Spiegel TV Thema 19.12.97
"Sherlock Holmes und seine Erben - Wie Wissenschaftler Verbrechen aufklären"
 

I.  Einführung

von Fransikus Kerssenbrock

Beweise. Objektive Beweise. Das verlangt die Justiz. Ihr Verlangen ist Kriminal- und Fahndungstechnikern Befehl. Aus unscheinbaren Spuren ermitteln sie Tatsachen. Mit Hochtechnologie und alten Strategien.

Erst einmal ist da nichts. Dann ein leiser, penetranter Geruch, der sich von Tag zu Tag, von Stunde zu Stunde intensiviert. Um schließlich wie ein stummer Aufschrei im Keller des verlassenen Werksgeländes an der Peripherie Wiens zu stehen. Ein Aufschrei, der nach der Polizei verlangt und eingeweihten Nasen verrät, was unbedarfte vermuten: Irgendwo hier liegt ein Mensch, dessen Existenz man vergessen machen wollte. Der sich aber nun, im Wonnemonat Mai, aus seiner Gruft heraus bemerkbar macht. Für Peter Laar*, Haustechniker, ist dies eine rüde Unterbrechung seiner Routine. Üblicherweise stattet er dem Gelände in regelmäßigen Abständen einen Besuch ab, überzeugt sich davon, daß im großen und ganzen alles seine schönste Ordnung hat (was in einem verlassenen Gebäudekomplex eben als Ordnung bezeichnet werden kann) und geht wieder seiner Wege. An diesem 4. Mai 1997 aber dringt der Geruch an seine Nase. Alarmiert ihn. Um 12.13 Uhr alarmiert er die nächstgelegene Wachstube. Eine halbe Stunde später folgen Laar und einige Sicherheitsbeamte dem Odem durch Gänge, über Treppen in den Keller, durch immer schmalere Schächte, stoßen schließlich in einem "abgemauerten Schacht mit Einstiegsöffnung, zu dem ein unterirdischer Gang führt", auf eine männliche Leiche.

Das ist der Moment, in dem der Ruf an das Büro für Erkennungsdienst, Kriminaltechnik und Fahndung (EKF) erfolgt, an die Tatortgruppe. Einmal mehr bewegt sich eine Gruppe Menschen in den Keller, dringt vor bis zur Leiche, von der sich Schwärme von Fliegen erheben. Von der Leiche einer unbekannten Person. (....)

Handwerk und Wissenschaft. In der Forensik gehen sie Hand in Hand. 68 Beamte umfaßt das EKF. Darunter die Leute von den Tatortgruppen, Chemiker, Ballistiker, Schriftvergleicher, Fotografen und Brandtechniker. Sie befinden, so Oberst Franz Kößler, nicht über Schuld oder Unschuld. Ihre Aufgabe ist es, Spuren zu sichern. Beweise zu finden. Objektive Beweise zu liefern. "Zeugenaussagen widersprechen sich oft, sind ungenau, subjektiv. Wir haben unumstößliches Material vorzulegen."

II. Aspekte der Forensik

1. 110 Jahre Gerichtsmedizin in Berlin Mitte Vom polizeilichen Leichenschauhaus zum Universitätsinstitut für Gerichtliche Medizin Recherche durch den ehemaligen Direktor des Instituts für Kriminologie der Humboldtuniversität in Berlin mit Fallstudien.

2. Alle unerklärlichen Todesfälle müssen forensisch untersucht werden, z.B. der plötzliche Säuglingstod

3. Methoden der Forensik

4. Forensische Psychologie und Psychiatrie

5. Weiterbildung mit forensischen Methoden

  • Alkohol im Straßenverkehr, eine Weiterbildungsmaßnahme für Staatsanwälte, Richter, Rechtsanwälte und Referendare.

6. Forensik und Wirtschaftskriminalität

Forensik ist nicht auf den Bereich der Gerichtsmedizin beschränkt. Andere Bereiche der Verbrechensaufklärung und Verbrechensbekämpfung arbeiten ebenfalls mit forensischen Methoden, wie etwa Handschriftenanalyse, Spracherkennung oder der forensischen Buchhaltung. Diese Methoden werden u.a. bei der Verfolgung von Wirtschaftskriminalität angewandt.

III. Best Internet resources 

VI. Kontakte und Informationsquellen

V. Lehrfilme etc.