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Verunsicherung des Verbrauchers!

Die Mitteilung des Verbraucherschutz-Ministeriums, dass in  Zimt vorkommende Cumarine zur Tumorbildung und anderen schweren Nebenwirkungen Anlass geben können, hat in der Vergangenheit viele Verbraucher verunsichert.

Zimt 2x
 

Folgendes muss klargestellt werden:

a)    Zimt ist nicht gleich Zimt !

Der Name  für das Gewürz „Zimt“ ist ein Sammelbegriff für die getrocknete Rinde verschiedener Zimtbaum-Arten aus der Familie der Lauraceen.

Von bester Qualität und auch am bekanntesten ist Ceylonzimt, die geschälte Rinde von Cinnamomum verum J. S. Presl (= C. ceylanicum  Nees).    

Hier wird von etwa daumendicken Zweigen die Rinde abgelöst, nachdem zuvor von diesen Zweigstücken die äußerste Rindenschicht  abgeschabt wurde. 4-10 solcher dünnen röhrenförmigen Stücke werden ineinander gelegt getrocknet, sie kommen als Zimtstangen in den Handel. Die auf eine bestimmt Länge geschnittenen Stangen oder das davon hergestellte Pulver gelangt in den Handel. Dieser Ceylonzimt gilt als hochwertig, der Gehalt an lebertoxischen Cumarinen ist äußerst gering und teilweise nicht nachweisbar.

Diese Ware wird z. B. bei Bezug durch deutsche Apotheken verwendet und an den Verbraucher abgegeben.

Anders sieht es bei minderwertigem Zimt aus! Der Chinesische Zimt – die ungeschälte Rinde von Cinnamomum aromaticum Nees (= C. cassia)  – der ungeschält eine wesentlich dickere Rinde hat und außen eine mächtige Korkschicht besitzt, kann mehr als 0,03 % Cumarine aufweisen.

Der Chinesische Zimt kommt  in langen Rindenstücken, die nicht ineinander gelegt sind in den Handel. Er ist insgesamt viel grober und qualitativ nicht so hochwertig.

Daneben gibt es noch einige weitere Zimt-Arten, die allerdings von geringer wirtschaftlicher Bedeutung sind und bei denen die Angaben zum Cumaringehalt spärlich sind.

Trägt eine Gewürzpackung den Namen „Zimt“, so sind das häufig Mischungen verschiedener preiswerter Zimtarten.

b)    Auch hier gilt der alte Paracelsus-Ausspruch: „Die Dosis macht das Gift“.

Gewürze im Übermaß verwandt, können erhebliche negative Wirkungen entfalten. Die Dosen zu Würzzwecken sind im allgemeinen sehr gering, so dass Nebenwirkungen unerheblich sind. Dies gilt auch für Zimtgewürze.

Zudem gehört das Würzen mit Zimt  nicht zu den alltäglichen Gepflogenheit, so dass die Verwendung kein grösseres Risiko birgt als die Nutzung anderer Gewürze.

 

Empfehlung:

Kaufen Sie nur Ceylonzimt – möglichst in der Apotheke!

Das ist geprüfte Ware, die auch keine Verunreinigung von Chinesischem Zimt, Padang-Zimt, Saigon-Zimt oder Malabar-Zimt enthält.

 

Ausschnitt aus dem Jahresbericht 2006 des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit:


Einige Zimtsorten enthalten den in der Pflanzenwelt weit verbreiteten natürlichen Aromastoff Cumarin in beachtlichen Konzentrationen. Toxikologische Untersuchungen und Bewertungen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und des deutschen Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) haben ergeben, dass bei übermäßiger Aufnahme von Cumarin eine leberschädigende Wirkung nicht ausgeschlossen werden kann. Bei normalen Verzehrgewohnheiten eines erwachsenen Menschens wird die aus toxikologischer Sicht akzeptable tägliche Aufnahmemenge an Cumarin jedoch nicht überschritten. Diese akzeptablen Aufnahmemengen können bei Kindern jedoch aufgrund des geringeren Körpergewichts überschritten werden.


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