Forschungsvorhaben auf Fachbereichsebene

521684 Katharina Wieland M _ller Pixelio

Titel des Projekts: Eschatologie

BearbeiterInnen: Prof. Dr. Martin Ebner (Exegese des Neuen Testaments), Prof. Dr. Reinhard Feiter (Seminar für Pastoraltheologie), Prof.'in Dr. Dorothea Sattler (Ökumenisches Institut)

Finanzierung: Eigenmittel

Laufzeit: 2007-2009

 

 

Erläuterung:

Willkommen auf der Seite des Eschatologie-Projektes an der katholisch-theologischen Fakultät der WWU Münster.
Die Rede vom Jenseits als Rede für das Diesseits soll in diesem Projekt untersucht werden. Zwar sind eschatologische Begriffe wie "Gericht", "Himmel", "Hölle" oder "Fegefeuer" in unserer Alltagssprache nach wie vor verbreitet - es besteht jedoch eine zunehmende Unsicherheit darüber, welcher Wirklichkeitsgehalt diesen Topoi zukommt und welche Bedeutung sie für den Einzelnen und für die Gesellschaft haben. Zugleich gibt es ein nachhaltiges kulturgeschichtliches Interesse an den Vorstellungen vom "Weltende" und vom "Leben nach dem Tod".

Dieses Projekt möchte untersuchen, welche spezifische Relevanz bestimmte Jenseitserwartungen für die Gestaltung des Diesseits haben. Vor diesem Hintergund soll neben dem innertheologischen Diskurs auch die Herausforderung zum interreligiösen Dialog angenommen werden.

Das Projekt gliedert sich in drei Teilbereiche: Die Rede vom Jenseits in ihren Auswirkungen für das Dieseeits soll untersucht werden (1) im Blick auf die Ursprungsschriften des Neuen Testaments, (2) im Blick auf die systematischen Entwürfe und Reflexionen in der gesamten christlichen Ökumene, sowie (3) im Blick auf die Möglichkeiten und Schwierigkeiten der praktisch-theologischen Vermittlung.

Forschungsvorhaben auf Ebene der Seminare, Institute oder anderer zugehöriger Forschungseinrichtungen

 

Sektion C

  • Kindeswohl. Eine sozialethische Grundlegung

    Titel des Projekts: Kindeswohl. Eine sozialethische Grundlegung (Best interests of the child. A socio-ethical foundation)

    Bearbeiterinnen: Prof. Dr. Marianne Heimbach-Steins; Anna Maria Riedl M.A.

    Finanzierung: DFG

    Laufzeit: 01. Juni 2013 bis 31. Mai 2016

    Wissenschaftlicher Beirat:
              Prof. Dr. Sabine Andresen, Universität Frankfurt (Pädagogin, Schwerpunkt empirische Arbeit mit Kindern), Vizepräsidentin des Deutschen  
                     Kinderschutzbundes, Mitglied der Sachverständigenkommission der Bundesregierung für den 14. Kinder- und Jugendbericht

    Prof. Dr. Frauke Brosius-Gersdorf, LL.M., Universität Hannover (Juristin, Schwerpunkt Familienrecht)

    Prof. Dr. Annemie Dillen, Universität Leuven/Belgien (Pastoraltheologin, Schwerpunkt Kindertheologie)

    Prof. Dr. Michael-Sebastian Honig, Universität Luxemburg (Sozialpädagoge/Soziologe, Schwerpunkt Kindheitsforschung), Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats für Familienfragen des Bundesministeriums für Familie, Frauen, Senioren und Jugend

    Prof. Dr. Bernhard Kalicki, Leiter Abteilung Kinder und Kinderbetreuung am Deutschen Jugendinstitut München, FH Dresden (Psychologe, Schwerpunkt Frühkindliche Bildung)

    Prof. Dr. Lothar Krappmann, FU Berlin (Soziologe, Pädagoge, Schwerpunkt Kinderrechte); ehem. UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes

    Erläuterung des Projekts: Der Begriff Kindeswohl spielt in unterschiedlichen Zusammenhängen des täglichen Lebens, der öffentlichen Debatte sowie der Human- und Gesellschaftswissenschaften eine Rolle. Dennoch mangelt es an schlüssigen Kriterien zur Vereindeutigung, mittels derer verhindert werden könnte, dass er zur Projektionsfläche gegenläufiger Interessen wird. Zudem ist er anfällig für Missbrauch und steht immer wieder in der Kritik, paternalistische Strukturen zu transportieren und der Beteiligung von Kindern nicht genügend Rechnung zu tragen. Das Projekt verfolgt drei miteinander zusammenhängende, aber unterschiedlich gewichtete Ziele: 1. Die Analyse der normativen Implikationen des Begriffs in den relevanten Diskussionszusammenhängen (Klärung der Ausgangslage); 2. Die Identifizierung und Begründung normativer Kriterien des Kindeswohls aus der Perspektive einer christlichen Ethik und der ihr zugrunde liegenden Anthropologie (zentrales systematisches Anliegen); 3. Eine Skizze von Maßstäben zur Operationalisierung des Kindeswohls in Konflikten (Ausblick). Damit wird zur Schließung einer Forschungslücke beigetragen, insofern eine theologische Ethik des Kindes bzw. der Kindheit bisher nur in Ansätzen entwickelt ist und eine sozialethische Kriteriologie, die für eine institutionenethisch operationalisierbare Konzeption von Kindeswohl bislang noch aussteht.