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Das Gebäude, in dem zusammen mit einigen anderen Instituten und Seminaren der Katholisch-Theologischen Fakultät auch das Seminar für Pastoraltheologie untergebracht ist, ist ein Zeugnis für die Geschichte der Armenfürsorge und der Sozialen Stiftungen in Münster.

Wo heute theologische Forschung und Lehre betrieben wird, befand sich bis 1984 die „Orthopädische Heilanstalt Hüfferstiftung“.

Angestoßen durch den Orthopäden Dr. Christoph Temmink (1827-1910) errichtete der Kaufmann Wilhelm Hüffer (1821-1895) 1893 die nach ihm benannte Stiftung zugunsten einer orthopädischen Heilanstalt.

Die Einrichtung zur „Heilung krüppelhafter Gebrechen in Münster“ hatte ihren Standort zunächst in der Bergstraße 65. Das heutige so genannte „Hüfferstift“ entstand 1901/03. Behandelt wurden nach dem Stifterwillen Menschen, für die keine Versicherung aufkam und sich selbst keine medizinische Versorgung leisten konnten, und zwar ohne Ansehen von „Konfession, Staatsangehörigkeit, Geschlecht usw.“. Die Pflege war den Clemensschwestern übertragen worden.

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Literatur:

  • Armut, Not und gute Werke. Soziale Stiftungen in Münster, hg. v. Stadtarchiv Münster, Münster 2001.
  • Küster, Thomas: Alte Armut und neues Bürgertum. Öffentliche und private Fürsorge in Münster von der Ära Fürstenberg bis zum Ersten Weltkrieg (1756–1914), Münster 1995 (=Quellen und Forschungen zur Geschichte der Stadt Münster, N. F.; 17/2).
  • Sendler, Peter: Von der Krüppelheilanstalt zum Universitätsklinikum. Die „Hüfferstiftung“ in Münster in Westfalen, Herzogenrath 1984 (=Studien zur Geschichte des Krankenhauswesens; 17).