zählt

Bildquelle: Satirische Allegorie zum üppigen Hofleben zur Zeit Ludwig XVI.

Die Einberufung der althergebrachten Generalstände schlägt in eine Verfassungsrevolution um, als deren Verfahrensmodus radikal im Sinne einer Nationalrepräsentation verändert wird. In der Folge entfaltet das Geschehen eine eigene Dynamik und lässt sich nicht mehr aus den strukturellen Ursachen erklären, die zum Ausbruch der Revolution geführt haben.

 

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