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Organisch-Chemisches Institut
Corrensstr. 40 D-48149 Münster
Tel.: +49 251 83-33210
Fax: +49 251 83-39772
orgchem
@uni-muenster.de

Studien- und Forschungsprogramme

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Koordinierte Forschungsprogramme

Die Forschung am Organisch-Chemischen Institut gestaltet sich in großem Maße interdisziplinär. Die am Institut ansässigen Arbeitsgruppen arbeiten eng mit lokalen, nationalen und internationalen  Wissenschaftlern unterschiedlichster Disziplinen zusammen. In Bereichen weitreichenden Bereichen angefangen bei den Biowissenschaften, der bio- und pharmazeutischen Chemie über medizinische Anwendungen hin zu den Materialwissenschaften und der Physik besitzt die Organische Chemie einen festen Platz. Im Folgenden wird eine Übersicht mit kurzen Zusammenfassungen der Programme gegeben:

-Sonderforschungsbereich 858Zusfsg. Homepage
-Integriertes Graduiertenkolleg im SFB 858
Zusfsg.
Homepage
-Internationales Graduiertenkolleg (IRTG) Münster-NagoyaZusfsg. Homepage
-Sonderforschungsbereich - Transregio 61Zusfsg. Homepage
-Sonderforschungsbereich 656 - MoBilZusfsg. Homepage
-Internationales Graduiertenkolleg (IRTG) Münster-HRSMCZusfsg. Homepage
-NRW Int. Graduate School of Chemistry (01-08) &
NRW Forschungsschule (seit 09)
Zusfsg. Homepage
-FOKUS ProfessurZusfsg.Homepage

Stipendien und Förderprogramme für Postdoktoranden, Doktoranden und Studierende

Mit den wissenschaftlichen Projekten unter Beteiligung der Arbeitsgruppen im Organisch-Chemischen Institut steht Doktoranden eine herausfordernde Vielfalt an möglichen Arbeitsfeldern zur Verfügung, die die wissenschaftliche Betätigung in einer Reihe interdisziplinärer Forschungsgebiete ermöglicht. Einige der im folgenden aufgeführten Programme bieten qualifizierten Interessenten Stipendien zur Anfertigung einer Dissertation an. Desweiteren werden Stellen für Postdoktoranden ausgeschrieben.
Studierende der Chemie finden hier interessante Möglichkeiten der Studienförderung zur finanziellen Unterstützung schon während des Studiums.


Sonderforschungsbereich 858:  "Synergetische Effekte in der Chemie - Von der Additivität zur Kooperativität"

Logo Claim Sfb858 De

Der SFB 858 nutzt sog. „kooperative Effekte“ zum Aufbau und zur Aktivierung chemischer Systeme. Der Begriff der Kooperativität entstammt ursprünglich der Biologie. Er beschreibt hier die gegenseitige Beeinflussung von Einzelkomponenten eines Mehrteilchensystems, woraufhin die chemische Wirkung moduliert wird. Die Effizienz solcher biochemischen Umsetzungen beruht dabei auf dem sorgfältigen räumlichen und zeitlichen Zusammenführen und Abgrenzen chemisch aktiver Einheiten in einem Mehr-Teilchen-Szenario. Herkömmliche chemische Reaktionen lassen sich in der Regel als Zwei-Körper-Szenario mit nur einer aktivierenden Einheit beschreiben.
Der SFB 858 will das Zusammenwirken chemischer Systeme (Atome, Moleküle, Aggregate, Oberflächen) umfassender interpretieren. Unter Einbeziehung fundierter theoretischer und experimenteller Betrachtungen sollen die aus den einzelnen Forschungsrichtungen resultierenden Erkenntnisse zu gemeinsam gültigen, grundlegenden Prinzipien gebündelt und weiterentwickelt werden. Wir suchen dabei ein tiefgreifendes Verständnis der Kooperativität auf molekularer Ebene.
Auf dem Gebiet der Molekülchemie sollen existierende kooperative Effekte in der (Dualen) Katalyse oder der Chemie antagonistischer Paare identifiziert und als solche charakterisiert werden, um bspw. neue chemische Reaktivität zu entwickeln oder bekannte Umsetzungen effizienter zu gestalten. Biologische und auch anorganisch-physikalische Oberflächen sollen als aktive Komponenten eines Mehr-Teilchen-Szenarios bei der Beschreibung chemischer Prozesse erfasst und zur Erzeugung von chemischen (Reaktivität, Selektivität) oder physikalischen Phänomenen ausgenutzt werden. Zudem sollen kooperative Effekte in biochemischen Prozessen auch auf der molekularen Ebene erfasst werden. Die Teilgebiete der Biochemie, der Synthese und der organischen Oberflächenchemie profitieren somit gegenseitig voneinander.
Weblink: http://www.wwu.de/sfb858/

Integriertes Graduiertenkolleg im SFB 858:  "Grundlagen & Anwendungen kooperativer Effekte"

Logo Claim Irtg Sfb858 De

Das Integrierte Graduiertenkolleg im SFB 858 (IRTG/SFB858) "Grundlagen und Anwendungen kooperativer Effekte" dient als Plattform der Mitarbeiter und Stipendiaten im SFB 858, das sich aus ungefähr 40 Doktoranden ("Kollegiaten") zusammensetzt. Die eigenen Forschungsarbeiten werden von einem strukturierten Promotionsrogramm begleitet: Monatliche wissenschaftliche Seminare der Doktoranden, eine semesterbegleiitende Ringvorlesung der Projektleiter des SFB 858 sowie Workshops, Symposien und Freizeitaktivitäten führen zu einem Mehrwert für die individuelle Entwicklung der Mitarbeiter.
Das IRTG/SFB858 offeriert 1-Jahres Stipendien für hochqualifizierte Bewerber mit der Option auf anschließende Übernahme in ein Forschungsprojekt des SFB 858.
Weblink: http://www.wwu.de/sfb858/irtg.html

1. Internationales Deutsch-Japanisches Graduiertenkolleg:  "Komplexe chemische Systeme: Design, Entwicklung und Anwendungen", (IRTG 1143 Münster-Nagoya)

Logo der IRTG MS NG

Das erste Deutsch-Japanische Graduiertenkolleg „Complex Functional Systems in Chemistry: Design, Development and Applications“ der WWU Münster und der Nagoya University bietet Doktoranden die Möglichkeit, ihre Forschungsarbeit in Kollaboration zwischen einem Münsteraner Doktorvater und einem japanischen Mentor zu vielfältigen aktuellen Themen der modernen Chemie anzufertigen.
16 Arbeitskreise aus der Chemie in Münster und Nagoya arbeiten dabei an  Projekten aus verschiedenen Bereichen der chemischen Forschung und verwandten angrenzenden Gebieten eng zusammen. Die Forschungsthemen sind interdisziplinär angelegt und befassen sich mit Aspekten aus der Katalyse, den Materialwissenschaften, der biologischen und medizinischen Chemie und der chemischen Synthese.
Im internationalen Graduiertenkolleg bilden Aspekte der modernen wissenschaftlichen Ausbildung der derzeit insgesamt 27 Doktoranden neben ihrer Forschungstätigkeit einen besonderen Schwerpunkt. Das Vorlesungs- und Seminarprogramm wird gleichermaßen von den beteiligten Dozenten aus Münster und Nagoya sowie von eingeladenen internationalen Experten auf den angesprochenen Gebieten bestritten. Ein Merkmal der IRTG ist, dass alle beteiligten Doktoranden einen Aufenthalt von etwa sechs Monaten im Partnerinstitut absolvieren, was einen echten Mehrwert für das Dokorandenstudium bedeutet. An diesem Programm partizipieren aktuell sechs Arbeitsgruppen (Erker, Glorius, Oestreich, Ravoo, Studer, Würthwein) des Organisch-Chemischen Instituts.
Weblink: http://www.uni-muenster.de/Chemie.oc/en/IRTG_MS_NG/index.html

Sonderforschungsbereich / Transregio 61:  "Multilevel Molecular Assemblies: Structure, Dynamics and Functions"

Logo des SFB Transregio 61

Innerhalb des SFB-Transregios 61 arbeiten Physiker, Biologen und Chemiker an funktionellen Objekten im molekularen und nano-skaligen Bereich mit dem Ziel, die mechanismen der molekularen und partikulären Selbsrorganisation zu entschlüsseln und auszunutzen. Der Fokus liegt auf Systemen, deren Dimensionen sich über mehrere Level erstrecken.
Konkrete Ziele sind 1. Verbesserte Eigenschaften im Ladungstransport, molekularem Transport (inkl. des Transports von Biomolekülen) und spektralem Tuning (Emission, Absorption, Polarisation); 2. die Herstellung schaltbarer und responsiver Materialien, die in der Lage sind, bspw. Form, elektro-optische Eigenschaften, Benetzbarkeit und Bindungsverhalten auf externe Stimuli zu verändern; 3. die Konstruktion von Hybridsystemen für biokompatible Oberflächen und Biosensoren.
Weblink: http://www.uni-muenster.de/TRR61/

Sonderforschungsbereich 656: "Molekulare kardiovaskuläre Bildgebung (MoBil) - Von der Maus zum Menschen"

Logo des SFB 656 MoBil

Hauptaufgabe des Sonderforschungsbereiches 656 ist es, die Lücke zwischen Grundlagenforschung und klinischer Anwendung zu schließen, um das innovative Feld der molekularen Bildgebung weiterzuentwickeln. Innerhalb des SFB 656 MoBil arbeiten Naturwissenschaftler und klinische Forscher aus den Bereichen der Chemie, Mathematik & Informatik, Physik und Medizin an interdisziplinären Projekten.
Es wird als eine der hauptsächlichen Herausforderungen angesehen, für jede kardiovaskuläre Erkrankung ein Spektrum bestehend aus folgenden Bereichen anzubieten: molekulare Pathophysiologie durch Target-affine Pharmazeutika und ihren gelabelten Analoga, Modelversuche an lebenden Systemen sowie sowohl präklinische als auch klinische Studien zur Bildgebung an Patienten.
Zielobjekte der molekularen Bildgebung werden über aktuelle Studien in der Diagnostik und Behandlung kardiovaskulärer Krankheitsbilder identifiziert.
Weblink: http://www.uni-muenster.de/SFBmobil

Internationales Graduiertenkolleg:  "Aufbau supramolekularer Funktionsräume - Containermoleküle, Macrocyclen und verwandte Verbindungen", (IRTG 1444 Münster-Holland Research School of Molecular Catalysis)

Logo der IRTG MS HRSMC

Die Arbeitsgruppen Grimme und Würthwein sind an einem zweiten Internationalen Graduiertenkolleg „Generation of Supramolecular Functional Cavities - Container Molecules, Macrocycles and Related Compounds“ zwischen der WWU Münster und der Holland Research School of Molecular Chemistry beteiligt, innerhalb derer ebenfalls Doktorandenstipendien vergeben werden. Innerhalb dieses Graduiertenkollegs interessieren sich die Wissenschaftler dabei für so genannte Supermoleküle, die aus mehreren einzelnen Molekülen bestehen. Ein Schwerpunkt des Projekts soll die Herstellung von Containermolekülen werden. Diese Verbindungen besitzen große Hohlräume, über die sie mit anderen Molekülen selektiv in Wechselwirkung treten können - quasi nach einem Schlüssel-Schloss-Prinzip. Unter Umständen kann solch ein Hohlraum als Reaktionsraum dienen und chemische Reaktionen so beeinflussen, dass sie schneller ablaufen.
Weblink: http://www.uni-muenster.de/Chemie.ac/graduierten/welcome.html

NRW-Graduate School of Chemistry "Molecular Functional Structures and Solid State Materials" (2001-2008) und NRW-Forschungsschule "Molecules & Materials - A Common Design Principle" (seit 2009)

Logo der GSC und NRW-Forschungsschule

Ziel der Forschungsschule zum Thema „Molecules and Materials – A Common Design Principle“ ist es, chemische, biologische und materialwissenschaftliche Projekte in einer Forschungsschule mit einem gemeinsamen Lehrprogramm zu integrieren. In drei Untereinheiten A: Chemie an Oberflächen, B: Funktionelle Materialien und C: Chemische Systeme im „Life Science Bereich“ werden gemeinsame und verbindende Design-Prinzipien an unterschiedlichen Systemen zum Aufbau neuer funktionaler Strukturen untersucht und genutzt. Die intra- und intermolekularen Wechselwirkungen der beteiligten Bausteine müssen in ihrer gesamten Komplexität verstanden und kontrolliert werden. Ferner soll eine Untereinheit Z: Zentrale Projekte eingerichtet werden, die mit der theoretischen Chemie und einer Gruppe für Wirtschaftschemie ausgestattet wird. Die theoretische Chemie verbindet die Einheiten A-C und soll mit Hilfe von modernen Methoden die gesamte Skala der verfügbaren intermolekularen Wechselwirkungen studieren und zum Aufbau komplexer Systeme nutzen. Der Bereich Wirtschaftschemie begleitet anwendungsorientierte Projekte und verbrückt die Hochschulforschung mit der Industrieforschung. Das dreijährige Lehrprogramm spiegelt die Grundphilosophie der Forschungsschule wider und beinhaltet besondere Elemente zur Entwicklung wissenschaftlicher Kommunikationstechniken und zur Einbindung internationaler Kooperationen. Die Schule richtet sich an B.Sc.- und M.Sc.- und Diplom-Absolventen, die aus einem internationalen Bewerberpool rekrutiert werden. Mit der Forschungsschule wird die strukturierte Doktorandenausbildung etabliert und weiterentwickelt.
Weblink (NRW-Forschungschule): http://www.uni-muenster.de/GSC-MS/RS/
Weblink (GSC): http://www.uni-muenster.de/GSC-MS/site/seite_1.html

"Interdisziplinäres Forschungszentrum für kooperative und funktionale nanoskalige Systeme (FOKUS)"

Logo Fokus

Das "Interdisziplinäres Forschungszentrum für kooperative und funktionale nanoskalige Systeme" (FOKUS) verstärkt seit 2005 die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Physik, Chemie, Biologie und Medizin. Entscheidend daran wirkt Prof. Dr. Bart Jan Ravoo, Professor für "Synthese funktionaler nanoskaliger Systeme" am Organisch-Chemischen Institut mit. Ziel der Forschung ist die Anwendung von Molekülen als Bausteine für den Aufbau von Materialien und nanoskaligen Geräten mittels Selbstorganisation. Der Aufbau komplexer und dynamischer Überstrukturen aus vielen Molekülen führt zu chemischen Systemen mit neuen Eigenschaften, die über die Summe der Komponenten hinausgehen. Die Gruppe Ravoo forscht an zwei Hauptthemen: die supramolekulare Chemie in Wasser und die Oberflächenmodifikation mittels molekularer Selbstorganisation.
Weblink: http://www.uni-muenster.de/FOKUS/


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