Institut für Christliche Sozialwissenschaften,
Hüfferstr.27, 48149 Münster

Direktor: Prof. DDr. Karl Gabriel [email]
ics@uni-muenster.de

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Stand: 06.12.04 Wir übernehmen für institutsfremde Links keine Verantwortung.

 
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Derzeit laufende Projekte:

 

DFG-Projekt:  Bibelverständnis

Unter der Leitung der Professoren DDr. Karl Gabriel [Institut für Christliche Sozialforschung] und Dr. Martin Ebner [Seminar für Exegese des NT] führt eine Arbeitsgruppe (PD DDr. Helmut Geller, Dipl.Theol. Christian Schramm, Dipl. Theol. Johanna Erzberger MA) eine Untersuchung  zu "Bibelverständnis und Bibelzugang" durch. Das Projekt wird gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft.
Ziel des Projektes ist es herauszufinden, in welchen Situationen Menschen heute biblischen Texten begegnen, welches (Vor-) Verständnis sie von der Bibel mitbringen und wie sie biblische Texte interpretieren, also kurz welchen Zugang zu und Umgang mit biblischen Texten sie haben und welche Relevanz sie diesen Texten zusprechen.
Um herauszufinden, ob Vorverständnisse und Textauslegung milieuspezifisch variieren, sollen ca. 15 Gruppendiskussionen in entsprechenden Milieus durchgeführt werden, die anschließend mittels rekonstruktiver Auswertungen analysiert werden.
Zielsetzung ist die Rekonstruktion unterschiedlicher Typen von "Alltagsexegesen". Für jede Gruppe soll ermittelt werden, nach welcher Hermeneutik sie an die Texte herangehen, um daraufhin Möglichkeiten zu erkunden, ob sich Anknüpfungspunkte zu gegenwärtigen Methoden der wissenschaftlichen Exegese finden lassen.


Kontakt: Forschungsprojekt "Bibelverständnis"

Hüfferstr. 27
Raum 1.47
48149 Münster
Tel.: 0251/83-32645 oder -32646
e-Mail: bibel@uni-muenster.de
Homepage: http://egora.uni-muenster.de/fb2/bibel/aktuelles.shtml

 

 

DFG-Projekt:  Ambulante Pflege zwischen Familie, Staat und Markt

Unter Leitung der Professoren DDr. Karl Gabriel (Institut für Christliche Sozialwissenschaften an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster) und Dr. Eckart Pankoke (Fachgruppe Soziologie an der Universität GH Essen) führt eine Arbeitsgruppe (PD DDr. Helmut Geller, Stefan Leibold, Sigrid Bathke) die Untersuchung „Ambulante Pflege zwischen Familie, Staat und Markt" durch. Das Projekt wird gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft.
Durch die Einführung der Pflegeversicherung im Jahre 1995 haben sich die Finanzierungsbedingungen für Pflegeeinrichtungen entscheidend verändert. Das Kostenerstattungs- oder Verlustabdeckungsprinzip wurde ersetzt durch wettbewerbsfördernde Ausschreibungsverfahren und vertragsförmig vereinbarte Leistungsentgelte. Der Pflegebereich hat sich von einer anbieterorientierten Bedarfs- zu einer nachfrageorientierten Marktwirtschaft entwickelt, in der alle Anbieter gleich gestellt sind. Die Umstellung sollte die Konkurrenz auf dem Markt erhöhen und so die Leistungsfähigkeit steigern. Erstrebt wird damit gleichzeitig eine Kostensenkung.
Aufgabe der Untersuchung ist es zu erkunden, wie sich der Ökonomisierungsdruck auf das Selbstverständnis von Einrichtungen der ambulanten Pflege, die konkrete Pflege und die Beurteilung durch die Klienten auswirkt.
Ziel des Projektes sind also nicht Evaluierungen oder Zertifizierungen der beteiligten Pflegestationen. Vielmehr soll ermittelt werden, wie sie in Auseinandersetzung mit den Rahmenbedingungen ihre Konzepte entwickeln und wie sie diese Konzepte in die Pflegepraxis umsetzen. So sollen Perspektiven sichtbar werden, unter denen die Beteiligten Pflege organisieren und wahrnehmen, in Kontexte einordnen und bewerten.
Um dieses Ziel zu erreichen soll die Untersuchung in drei Erhebungsschritten durchgeführt werden.
Zuerst sollen die Leiter/innen der Pflegestationen in unterschiedlicher Trägerschaft ihre Einrichtung vorstellen, Stärken und Schwächen der Pflegeversicherung aus ihrer Sicht reflektieren und die Auswirkungen der Pflegeversicherung auf das Selbstverständnis und die Arbeitsweise der Einrichtung erörtern.
Im zweiten Untersuchungsschritt sollen Pfleger/innen ihren Pflegealltag darstellen und erörtern, welche Kriterien sie bei der Aufstellung von Pflegeplänen berücksichtigen, wie sie diese Pläne in ihre Pflegepraxis umsetzen und welche Probleme aus ihrer Sicht dabei auftreten.
Im dritten Untersuchungsschritt sollen Klienten der Einrichtung oder deren Angehörige mittels eines standardisierten Fragebogens darüber befragt werden, wie sie ihren Alltag organisieren, welche Probleme bei der Integration der Pflege in ihre Lebenswelt auftreten, auf welche Weise sie Leistungen der Pflegeversicherung in Anspruch nehmen und wie sie die Pflege und deren Rahmenbedingungen insgesamt beurteilen.
Die Untersuchung soll in den Städten Münster und Essen durchgeführt werden. Insgesamt werden 20 Pflegestationen in verschiedener Trägerschaft einbezogen.

(Auszug aus dem Tätigkeitsbericht 2002)

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