
Dipl.-Theol. Susanne Haverkamp M.A.
Wissenschaftliche Mitarbeiterin für
Öffentlichkeitsarbeit
| Einrichtung: | Dekanat FB 02 |
| Anschrift: | Johannisstraße 8-10 | Zimmer 3 | D-48143 Münster |
| Telefonnummern: | Tel.: +49 251 83-25059| Sek.: +49 251 83-22610 |
| E-Mail: | susanne.haverkamp@uni-muenster.de |
| Sprechstunde: |
nach Vereinbarung |
Lehrveranstaltungen
Wintersemester 2012/13: Verkündigung in den Massenmedien
„Was nützt die schönste Predigt, wenn die Kirche leer bleibt?“, hat Henri Nannen, früherer Stern-Chefredakteur und Namensgeber der bekanntesten deutschen Journalistenschule, einmal gesagt haben. Und tatsächlich: Die Glaubensverkündigung durch das klassische Mittel der Predigt erreicht jedes Jahr weniger Menschen. Nicht nur deshalb gewinnt die Verkündigung in den säkularen Massenmedien, in Zeitung, Radio, Fernsehen und Internet an Bedeutung. Die geistliche Kolumne im Lokalblatt, die Morgenandacht im Radio, das „Wort zum Sonntag“ im Ersten und das seelsorgliche Internet-Forum bedienen Zielgruppen, die nur selten den Weg in die Kirche finden. Doch kommt die Botschaft – eingeklemmt zwischen Samstagskrimi, Musik, Werbung und Videoclip – auch an?
In diesem Proseminar verschaffen wir uns einen Überblick über die modernen Verkündigungsstrategien der Kirche. Dabei bleiben wir nicht in der Theorie, sondern probieren immer wieder praktisch aus, wie man in den Massenmedien vom Glauben sprechen kann.
Termin: dienstags, 10-12 Uhr; Beginn: 16.10.2012; Ausfall: 23.10.2012, Ende: 15. Januar 2013; Praxistag: Samstag, 8. Dezember 2012, 10-17 Uhr
Sommersemester 2012: Religion und Journalismus
Religion, Theologie und Kirche sind Themen für alle Medien – doch oft sind gerade die Kirchen mit der Berichterstattung unzufrieden: falsche Themen, falsche Thesen, zu kritisch, zu uninformiert.
Religion, Theologie und Kirche sind Themen in kirchlichen Medien – doch oft werden gerade diese kritisch beäugt: falsche Themen, einseitige Thesen, zu unkritisch, zu kleine Auflage.
In diesem Unterseminar wollen wir uns mit dem schwierigen Verhältnis von Kirche und Medien befassen. In den Theorie-Teilen geht es um Fragen wie Pressefreiheit, Meinungsfreiheit und Öffentlichkeitsverständnis. In den praktischen Teilen wollen wir uns mit Kirchenzeitungen, mit Kirchen-Radio und mit Redaktionen, die in „weltlichen Medien“ kirchliche Themen behandeln, auseinandersetzen. Und wir wollen ganz praktisch ausprobieren, wie man eigentlich „richtig“, also: korrekt und spannend, über ein kirchliches, religiöses oder theologisches Thema berichten kann.
2 SWS, dienstags 10-12 Uhr
Beginn: 10. April 2012
Wintersemester 2011/2012: Verkündigung im Hörfunk in Theorie und Praxis
Nicht nur der Komiker Otto Waalkes hat sich über das „Wort zum Sonntag“ lustig gemacht. „Ist es nicht der Theo in uns allen…?“ Auch viele andere amüsieren sich über das, was da an „frommen Beiträgen“ durch Radio und Fernsehen schallt. Dabei hat sich in den vergangenen Jahren viel getan. Es gibt spezielle Beiträge für Ältere, für Jugendliche, für Intellektuelle. Und neben den klassischen Morgenandachten hört man längst Interviews, Spots, Kommentare zu aktuellen Themen oder Musikbeiträge.
In dem Unterseminar wollen wir uns – fokussiert auf den Hörfunk - mit Theorie und Praxis dieser Verkündigungssendungen beschäftigen. Teil des Seminars ist ein Block im Hörfunkstudio, in dem wir selbst verfasste Verkündigungssendungen praktisch umsetzen.
Termin: Dienstags 10-12 Uhr (Beginn: 25.10.2011), Block: Samstag, 10.12, 10-17 Uhr.
Kurzbiographie
| 1966 | Geboren in Gelsenkirchen |
| 1985 | Abitur in Bochum |
| 1985-1992 | Studium der Katholischen Theologie (Diplom) und Publizistik (Magister) an der Ruhr-Universität Bochum |
| 1987-1992 | Studentische und Wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für Fundamentaltheologie (Prof. Dr. H.J. Pottmeyer) |
| 1991 | Theologische Diplomarbeit: Ekklesiologie und Kommunikationstheorie. Der Zusammenhang von Kirchen- und Medienbild untersucht anhand lehramtlicher Texte |
| 1992 | Publizistische Magisterarbeit: Verkündigung im Hörfunk. Geschichtliche, empirische und publizistische Aspekte zu einem umstrittenen Genre |
| 1992-1995 | Leiterin einer "Radio-Werkstatt" im Bildungswerk der Erzdiözese Köln |
| 1995-2001 | Redakteurin im Rundfunkreferat der Katholischen Kirche für den NDR in Hamburg |
| 1999 | Heirat. Annahme des Familiennamens "Haverkamp" |
| 2001-2011 | Freie Journalistin in Osnabrück; Gründung von skampi-medien |
| 2001 | Geburt von Miriam |
| 2006 | Geburt von Jakob |
| April 2011 | Wissenschaftliche Mitarbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Uni Münster |
Veröffentlichungen
Susanne Kampmann, Abschied von einem horizontal-dialogischen Medienbild? Zum Wandel kirchlicher Mediendeutung und seinen ekklesiologischen Bedingungen. In: Communicatio Socialis 24 (1991) 284-301.
Susanne Kampmann, Verkündigung im Hörfunk. Geschichtliche, empirische und publizistische Aspekte zu einem umstrittenen Genre. Bochum: Brockmeyer-Verlag 1993.
Susanne Haverkamp, Das kleine Buch vom Gottvertrauen, Hannover: Schlütersche Verlagsgesellschaft 2007.
Respekt! Portraits von alten Menschen. Erinnerungen, Erlebnisse, Erfahrungen. Mit Fotos von Willi Rolfes und Texten von Susanne Haverkamp. Cloppenburg: Kardinal-von-Galen-Stiftung 2011.


