The History of Human Freedom and Dignity in Western Civilization - HHFDWC

The ITN “The History of Human Freedom and Dignity in Western Civilization” is a research collaboration between 6 universities and 9 non-academic partner organizations across Europe. The project will trace the historical roots and transformations of the modern conception of humans as dignified and free beings, especially as met with in theological and philosophical traditions.

Origenes und seine Wirkungsgeschichte

Einen Schwerpunkt der Forschung am Seminar für Alte Kirchengeschichte bilden der frühchristliche Theologe Origenes (185–253/54) und seine Wirkungsgeschichte bis herein in die Neuzeit. Neben einer zweisprachigen Gesamtausgabe der Werke des Origenes in 25 Bänden (mit 45 Teilbänden) werden Wirken und Wirkung des Universalgelehrten Origenes in verschiedenen Einzelprojekten erforscht. Diese Forschung wird schwerpunktmäßig an der „Forschungsstelle Origenes“ betrieben.

  • Origenes und der Ursprung der Freiheitsmetaphysik
  • Christliche Metaphysik und Religionsphilosophie der Aufklärung - Immanuel Kant im Gespräch mit Origenes von Alexandrien
  • Naturrecht bei Origenes

Die Rhetorik des Monotheismus im Römischen Reich

Einen zweiten Forschungsschwerpunkt des Seminars für Alte Kirchengeschichte bildet die Entwicklung monotheistischer Gottesvorstellungen in der Antike. Nicht nur die sogenannten abrahamitischen Religionen Judentum, Christentum und Islam sind von der Vorstellung geprägt, Gott sei einer und einzig. Auch in der griechisch-römischen Antike und in anderen Kulturen des antiken Vorderen Orients (etwa in Persien) entwickelten sich monotheisierende Gottesbilder. Vor diesem weiten Hintergrund, der die gesamte antike Welt von den Staatenbildungen im Vorderen Orient bis in die karolingische, frühe byzantinische und arabisch-islamische Zeit umspannt, war die religiöse Situation im Römischen Reich von einem vielschichtigen Prozess der Ausdifferenzierung monotheistischer Religionstypen aus der polytheistischen mediterranen Koine gekennzeichnet. Die Ablösung der polytheistischen Religionen und Denkmuster durch Monotheismen in verschiedenen Formen bildete ein zentrales Element des kulturellen Umbruchs der Spätantike und prägte die weitere Entwicklung der aus dem antiken Mittelmeerraum hervorgehenden Kulturen bis in die Gegenwart.
Die vielfältigen Aspekte dieser dynamischen Entwicklung der Spätantike, in denen das frühe Christentum eine entscheidende Rolle spielte, sind Gegenstand einer Reihe von Forschungsprojekten.

Geschichte und Theologie des antiken Christentums und altkirchliche Epistolographie

Neben den beiden Forschungsschwerpunkten „Origenes und seine Wirkungsgeschichte“ und „Die Rhetorik des Monotheismus im Römischen Reich“ werden am Seminar für Alte Kirchengeschichte verschiedene Themen aus der Geschichte und der Theologie des antiken Christentums erforscht. Ein besonderes Interesse gilt dabei der Briefliteratur der Alten Kirche, weil diese ein literarisch überaus lebendiger Spiegel der theologischen Diskussionen jener Epoche ist und sich hervorragend sowohl für theologiegeschichtliche als auch für kultur-, sozial- und mentalitätsgeschichtliche Studien eignet.

  • Bilder von den Anderen. Christliches Sprechen über Heiden bei den lateinischen Apologeten