Verleihung des Claudia-Lucas-Preises für gute Lehrerinnen- und Lehrerausbildung

Dozierenden-Team des Instituts für Erziehungswissenschaft ausgezeichnet

Bereits zum zweiten Mal wurde der Claudia-Lucas-Preis für gute Lehre am Fachbereich 06 verliehen. Dieses Mal standen Seminare mit dem Schwerpunkt „Projektseminar Praxissemester“ im Fokus.
Die diesjährigen Preisträger wurden aus der Gruppe der Lehrenden ausgewählt, die ein Projektseminar im Rahmen des Praxissemesters anbieten. Das „neue“ Veranstaltungsformat der Projektseminare stellt nicht nur für die Studierenden eine Herausforderung dar, sondern auch für die Lehrenden. Mit dem Lehrpreis soll die Qualität der Lehre in der Lehramtsausbildung als ein zentrales Kriterium der WWU Münster hervorgehoben werden.
Das Dozierenden-Team Daniel Bertels, David Rott und Marcel Veber wurde von einer Auswahlkommission, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der Geschäftsstelle Bildungswissenschaften (Dr. Iris Janßen), des Studiendekanats (Christian Weyer) und des hochschuldidaktischen lehrports (Stephanie Höke) des Fachbereichs 06, mit dem Claudia-Lucas-Preis für gute Lehrerinnen- und Lehrerbildung am Fachbereich 06 ausgezeichnet.
Im Namen der Auswahlkommission überreichte Frau Prof. Ulrike Weyland als Sprecherin der Koordinierungskommission Bildungswissenschaften den Preisträgern den Lehrpreis des Studienjahres 2015/16 für das herausragende Konzept des Projektseminars zum Praxissemester in den Bildungswissenschaften mit dem Schwerpunkt „Individuelle Förderung & Inklusive Bildung“.
In der Laudatio lobte Frau Prof. Weyland das Konzept des Team-Teachings, das die Studierenden u.a. für Ansätze der multiprofessionellen Teamarbeit sensibilisieren soll. Darüber hinaus hob sie die `Workshop-Angebote´ zu inhaltlichen Schwerpunktsetzungen hervor, welche den Studierenden Wahlmöglichkeiten unter Berücksichtigung ihrer persönlichen Interessen und Entwicklungsbereiche eröffnen sollen. Auch die zielführende Umsetzung des Forschenden Lernens wurde lobend erwähnt. In diesem Zusammenhang wurde auch die vielgestaltige Setzung von Reflexionsräumen als hervorzuhebendes Merkmal herausgestellt. Hierzu werden u.a. auch Formen des Peer-Tutorings genutzt. Hinzu kommen Angebote, den Studierenden im Sinne des Pädagogischen Doppeldeckers Evaluationspraxen zu eröffnen, die sie, ausgehend von der persönlichen Erprobung, auch selbst im Feld Schule einsetzen können. Festgehalten werden die Ergebnisse in einer Präsentation der Studierendenvorhaben – jedoch nicht nur für die Seminargruppen, sondern auch für eingeladene Gäste aus den Schulen, den Zentren für schulpraktische Lehrerbildung, den Schulämtern, der Bezirksregierung Münster oder verschiedenen Hochschulen, die allesamt am Praxissemester beteiligt sind. Angestrebt wird für die Studierenden ein möglichst umfassendes Bild an Rückmeldungen, um die Studienprojekte erfolgreich zum Abschluss zu bringen.
Der Claudia-Lucas-Preis ist mit 2.000 € dotiert und wird studienjährlich verliehen.