- Wegekreuze -

vom Mordkreuz zum Unfallkreuz

recherchiert und umgesetzt von

Uli Schulte, Peter Lutze, Martin Kramer, Astrid Corall, Andrea Schiltmeyer & Severino Melchiorre

Sequenz Internet Filmmaterial Kommentar
 

Steinkreuz Baumberge (1154):

das einzige "echte" Mordkreuz im Beitrag erinnert an folgende Geschichte: eine Marktfrau machte in einem Gasthaus Rast, bei sich ein Bündel mit Nägeln, das sie beim Hinsetzen auf den Tisch warf. Zwei Landsknechte vermuteten aufgrund des Klimperns, der Beutel sei voller Goldmünzen. Um ihr das Gold abzunehmen, lauerten die beiden Männer ihr auf und tötenen die Frau. Leider entdeckten sie ihren Irrtum erst nach vollendeter Greueltat.

im Anschluß ist eine Überleitung geplant:

die Volkskundlerin Dr. F. Schepper-Lambers wird zum juristischen und religiösen Hintergrund der Mordkreuze interviewt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Sage nach ist an der durch das Bispingkreuz markierten Stelle ein Professor von Studenten erschlagen worden. Diese Sage wurde durch den Befund relativiert, daß es sich bei dem Kreuz um einen Grenzstein handelt, der das Bistumsgelände abgrenzte. Allerdings fanden Heimatforscher heraus, daß durch einen später begangenen Mord das vermeintliche Mordkreuz am Ende doch seinem Namen gerecht wurde.

Im Anschluß findet Überleitung mittels Archivbildern statt, die Kreuze zeigen, welche in Verbindung mit Todesfällen stehen (sowohl mit gewaltsamer als auch mit Unfällursache)

 

 

Dieses Kreuz erinnert an Anna Beumer, die im Jahre 1895 im Alter von 17 Jahren verstarb. Seit dem pflegt die traditionsbewußte Familie das Kreuz. In diesem Fall wurde das Kreuz allerdings nicht aus Reue oder Sühne errichtet, sondern zur Erinnerung an die Tote.

Überleitung: O-Ton Dr. Schepper-Lambers über die Motivation des Aufstellens von Wegekreuzen/Kennzeichnung von Todes- bzw. Unfallstätten.

 

 

Beispiel für Unfallkreuze, die auch heutzutage immer wieder an Orten tragischer Unfälle mit Todesfolge zu finden sind. Diese aktive Form der Trauerarbeit verstößt zwar offiziell gegen die StVO, wird aber aus verständlichen Gründen von den jeweiligen Ordnungsämtern toleriert.