Forschung

Die Liste der Forschungsprojekte der im GKM vernetzten Wissenschaftler/innen ist lang und vielfältig: Es ist eine Vielzahl von drittmittelgeförderten Forschungsvorhaben zu nennen, die zum Teil individuell, zum Teil in Arbeitsgruppen und teilweise auch in enger Kooperation mit in- und ausländischen Universitäts- und Forschungsinstitutionen durchgeführt werden. Darunter sind DFG-Langzeitprojekte und eine Leibniz-Preis-Forschungsstelle. Einen Eindruck von den Forschungstätigkeiten unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bekommen Sie hier.

Das von der DFG geförderte Nachwuchsnetzwerk   "Norm und Narration"  bereitet derzeit die Publikation seiner Ergebnisse vor.

In dem an der WWU Münster angesiedelten Exzellenzcluster „Religion und Politik in den Kulturen der Vormoderne und Moderne“ sind viele Forscherinnen und Forscher engagiert, die schon seit Jahren im GKM zusammenarbeiten. Das GKM bildet als "Centrum für Kultur und Religion des Altertums" die Grundlage der Forschung im Bereich der Antike im Exzellenzcluster und ist mit einem Sitz im Vorstand vertreten.

Hochrangige EU-Förderung

Professor Alfons Fürst wirbt mit Partnern ein europäisches Doktorandennetzwerk ein

Gemeinsam mit Partnern aus Halle, Aarhus, Kent, Mailand und Prag hat Alfons Fürst (Alte Kirchengeschichte) den Zuschlag für ein EU-gefördertes Doktorandennetzwerk erhalten, in dem die Entstehung der Konzepte von Menschenwürde und freiem Willen in der christlichen Tradition erforscht werden soll. Die Förderung — rund 3,6 Millionen Euro für vier Jahre — kommt aus dem Marie Skłodowska Curie-Programm der Europäischen Kommission im Rahmen von HORIZON 2020. Die Universität Münster erhält davon 20 Prozent des Volumens.
Weitere Informationen zum Projekt und die aktuellen Stellenausschreibungen finden Sie hier.


DFG Langzeitprojekt "Corpus Musicae Ottomanicae" gestartet

Kritische Editionen vorderorientalischer Musikhandschriften

Das von Prof. Dr. Ralf Martin Jäger (Musikwissenschaft) erfolgreich bei der DFG eingeworbene Projekt "Corpus Musicae Ottomanicae" (CMO) startet am 30. Oktober 2015 mit einem Festakt im Schloss.  In dem auf zwölf Jahre angelegten Vorhaben kooperiert der Experte für Ethnomusikologie mit dem Institut für Arabistik und Islamwissenschaft der Universität Münster (Prof. Thomas Bauer) sowie dem Orient-Institut. Die Musikhandschriften aus Zeiten des Osmanischen Reiches sind für die Musikforschung wie auch für die Orientalistik von erstrangiger Bedeutung. Die Edition des CMO wird von "perspectiva.net", der Redaktion der Max-Weber-Stiftung, veröffentlicht.

Judaistik und Byzantinistik am SFB 1150 "Kulturen des Entscheidens" beteiligt

Logosfb1150

Der Sonderforschungsbereich 1150 „Kulturen des Entscheidens“, der zum 01. Juli 2015 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) an der WWU Münster eingerichtet wurde, untersucht die soziale Praxis und die kulturellen Grundlagen des Entscheidens in historisch vergleichender und interdisziplinärer Perspektive vom Mittelalter bis zur Gegenwart. "Entscheiden" wird dabei voraussetzungsvolle und historisch veränderliche Form des sozialen Handelns thematisiert. Prof. Dr. Regina Grundmann (Judaistik) und Prof. Dr. Michael Grünbart (Byzantinistik) sind mit zwei Projekten daran beteiligt: 
Teilprojekt C 01:
  Mittelalterliche rabbinische Responsa als Praxis des religiösen Entscheidens
Teilprojekt C 02:
Die Rolle des Übernatürlichen in Prozessen des herrschaftlichen Entscheidens in Byzanz 

Projekt "Doliche" mit 600.000 Euro weiter gefördert

Forschungsstelle Asia Minor untersucht Stadtentwicklung im hellenistisch-römischen Syrien
Doliche Logo

Das DFG-Projekt „Doliche — Stadtentwicklung und kulturelles Milieu im hellenistisch-römischen Nordsyrien“ wird mit gut 600.000 Euro für weitere drei Jahre gefördert. Doliche war in Antike und Mittelalter ein regionales urbanes Zentrum Nordsyriens, das als Ursprungort des Iuppiter Dolichenus-Kultes auch in überregionale Kontexte eingebunden war. In mehreren Grabungskampagnen soll ein administratives Archiv der Stadt freigelegt werden, das durch Oberflaechenfunde und eine Testgrabung bereits lokalisiert werden konnte. Die Moeglichkeit, ein solches Archiv archaeologisch untersuchen zu koennen, ist von hohem wissenschaftlichem Wert und auch überregional relevant, da gruendlich untersuchte Archivbefunde weitgehend fehlen.Die Ergebnisse dieser Untersuchungen werden Bedeutung für das Verständnis städtischer Kultur in der gesamten Region haben. Die Gesamteitung des Projekts liegt bei Prof. Dr. Engelbert Winter (Forschungsstelle Asia Minor).