Advaita-Vedanta

Der (streng non-duale) Adavita-Vedanta Sankaras ist die philosophische Tradition Indiens, die im Westen am meisten als "die" Philosophie Indiens bekannt wurde und oft auch als "die" indische bzw. "östliche Mystik" schlechthin rezipiert wurde. Teilweise kam es dabei zu starken Missrepräsentationen. Frau Prof. Dr. Annette Wilke ist der Advaita-Vedanta auch aus der "Binnenperspektive" vertraut, da sie diese wirkmächtige Tradition nicht nur im akademischen Rahmen, sondern zuvor bereits mehrere Jahre bei indischen Meistern studierte - intensiv v.a. in einem dreijährigen Studium des Sanskrit und Vedanta unter dem renommierten Vedanta-Gelehrten Swami Dayananda Sarasvati (1979-82). Prof. Wilkes Forschungen thematisieren klassische und moderne Formen des Advaita-Vedanta in ihrem eigenen Kontext und in vergleichender Perspektive. Hierzu gehört die Darstellung des Advaita-Vedanta als Lehrmethode (nicht nur als "philosophisches System"), ebenso wie eine kritische Aufarbeitung westlicher Rezeptionen (v.a. Rudolf Ottos "West-Östliche Mystik") und der Globalisierung des Advaita-Vedanta durch indische Meister in der Moderne. Siehe auch Mystikforschung sowie das Excellenzclusterprojekt von Prof. Dr. Wilke (Globaler Hinduismus – Die Chinmaya Mission in Indien und weltweit).

Veröffentlichungen

  • 2013. The Hindu-Jewish Leadership Summits. New "Ground-Breaking Strides" of Global Interfaith Cooperation? In: Hutter, Manfred (Hg.): Between Mumbai and Manila: Judaism in Asia since the Founding of the State of Israel. Göttingen: V + R unipress, 225-248.
  • 2005. "Conversion is Violence": Christentumskritik und kulturell-religiöse Selbstbehauptung im zeitgenössischen Südindien. In: Ulrich Berner, Christoph Bochinger und Klaus Hock (Hgg.): Das Christentum aus der Sicht der Anderen: Religionswissenschaftliche und missionswissenschaftliche Beiträge (Beiheft der Zeitschrift für Mission 3). Frankfurt: Lembeck, 185-225.
  • 2003. Der vedische Weltbürger: Zur Globalisierung der Advaitavedānta-paramparā zwischen Traditionalismus und Auto-Orientalismus. In: Max Deeg, Oliver Freiberger und Christoph Kleine (Hgg.): Religion im Spiegelkabinett: Asiatische Religionsgeschichte im Spannungsfeld zwischen Orientalismus und Okzidentalismus. Uppsala: Uppsala Universitet, 321-356.
  • 1997. Keine Urmotive, nur Besonderungen: Rudolf Otto's West-Östliche Mystik, die Problematik des interreligiösen Dialogs und der Vergleich Eckhart - Śaṅkara. In: Zeitschrift für Religions- und Geistesgeschichte, 49. Jg., Heft 1, 34-70.
  • 1995 Wilke, Annette: Ein Sein - Ein Erkennen: Meister Eckharts Christologie und Śaṅkaras Lehre vom Ātman: Zur (Un-)Vergleichbarkeit zweier Einheitslehren, (Studia Religiosa Helvetica, Series Altera 2), Bern: Lang, 469 S.
  • 1994. Michel Hulin, Qu'est-ce que l'ignorance métaphysique (dans la pensée hindou)? Shamkara, Paris 1994. In: Asiatische Studien, Vol. 48 (1994), Nr. 4, 23-24.
  • 1994. Kritik des Vergleichs Meister Eckhart und Śaṅkarācārya. In: Asiatische Studien, 48.4, 559-565.
  • 1986. Das Alleinscheinende - Einheit und Vielheit im Advaita Vedānta, dargestellt an Kaṭha-Upaniṣad 5,15. In: Hans-Jürgen Braun und David J. Krieger (Hgg.): Indische Religionen und das Christentum im Dialog. Zürich: TVZ, 97-118.