Ankündigungen

Internationale Tagung

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Tagung "Classical Antiquity & Memory"

In Kooperation mit dem Centre for the Classical Tradition (CCT) der Universität Bonn und "Jocasta | Classical Reception Greece" (Universität Patras, Griechenland) plant das GKM eine internationale Konferenz zu dem Thema "Classical Antiquity & Memory from the 19th to 21st Century".
Die Tagung wird vom 28. bis zum 30. September 2017 an der Universität Bonn stattfinden.

Organisation:
Dr. Milan Herold (Bonn)
Penelope Kolovou (Bonn/Münster)
Efstathia Athanasopoulou (Patras)

Programm

© Palästina-Kurs 2017

Palästina-Kurs 2017

„Private Frömmigkeit im Kontext der Religionsgeschichte Palästinas von der Bronzezeit bis zur islamischen Zeit“

Vom 27.-29. September 2017 findet an der Universität Münster der von Prof. Dr. Achim Lichtenberger (Klassische Archäologie) konzeptionierte, zweite Palästina-Kurs des Deutschen Palästina-Vereins (DPV) statt.

Sieben Kurseinheiten verschiedener Fachrichtungen verfolgen diese Thematik in diachroner Perspektive und beleuchten sie primär anhand materieller Zeugnisse. Ein Praktikum zu altorientalischen Siegeln rundet das Programm ab. Die Leitung der christlich-archäologischen Kurseinheit obliegt Prof. Dr. Ute Verstegen.

Das Ziel des Kurses besteht darin, einen Überblick über die materielle Kultur privater Frömmigkeit in Palästina zwischen der Bronzezeit und der islamischen Zeit zu erlangen. An ausgewählten Zeugnissen wird das Verhältnis von schriftlicher und archäologischer Überlieferung diskutiert. Außerdem verfolgt der Kurs das Ziel, den Stipendiatinnen und Stipendiaten den Aufbau eines Netzwerkes zu den Palästina-Wissenschaften zu ermöglichen, indem der Kurs sie miteinander in Verbindung bringt und ihnen über die Dozentinnen und Dozenten Anknüpfungspunkte der beteiligten Fachwissenschaften zugänglich macht.

Informationen zum Kurs und zu den ausgeschriebenen Stipendien finden Sie hier.

ARCHIV

Tagungen und Workshops

© WWU-EXC

Expropriation and Destruction of Synagogues in Late Antiquity. History, Archaeology and Tradition in Context

14. bis 17.09.2017

Mit der Enteignung und der Zerstörung jüdischer Synagogen in der Spätantike befasst sich eine internationale Tagung am Exzellenzcluster „Religion und Politik“, zu der der Historiker Prof. Dr. Johannes Hahn vom 14. bis 17. September einlädt. Die traditionelle Wahrnehmung der Religionsgeschichte des spätrömischen Reiches nach der konstantinischen Wende als eines überwältigenden Triumphes der christlichen Kirche ist in jüngerer Zeit von Historikern, Archäologen und Judaisten nachhaltig in Frage gestellt worden. Die Meistererzählung einer unwiderruflichen Christianisierung des Imperiums und eines Zusammenbruchs bzw. einer Zerstörung der paganen Kulte und des Judentums seit Konstantin, wie sie christliche Autoren formuliert haben, repräsentiert keine tragfähige historische Überlieferung, sondern gibt weit mehr einen anhaltenden innerkirchlichen Diskurs über christliche Identität zu erkennen. Tatsächlich wissen wir heute, dass es im Besonderen keinen allgemeinen Niedergang jüdischen Lebens gegeben hat, vielmehr blühende jüdische Gemeinden in wichtigen Räumen des spätrömischen Reiches existierten.

Agora Tagungszentrum
Conferenceroom 1
Bismarckallee 11 B
48151 Münster

Öffentlicher Abendvortrag im Rahmen der Konferenz:

"Huqoq and the Fate of Late Roman Synagogues in Galilee" der Archäologin Prof. Dr. Jodi Magness von der University of North Carolina at Chapel Hill: 14.09.2017, 18.15-19.30 Uhr
Hörsaalgebäude des Exzellenzclusters
Room JO 1
Johannisstraße 4
48143 Münster

Programm und weitere Informationen

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Gegner im Gebet. Feindschaft und ihre Überwindung in den Psalmen

Tagung des Exzellenzclusters "Religion und Politik"

Ort: Raum JO 101 im Hörsaalgebäude des Exzellenzclusters, Johannisstraße 4, 48143 Münster

Zeit: 4. und 5. August 2017

Die Feinde des Beters und die Feinde Israels sind in den Psalmen fast allgegenwärtig. Wenn Beter in Worte fasse, wie Gott direkt oder indirekt über menschliche Akteure ihr feindliches Treiben beenden soll, führt das häufig zu einer Rhetori der Gewalt. Bisweilen entsteht aber auch der Eindruck, dass Feinde unter bestimmten Bedingungen aufhören, Feinde zu sein. Die Vielfalt der in in den Psalmen angesprochenen Lebenssituationen und die Interferenzen, die durch die redaktionelle Zusammenstellung im Psalmenbuch entstehen, geben den Feinden ein Profil, das über eine vermeintlich statische, formale Textfunktion weit hinausgeht. Die Tagung möchte die Psalmen in all ihrer Vielschichtigkeit zu dieser komplexen Thematik befragen: Wer ist eigentlich mein Feind? Was macht ihn zum Feind? Unter welchen Bedingungen wird er aufhören, mein Feind zu sein? Welche Rolle spielt Gott?

   

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Visual and Material in Medieval and Early Modern Jewish Culture

Workshop des Exzellenzclusters "Religion und Politik"

Zeit: 17. bis 20. Juli 2017

Ort: Senatssaal, Schlossplatz 2, 48149 Münster

Mit der Bedeutung von Bildern in der jüdischen Kultur des Mittelalters und der frühen Neuzeit befasst sich ein internationaler Workshop des Instituts für Jüdische Studien und des Exzellenzclusters „Religion und Politik“ der Universität Münster. „Von der Beschäftigung mit dem Bilderverbot in den biblischen Zehn Geboten abgesehen, gibt es bislang kaum Erkenntnisse darüber, was jüdische Einstellungen zu Bildern und zu Fragen der Visualisierung prägte,“ erläutert die Judaistin Prof. Dr. Katrin Kogman-Appel vom Exzellenzcluster, die den Workshop organisiert. Zwar hätten zahlreiche Forscher dargelegt, welche Rolle nicht-jüdische Kontexte für die Entwicklung jüdischer Kunst spielten. „Wir wissen jedoch wenig darüber, in welcher Art und Weise diese Interaktionen nicht nur die jüdische Kunst geprägt haben, sondern auch die innerjüdische Auseinandersetzung mit Bildern und ihre Bedeutung für die jüdische Kultur.“ weiter lesen

Programm

Innovationen in der Märtyrerverehrung des 4. Jh. n. Chr.

Internationaler Workshop des Exzellenzclusters "Religion und Politik"

Zeit: 14. und 15. Juli 2017

Ort: Agora Tagungszentrum, Bismarckallee 11b, 48151 Münster

Paradoxerweise kommt es nach der konstantinischen Wende, in einem sich rapide christianisierenden Imperium, zur  dynamischen, ja explosionsartigen Verbreitung der Märtyrer-verehrung. Während ohne staatliche Verfolgung im Verlauf des 4. Jahrhunderts Christen kaum noch den Märtyrertod erleiden konnten, galt die Religiosität breiter christlicher  Kreise nunmehr den Blutzeugen, ihren Gräbern, Schreinen und Reliquien: Neue Vorstellungen von Heiligkeit und sakra-ler Topographie entfalteten sich im Osten und Westen. Der Workshop nimmt die neuen Funktionen und innovativen Funktionalisierungen von Märtyrern und ihrer Verehrung im 4. Jahrhundert in den Blick. Er unternimmt den Versuch, Entwicklungen, die sich als grundlegend für die Spiritualität, Kirche, Gesellschaft und sogar Politik der Spätantike (und  darüber hinaus) erweisen sollten und die sich jetzt heraus-kristallisierten, übergreifend zu betrachten und in ihrer  Dynamik und in ihren Wechselwirkungen zu analysieren.

Programm

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"Synagogues in the Hellenistic-Roman Period"

New Finds - New Theories - New Methods

Internationale Tagung des Exzellenzclusters "Religion und Politik"

Zeit: 13. bis 15. Juni 2017

Ort: Hörsaalgebäude des Exzellenzclusters, Johannisstraße 4, Münster

In the last 25 years, there has been a drastic increase in the number of synagogues unearthed in Israel. Part of the reason for this increased archaeological data has been the broadening definition of Jewish assembly institutions due to their wide variance. However, such an increase in data means that critical attention must be paid to the new finds, both in order to question which should be included in this typology and to allow those that are included to refine our definitions. This critical engagement will allow us to gain greater clarity and to re-evaluate past reconstructions of the synagogue's development.   

Nachwuchstagung Kanonisierungsprozesse
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"Antike Kanonisierungsprozesse und Identitätsbildung in Zeiten des Umbruchs" 

Internationale Nachwuchstagung des Centrums für Geschichte und Kultur des östlichen Mittelmeerraums (GKM)

Zeit: 26. und 27. Mai 2017

Ort: Hörsaalgebäude des Exzellenzclusters "Religion und Politik", Johannisstraße 4

Organisation: Studierende des Research-Masterstudiengangs "Antike Kulturen des östlichen Mittelmerraums (AKOEM)" 

Vor dem Hintergrund von zeitlich, räumlich oder sozialgeschichtlich auszumachenden Umbruchszeiten wurde auf der Tagung untersucht, welche Faktoren fördernd, hemmend oder gar vernichtend auf Kanonisierungsprozesse und Identitätsbildung wirkten bzw. (nach-)wirken – und warum.

Call for Papers - deutsch

Call for Papers - englisch

Der Call for Papers ist beendet.

Tagungsprogramm

Impressionen, Abstracts, weitere Infos finden Sie auf unserer Tagungshomepage

"Understanding the Epigraphy of Greek Sanctuaries"

Workshop des Exzellenzcluster "Religion und Politik" in Kooperation mit dem SFB 933 "Materiale Textkulturen" (Heidelberg)

Zeit: 9. und 10. Mai 2017

Ort: Johannisstraße 4, JO 101

Programm

Friedhofzypern
Zerstörter griechischer Friedhof im Nordteil der Insel Zypern
© Zypern-Institut

"When the Cemetry Becomes Political - Dealing with the Religious Heritage of Multi-ethnic Regions"

Internationale Tagung des Instituts für Interdisziplinäre Zypern-Studien in Kooperation mit der Friedrich Ebert-Stiftung (Büro Zypern)

Zeit: 24. und 25. März 2017

Ort: Hörsaal RS 2 im Hofgebäude, Schlaunstraße 2, Münster

Programm

Kriegerheilige
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Die Militarisierung der Heiligen in Vormoderne und Moderne

Internationale Tagung des Exzellenzclusters "Religion und Politik"

Die Tagung zeigt die Entwicklung der Heiligendarstellungen von der Antike bis heute. Dabei befasst sie sich mit Hagiographie und Sakraltopographie sowie Ikonographie und Gesellschaftsgeschichte, wie Michael Grünbart ankündigt. Ein Schwerpunkt liegt auf dem christlich geprägten östlichen Mittelmeerraum, aber die Verflechtungen mit dem westlichen und östlichen Europa, vor allem durch Translationen von Reliquien oder Verehrungstraditionen, machen eine gesamteuropäische Perspektive notwendig.

Die Tagung ist im Zusammenhang mit der Ausstellung „Von Drachenkämpfern und anderen Heiligen“ entstanden, die noch bis zum 12. Februar im international renommierten Ikonen-Museum Recklinghausen zu sehen ist.

Zeit: 1. und 2. Februar 2017

Ort: Hörsaalgebäude des Exzellenzclusters, Raum JO 101

Neue Forschungen der Ägyptologie in NRW

Zeit: Donnerstag, 8. Dezember 2016, 11-18 Uhr

Ort: Höfhörsaal des Instituts für Ägyptologie und Koptologie, Rosenstraße 9, Münster

Programm

Ao Flyer
© Altorientalistik/WWU

Aus der Vergangenheit lernen. Altorientalische Forschungen in Münster im Kontext der internationalen Fachgeschichte

Vor 105 Jahren wurde an der Universität Münster das Ordinariat für Orientalische Sprachen (unter Einschluss der altorientalischen Geschichte) begründet. Dies wie auch der 125. Geburtstag von Prof. Dr. Dr. Friedrich Schmidtke, von 1937–1959 Professor für Geschichte und Kultur des Alten Orients in Münster, sind für das Institut für Altorientalische Philologie und Vorderasiatische Altertumskunde Anlass, diese Tagung durchzuführen.
Die Tagung will Traditionslinien der Altorientalistik und Vorderasiatischen Archäologie (an der Universität Münster) aufzeigen und Forschungsperspektiven andenken.

Zeit: 30. November bis 2. Dezember 2016

Ort: Festsaal der Universität Münster, Schlossplatz 5

Programm

Weitere Informationen

Clustertagung
© gkm_moustakis

Religiöse Praxis in der Festzeit und Alltagszeit

Tagung des Exzellenzclusters und des DAI-Clusters "Heiligtümer"

Zeit: 17. und 18. November 2016

Ort: Hörsaalgebäude des Exzellenzclusters "Religion und Politik", Johannisstraße 4

Programm

Weitere Informationen

11. Tag der antiken Numismatik

Veranstaltung der Forschungsstelle Antike Numismatik der WWU Münster, des Münzkabinetts am LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster sowie des Vereins der Münzfreunde für Westfalen und Nachbargebiete e.V.

Zeit: 11. und 12. November 2016

Ort: LWL-Museum, Domplatz 10

 Programm


Religion und Vertrag

Reflexionen der Koordinierten Projektgruppe "Religion und Wirtschaft"

Zeit: 24. Juni 2016, 9-16 Uhr

Ort: JurGrad (1.OG), Picassoplatz 3

Programm

RELIGIOUS CHANGE IN CENTRAL- AND SOUTH-EAST ANATOLIA

3. und 4. Juni 2016

Ruhr-Universität Bochum | Center for Religious Studies (CERES), Universitätsstr. 90a | 44789 Bochum

Internationaler Workshop unter Beteiligung der Forschungsstelle Asia Minor an der Universität Bochum

Organisation: Prof. Dr. Engelbert Winter (Münster); Prof. Dr. Volkhard Krech (Bochum)

Programm und weitere Informationen

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© Archäologie/Diagonal

2. Tag der Münsteraner Archäologien

Dieser Tag dient dazu, die archäologischen Disziplinen, Institute und Studiengänge der Universität Münster vorzustellen. Ein buntes Programm wurde dafür zusammenergestellt, welches die Bandbreite der archäologischen Arbeit in Münster präsentiert. Kurzvorträge, Plakatausstellung, Führungen durch das Archäologische Museum sowie Aktionsstände für Groß und Klein (z.B. Töpfern, Scherbenpuzzeln, antike Brettspiele etc.) laden zum Schnuppern und Verweilen ein. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Studierende stehen den ganzen Tag über gerne für Fragen und Informationen zur Verfügung.

Wann: Samstag, 11. Juni 2016 10 bis 18 Uhr

Wo: Fürstenberghaus, Domplatz 20-22

Programm und weitere Informationen

Fototagung
© Foto: gkm_Moustakis

Internationaler Workshop

"Schöpfung und Zeit.

Création et temps"

19. bis 21. Mai 2016

Ein breites Feld an Quellen zu dem Themenkomplex "Schöpfung und Zeit" wurde von Exegeten aus Münster und Paris auf diesem Workshop vorgestellt und diskutiert. Bei der Frage nach Zeitkonzeptionen in den biblischen Texten wurde immer wieder der theologische und kulturelle Kontext in den Blick genommen. Modelle wie Zeitrelief, Zeitvordergrund und -hintergrund wurden erprobt.  

Programm und Informationen

Purity and Authority in Ancient Mediterranean Religions

29. Februar  bis 02. März 2016

Programm

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© GKM

Internationale Tagung

Die Religionspolitik der Achaimeniden und die Rolle der Lokalheiligtümer

24. bis 26. Februar 2016

Die Referenten/innen stellten die vielfältigen Verbindungen zwischen Persern und lokalen Heiligtümern heraus. Ein Schwerpunkt des Interesses lag dabei auf den Heiligtümern in Kleinasien, mit Vorträgen von Bruno Jacobs (Basel) zur Trilingue von Xanthos, Klaus Zimmermann (Münster), der für die erkrankte Amélie Kuhrt einsprang und einen Überblick über weitere Heiligtümer in Asia Minor gab. Peter Funke (Münster) gab eine Neubewertung der Befunde zum Panionion bei Priene, Andreas Schachner (Istanbul) und Engelbert Winter (Münster) schilderten die reichen Votivfunde aus der Achaimenidenzeit im bedeutsamen, überregional attraktiven Heiligtum des „Jupiter Dolichenus“ und schließlich Christian Marek (Zürich), der eine neu entdeckte Inschrift vom Hekatomnidengrab in Mylasa vorstellte. Zur Situation der Heiligtümer in Babylon sprachen die Assyriologin Kristin Kleber (Amsterdam) und der Historiker Hilmar Klinkott (Heidelberg). Die neu gefundenen und soeben edierten Urkunden von Judäern im babylonischen Exil der Siedlung Al Yahudu unterzog der Doktorand Tero Alstola (Helsinki, z.Zt. Leiden) einer ersten Auswertung mit Blick auf die Themenstellung. Großes Interesse fand die Neubewertung der Befunde in Ägypten durch Sandra Lippert (Montpellier) sowie eine neue Durchsicht der Quellen aus dem Umfeld des YHW-Tempels und des Chnum-Tempels von Elephantine durch Ingo Kottsieper und Reinhard G. Kratz (Göttingen). Zur Materialkultur in Juda und Jerusalem bot der Archäologe Oded Lipschits (Tel Aviv) eine kritische Auswertung der Fundsituation, nach der das persische Verwaltungszentrum in Ramat Rahel unabhängig von dem das gesamte 5. Jh. in relativer Armut und Unscheinbarkeit verharrenden Jerusalem die Region beherrscht hat. Neue Grabungen am Garizim und die dortigen Münzfunde ermöglichen eine Neubewertung der Situation von Samaria, dessen politische Bedeutung in der Perserzeit diejenige Jerusalems weit übertroffen hat, so der Alttestamentler Christian Frevel (Bochum). Mit einer reizvollen vergleichende Betrachtung der von Legendenbildungen und tendenziellen Deutungen geprägten herodoteischen Geschichtsschreibung mit den alttestamentlichen Narrativen aus der Perserzeit sowie den Versuch einer Rekonstruktion der Literaturgeschichte des Pentateuch, der in dieser Epoche entstanden ist, rundete Reinhard Achenbach (Münster) das vielgestaltige Bild ab. Die Ergebnisse der Tagung sollen 2017 in einem Sammelband bei Harrassowitz (Wiesbaden) veröffentlicht werden.


SIEGEL, SIEGELAMULETTE UND STEMPEL

Zugänge zu einem archäologischen Artefakt

Workshop des GKM und von Archäologie/Diagonal am 23. Januar 2016.

Programm

Internationaler Workshop

Jenseits der Polisreligion. Regelkonflikte im religiösen Feld

27. und 28. November 2015

Seit nunmehr 25 Jahren hat sich das Modell der Polisreligion für unser Verständnis griechischer Religiosität weithin bewährt. Gleichwohl ist dieser Fokus auf eine Organisationsform von Religion verschiedentlich als Schwäche des Modells angesprochen worden: Für überaus wichtige Formen von Religiosität in einem kleineren oder größeren Organisationsrahmen (in Vereinen, im Koinon oder in Gruppen von Techniten oder Philosophen) gibt das Paradigma der Polisreligion nur unzureichend Antwort.
In dem Workshop "Jenseit der Polisreligion. Regelkonflikte im religiösen Feld" gingen Münsteraner und auswärtige Altertumswissenschaftler/innen der Frage nach, wie sich die Regelwerke auf unterschiedlichen Organisationsebenen zueinander und zu denen der Polis verhielten und wo mögliche Konfliktfelder lagen.

Internationale Tagung

Litaraturkontakte Ugarits. Wurzeln und Entfaltungen

13. bis 15. Oktober 2015

Für die wissenschaftliche Frage nach Kulturkontakten und Kulturrezeption im Alten Orient kommt der ostmediterranen Hafenstadt Ugarit mit ihren Textarchiven und archäologischen Hinterlassenschaften aus der 2. Hälfte des 2. Jahrtausends v. Chr. eine besondere Bedeutung zu. Dabei spielen die in Ugarit gefundenen literarischen Texte sachlich wie auch forschungsgeschichtlich eine herausragende Rolle, da sich hier die verschiedenen Komponenten altorientalischer literarischer und sprachlicher Traditionen wiederfinden lassen. Die Tagung ging sowohl den Traditionslinien als auch den Wirkungen nachehen, die Ugarit auf dem Gebiet der Literatur und Sprachgestaltung auf die ostmediterrane Welt ausübte.

Workshop

Abrahams Versuchungen in der Fremde
 
Pentateuch-Workshop zur literarischen Schichtung der Genesis im Alten Testament

27. bis 29. September 2015

Für die wissenschaftliche Frage nach Kulturkontakten und Kulturrezeption im Alten Orient kommt der ostmediterranen Hafenstadt Ugarit mit ihren Textarchiven und archäologischen Hinterlassenschaften aus der 2. Hälfte des 2. Jahrtausends v. Chr. eine besondere Bedeutung zu. Dabei spielen die in Ugarit gefundenen literarischen Texte sachlich wie auch forschungsgeschichtlich eine herausragende Rolle, da sich hier die verschiedenen Komponenten altorientalischer literarischer und sprachlicher Traditionen wiederfinden lassen. Die Tagung ging sowohl den Traditionslinien als auch den Wirkungen nachehen, die Ugarit auf dem Gebiet der Literatur und Sprachgestaltung auf die ostmediterrane Welt ausübte.

Internationale Tagung

„Archeological Bayuda Conference“ — First International Conference on the Archaeology of the Bayuda Desert in Sudan

10. bis 12. September 2015

Die Bayuda-Wüste im großen Bogen des Nils ist in den letzten Jahren verstärkt zum Fokus von archäologischen Surveys und Ausgrabungsaktivitäten geworden. Aktuelle Projekte nehmen den gesamten Zeitraum menschlicher Anwesenheit, Aktivität und naturräumlicher Beeinflussung in den Blick. Damit lassen sich die Lebens- und Umweltbedingungen über große Zeiträume hinweg beschreiben und Fragen nach den vielfältigen Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umwelt in einem spezifischen geografischen Raum beantworten. Neben der Vorstellung aktueller Forschungsansätze soll die "Archaeological Bayuda Conference" in Münster eine Plattform bieten, um das Potential der Erforschung dieser Region, aber auch die damit verbundenen heutigen Herausforderungen technischer, sozialer und kultureller Art zu diskutieren. Das Vortragsprogramm umfasste unter anderem Beiträge über die Steinzeit in der Bayuda, Bewegungen von Sanddünen, vergessene Straßen in der Wüste, Wasser-Management, Töpferhandwerk und Ausgrabungen von Friedhöfen



Internationale Konferenz

Prayer and Power. God's Wives of Amun in Egypt during the First Millenium BC

25. bis 27. Juni 2015

Das Amt der Gottesgemahlin als einflussreichste Position einer Priesterin im Alten Ägypten steht im Mittelpunkt einer internationalen Tagung am Exzellenzcluster „Religion und Politik“. Im Fokus stehen nicht nur der enorme Einfluss und die Macht dieser Priesterinnen, sondern auch ihre Eingebundenheit in die sozialen und ökonomischen Netzwerke ihrer Zeit.

Internationale Tagung

Klagen in den Psalmen

5. und 6. Juni 2015

Neue Forschungsansätze in der Exegese der biblischen Psalmen stehen im Mittelpunkt dieser Tagung. Forschungsfragen nach anthropologischen Eigenheiten der Klagepsalmen, nach der Rolle von Gewalt, Armut oder Vergänglichkeit in ihren rhetorischen Konzepten, nach ethischen Implikationen, nach ihrem je individuellen Profil als poetische theologische Literatur und ganz besonders nach ihrer Funktion in der Komposition des Psalmenbuchs werden beleuchtet.

Internationale Tagung

Schriften des Frühen Judentums im Kontext –
Genderspezifische und rezeptionsgeschichtliche Perspektiven

05. bis 07. Juni 2015

Als „Bücher am Rande der Bibel“ werden die Schriften, die im Judentum der hellenistisch-römischen Zeit entstanden sind, aber keinen Eingang in den biblischen Kanon gefunden haben, oft gering geschätzt – oder als „Verschluss-Sache“ mit Enthüllungspotenzial verzerrend überschätzt. De facto geht es bei diesen Schriften um Literatur, die „im Kontext der Bibel“ entstanden ist, d.h. die sich ihrerseits bereits auf ein entstehendes Korpus von normativ werdenden Schriften bezieht.