Koordinierte Forschungsprogramme
Die Forschung am Organisch-Chemischen Institut gestaltet sich in großem Maße interdisziplinär. Die am Institut ansässigen Arbeitsgruppen arbeiten eng mit lokalen, nationalen und internationalen Wissenschaftlern unterschiedlichster Disziplinen zusammen. In Bereichen weitreichenden Bereichen angefangen bei den Biowissenschaften, der bio- und pharmazeutischen Chemie über medizinische Anwendungen hin zu den Materialwissenschaften und der Physik besitzt die Organische Chemie einen festen Platz. Im Folgenden wird eine Übersicht mit kurzen Zusammenfassungen der Programme gegeben:
| - | Sonderforschungsbereich 858 | Zusfsg. | Homepage |
| - | Integriertes Graduiertenkolleg im SFB 858 | Zusfsg. | Homepage |
| - | Internationales Graduiertenkolleg (IRTG) Münster-Nagoya | Zusfsg. | Homepage |
| - | Sonderforschungsbereich - Transregio 61 | Zusfsg. | Homepage |
| - | Sonderforschungsbereich 656 - MoBil | Zusfsg. | Homepage |
| - | Internationales Graduiertenkolleg (IRTG) Münster-HRSMC | Zusfsg. | Homepage |
| - | NRW Int. Graduate School of Chemistry (01-08) & NRW Forschungsschule (seit 09) | Zusfsg. | Homepage |
| - | FOKUS Professur | Zusfsg. | Homepage |
Stipendien und Förderprogramme für Postdoktoranden, Doktoranden und Studierende
Mit
den wissenschaftlichen Projekten unter Beteiligung der Arbeitsgruppen
im Organisch-Chemischen Institut steht Doktoranden eine herausfordernde
Vielfalt an möglichen Arbeitsfeldern zur Verfügung, die die
wissenschaftliche Betätigung in einer Reihe interdisziplinärer
Forschungsgebiete ermöglicht. Einige der im folgenden aufgeführten
Programme bieten qualifizierten Interessenten Stipendien zur
Anfertigung einer Dissertation an. Desweiteren werden Stellen für
Postdoktoranden ausgeschrieben.
Studierende
der Chemie finden hier interessante Möglichkeiten der Studienförderung
zur finanziellen Unterstützung schon während des Studiums.
Sonderforschungsbereich 858: "Synergetische Effekte in der Chemie - Von der Additivität zur Kooperativität"
Der SFB 858 nutzt sog. „kooperative Effekte“ zum Aufbau und zur Aktivierung chemischer Systeme. Der Begriff der Kooperativität entstammt ursprünglich der Biologie. Er beschreibt hier die gegenseitige Beeinflussung von Einzelkomponenten eines Mehrteilchensystems, woraufhin die chemische Wirkung moduliert wird. Die Effizienz solcher biochemischen Umsetzungen beruht dabei auf dem sorgfältigen räumlichen und zeitlichen Zusammenführen und Abgrenzen chemisch aktiver Einheiten in einem Mehr-Teilchen-Szenario. Herkömmliche chemische Reaktionen lassen sich in der Regel als Zwei-Körper-Szenario mit nur einer aktivierenden Einheit beschreiben. |
Integriertes Graduiertenkolleg im SFB 858: "Grundlagen & Anwendungen kooperativer Effekte"
Das Integrierte Graduiertenkolleg im SFB 858 (IRTG/SFB858) "Grundlagen und Anwendungen kooperativer Effekte" dient als Plattform der Mitarbeiter und Stipendiaten im SFB 858, das sich aus ungefähr 40 Doktoranden ("Kollegiaten") zusammensetzt. Die eigenen Forschungsarbeiten werden von einem strukturierten Promotionsrogramm begleitet: Monatliche wissenschaftliche Seminare der Doktoranden, eine semesterbegleiitende Ringvorlesung der Projektleiter des SFB 858 sowie Workshops, Symposien und Freizeitaktivitäten führen zu einem Mehrwert für die individuelle Entwicklung der Mitarbeiter. |
1. Internationales Deutsch-Japanisches Graduiertenkolleg: "Komplexe chemische Systeme: Design, Entwicklung und Anwendungen", (IRTG 1143 Münster-Nagoya)
Das
erste Deutsch-Japanische Graduiertenkolleg „Complex Functional Systems
in Chemistry: Design, Development and Applications“ der WWU Münster und
der Nagoya University bietet Doktoranden die Möglichkeit, ihre
Forschungsarbeit in Kollaboration zwischen einem Münsteraner
Doktorvater und einem japanischen Mentor zu vielfältigen aktuellen
Themen der modernen Chemie anzufertigen. |
Sonderforschungsbereich / Transregio 61: "Multilevel Molecular Assemblies: Structure, Dynamics and Functions"
Innerhalb
des SFB-Transregios 61 arbeiten Physiker, Biologen und Chemiker an
funktionellen Objekten im molekularen und nano-skaligen Bereich mit dem
Ziel, die mechanismen der molekularen und partikulären
Selbsrorganisation zu entschlüsseln und auszunutzen. Der Fokus liegt
auf Systemen, deren Dimensionen sich über mehrere Level erstrecken. |
Sonderforschungsbereich 656: "Molekulare kardiovaskuläre Bildgebung (MoBil) - Von der Maus zum Menschen"
Hauptaufgabe
des Sonderforschungsbereiches 656 ist es, die Lücke zwischen
Grundlagenforschung und klinischer Anwendung zu schließen, um das
innovative Feld der molekularen Bildgebung weiterzuentwickeln.
Innerhalb des SFB 656 MoBil arbeiten Naturwissenschaftler und klinische
Forscher aus den Bereichen der Chemie, Mathematik & Informatik,
Physik und Medizin an interdisziplinären Projekten. |
Internationales Graduiertenkolleg: "Aufbau supramolekularer Funktionsräume - Containermoleküle, Macrocyclen und verwandte Verbindungen", (IRTG 1444 Münster-Holland Research School of Molecular Catalysis)
Die
Arbeitsgruppen Grimme und Würthwein sind an einem zweiten
Internationalen Graduiertenkolleg „Generation of Supramolecular
Functional Cavities - Container Molecules, Macrocycles and Related
Compounds“ zwischen der WWU Münster und der Holland Research School of
Molecular Chemistry beteiligt, innerhalb derer ebenfalls
Doktorandenstipendien vergeben werden.
Innerhalb dieses Graduiertenkollegs interessieren sich die
Wissenschaftler dabei für so genannte Supermoleküle, die aus mehreren
einzelnen Molekülen bestehen. Ein Schwerpunkt des Projekts soll die
Herstellung von Containermolekülen werden. Diese Verbindungen besitzen
große Hohlräume, über die sie mit anderen Molekülen selektiv in
Wechselwirkung treten können - quasi nach einem
Schlüssel-Schloss-Prinzip. Unter Umständen kann solch ein Hohlraum als
Reaktionsraum dienen und chemische Reaktionen so beeinflussen, dass sie
schneller ablaufen. |
NRW-Graduate School of Chemistry
"Molecular Functional Structures and Solid State Materials" (2001-2008)
und NRW-Forschungsschule "Molecules & Materials - A Common Design
Principle" (seit 2009)
Ziel der Forschungsschule zum Thema „Molecules and Materials –
A Common Design Principle“ ist es, chemische, biologische und materialwissenschaftliche Projekte in
einer Forschungsschule mit einem gemeinsamen Lehrprogramm zu integrieren. In drei Untereinheiten A:
Chemie an Oberflächen, B: Funktionelle Materialien und C: Chemische Systeme im „Life Science
Bereich“ werden gemeinsame und verbindende Design-Prinzipien an unterschiedlichen Systemen zum
Aufbau neuer funktionaler Strukturen untersucht und genutzt. Die intra- und intermolekularen
Wechselwirkungen der beteiligten Bausteine müssen in ihrer gesamten Komplexität verstanden und
kontrolliert werden. Ferner soll eine Untereinheit Z: Zentrale Projekte eingerichtet werden, die mit der
theoretischen Chemie und einer Gruppe für Wirtschaftschemie ausgestattet wird. Die theoretische Chemie
verbindet die Einheiten A-C und soll mit Hilfe von modernen Methoden die gesamte Skala der verfügbaren
intermolekularen Wechselwirkungen studieren und zum Aufbau komplexer Systeme nutzen. Der Bereich
Wirtschaftschemie begleitet anwendungsorientierte Projekte und verbrückt die Hochschulforschung mit der
Industrieforschung.
Das dreijährige Lehrprogramm spiegelt die Grundphilosophie der Forschungsschule wider und beinhaltet
besondere Elemente zur Entwicklung wissenschaftlicher Kommunikationstechniken und zur Einbindung
internationaler Kooperationen. Die Schule richtet sich an B.Sc.- und M.Sc.- und Diplom-Absolventen, die
aus einem internationalen Bewerberpool rekrutiert
werden. Mit der Forschungsschule wird die strukturierte Doktorandenausbildung etabliert und
weiterentwickelt. |
"Interdisziplinäres Forschungszentrum für kooperative und funktionale nanoskalige Systeme (FOKUS)"
Das
"Interdisziplinäres Forschungszentrum für kooperative und funktionale
nanoskalige Systeme" (FOKUS) verstärkt seit 2005 die interdisziplinäre
Zusammenarbeit zwischen Physik, Chemie, Biologie und Medizin.
Entscheidend daran wirkt Prof. Dr. Bart Jan Ravoo, Professor für
"Synthese funktionaler nanoskaliger Systeme" am Organisch-Chemischen
Institut mit.
Ziel der Forschung ist die Anwendung von Molekülen als Bausteine für
den Aufbau von Materialien und nanoskaligen Geräten mittels
Selbstorganisation. Der Aufbau komplexer und dynamischer Überstrukturen
aus vielen Molekülen führt zu chemischen Systemen mit neuen
Eigenschaften, die über die Summe der Komponenten hinausgehen. Die
Gruppe Ravoo forscht an zwei Hauptthemen: die supramolekulare Chemie in
Wasser und die Oberflächenmodifikation mittels molekularer
Selbstorganisation. |
News / Vorträge
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Dr. Pol Besenius in NRW-Akademie
Dr. Pol Besenius ist in die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste aufgenommen worden -
Leibniz-Preis
Wichtigster deutscher Forschungsförderpreis geht an Prof. Dr. Frank Glorius. -
Großes Potenzial für neue Anwendungen
Dr. Pol Besenius stellt Nanomaterialien nach dem Vorbild der Natur her - Alle Nachrichten
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14.05.13, C2, 17:15 -
Prof. O.S. WolfbeisUniversität Regensburg
Nanosensoren für die (intrazelluläre) Sensorik und bildgebende Darstellung von Sauerstoff, pH - Wert und Temperatur -
16.05.13, C2, ab 13:00 -
2. Industrie-Symposium - FoChInForschung in der Chemischen Industrie: 2. Symposium 2013. Industry Research - Introduced to You.
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27.05.13, C2, 17:15 -
Prof. H. BettingerUniversität Tübingen
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