Theorie Ökumenischer Prozesse


Beteiligte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

  • Thomas Bremer
     
  • Maria Wernsmann: Ökumenische Theoriebildung - Probleme, Praxis und Perspektiven (Dissertationsprojekt, abgeschlossen 2015)
    Warum bleiben die von Kirchen und Theologen erarbeiteten Einigungen über Lehrfragen regelmäßig ohne praktische Konsequenzen? Diese Frage stellte schon 1980 Peter Lengsfeld. Er entwickelte die „Kollusionstheorie“, die mit dem Gedanken des Zusammenspiels theologischer und nicht‐theologischer Faktoren der Komplexität ökumenischer Prozesse Rechnung tragen sollte. Sie wurde jedoch kaum rezipiert. Dabei hat Lengsfelds Ausgangsfrage nicht an Aktualität eingebüßt. Das Fehlen einer Theorie ökumenischer Prozesse wird heute von Ökumenikern und Ökumenikerinnen zunehmend angemahnt; zugleich ist eine Intensivierung ökumenehermeneutischer Reflexionen zu beobachten. Das Dissertationsprojekt soll darum als Beitrag zur Weiterentwicklung der ökumenischen Theoriebildung eine kritische Relecture der Kollusionstheorie von Peter Lengsfeld liefern. In Anlehnung an sie wendet es sich folgenden Leitfragen zu: Wie funktioniert ökumenische Theoriebildung und welchen Beitrag leistet sie zur Überwindung ökumenischer Probleme? Stellt die Kollusionstheorie ein geeignetes Instrument für die Analyse ökumenischer Prozesse dar? Welche ökumenehermeneutischen Reflexionen bestimmen die ökumenische Theologie seit der Veröffentlichung der Kollusionstheorie (1980) und inwiefern sind sie kompatibel zu ihr?
     
  • Thomas Bremer und Maria Wernsmann:  Ökumene – „überdacht“. Theorien und Realitäten ökumenischer Prozesse (Workshop in Münster, 22.-24. September 2011)
    Die Einheit der Kirchen ist längst nicht zum Greifen nah – obwohl es unzählige Konsensdokumente gibt, obwohl die Kirchen in wichtigen Fragen kooperieren und obwohl die meisten Kirchenvertreter/-innen und Theologen/-innen den Willen zur Einheit der Kirchen bekräftigen. Woran fehlt es dann? Die meisten Antwortversuche auf diese Frage erfassen bislang nur einzelne Aspekte der ökumenischen Wirklichkeit. Der Workshop zu „Theorien und Realitäten ökumenischer Prozesse“, der vom 22.-24. September 2011 in Münster stattfand, wandte sich bestehenden Ansätzen zur Beschreibung ökumenischer Prozesse zu und behandelte Fragen zur gegenwärtigen Situation der Ökumene. Weitere Informationen finden Sie in diesem Flyer zum Workshop.

Veröffentlichung

  1. Thomas Bremer und Maria Wernsmann (Hg.): Ökumene - überdacht. Reflexionen und Realitäten im Umbruch. Freiburg i.B.: Herder 2014 (= Quaestiones disputatae 259).
  2. Maria Wernsmann: Ökumenische Theoriebildung - Probleme, Praxis und Perspektiven, Münster 2016.