Teilprojekt "Das Päpstliche Zeremoniell in der Frühen Neuzeit (1563-1789)" im SFB 496

Mit dem Teilprojekt „Das Päpstliche Zeremoniell in der Frühen Neuzeit (1563-1789). Höfische Repräsentation, theologischer Anspruch und liturgische Symbolik“ (B6) waren Prof. Dr. Hubert Wolf und das Seminar für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte im Sonderforschungsbereich (SFB) 496 vertreten, dessen Förderphase am 31. Dezember 2011 abgelaufen ist. Dieser von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Verbund untersuchte „Symbolische Kommunikation und gesellschaftliche Wertesysteme vom Mittelalter bis zur Französischen Revolution“.

Das Teilprojekt B6 widmete sich dem Wechselverhältnis von theologischen Wertvorstellungen und symbolischen Praktiken am päpstlichen Hof und seinem Umfeld in der Frühen Neuzeit. Symbolische Akte drückten dort theologische Vorstellungen von Werten und kirchlicher Ordnung aus und dienten so auch der Konstitution des hierarchischen Ranggefüges von Kirche. Sein Doppelcharakter (Leitung der Kirche und weltlicher Hof) macht den päpstlichen Hof besonders interessant. In der abschließenden Projektphase bis 2011 wurde vor allem erforscht, in welchem Verhältnis kollegiale und monarchische Strukturen der Kirchenleitung standen und wie sie symbolisch ausgedrückt wurden.

Der SFB 496 hat einen eigenen Internetauftritt, der auch eine ausführlichere Beschreibung des Teilprojekts „Papstzeremoniell“ und einen Überblick über die Publikationen bietet.