Pressemitteilungen und Kurznachrichten aus dem Organisch-Chemischen Institut
© WWU - OC (lt)
|
Münster (upm)

Chemiker der Universität Münster entwickeln neues Verfahren zur Synthese von fluorierten Molekülringen

Begehrte Verbindungen erstmals einfach herstellbar / Science-Publikation als "Durchbruch"

Pdz 3593gloriush2team
© Dr.Dziemba

Prof. Dr. Frank Glorius und Koautoren haben eine neue, einfache Methode zur Herstellung von bislang schwer herstellbaren Fluor-tragenden dreidimensionalen molekularen Ringstrukturen entwickelt. Da diese Verbindungen zum Beispiel eine große Rolle bei der Entwicklung neuer Wirkstoffe haben, ist diese in "Science" veröffentlichte neue Methode von großer Bedeutung.

Edel und glanzvoll

Ernst - Glorius
© Prof. Frank Glorius

Dass das „International Precious Metals Institute“ (IPMI) gleich zwei Auszeichnungen an münstersche Chemiker vergibt, ist etwas Besonderes. Nur wenige Träger der „IPMI Awards“ kommen aus Europa, die meisten forschen in den USA. 2017 jedoch ist die WWU im Doppelpack vertreten: Prof. Frank Glorius vom Organisch-Chemischen Institut erhält einen mit 5000 US-Dollar dotierten „Faculty Advisor Award“. Sein Doktorand Johannes Ernst wird mit einem „Student Award“ ausgezeichnet, der mit 20.000 US-Dollar dotiert ist. Die Auszeichnungen werden im Juni in Florida, USA, vergeben.

Frank Glorius wird für sein Engagement bei der Betreuung von Studierenden und Nachwuchswissenschaftlern geehrt. Der Chemiker möchte vor allem Begeisterung für die Forschung entfachen. Er nimmt sich viel Zeit für Gespräche mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und bietet ihnen exzellente Forschungsbedingungen. Dabei gewährt er ihnen Entscheidungsfreiheit und Eigenständigkeit. Gleichzeitig spielt für Frank Glorius der Austausch innerhalb der international aufgestellten Arbeitsgruppe eine wichtige Rolle – auf fachlicher Ebene, aber auch kulturell und persönlich. So soll der wissenschaftliche Nachwuchs zu mündigen, erfolgreichen Forschern heranwachsen.

Das IPMI honoriert Johannes Ernst für seine herausragende Forschung über Edelmetall-Katalysatoren. Katalysatoren sind Moleküle, die einzelne Reaktionsschritte beschleunigen oder erst möglich machen. Edelmetalle wie zum Beispiel Gold, Platin und Palladium werden aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften in der Katalyse eingesetzt. Johannes Ernst verwendet spezielle organische Moleküle, sogenannte N-heterocyclische Carbene, um die Eigenschaften der Edelmetall-Katalysatoren zu verbessern. Beispielsweise kann durch eine Bindung der organischen Moleküle an die Katalysatoren die chemische Reaktion passgenauer werden, sodass mehr von dem gewünschten Produkt entsteht. Es ist auch möglich, die Eigenschaften des entstehenden Produktes zu verbessern.

Das IPMI wurde 1976 von Professoren verschiedener hochrangiger US-amerikanischer Universitäten gegründet. Das Institut hat sich auf die Fahnen geschrieben, Informationen über Edelmetalle – unabhängig von der jeweiligen fachlichen Perspektive – zu sammeln und öffentlich zu machen.

|
Münster (upm)

Auszeichnung für Professor Gerhard Erker

Chemische Gesellschaft Japans ernennt Chemiker zum Ehrenmitglied
Gerhard Erker
© G. Erker

Die Chemische Gesellschaft Japans ("The Chemical Society of Japan", CSJ) hat Prof. Dr. Gerhard Erker vom Organisch-Chemischen Institut der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) zu ihrem Ehrenmitglied ernannt. Damit würdigte die japanische Fachgesellschaft die herausragenden Leistungen des Münsteraners auf dem Gebiet der Chemie. Gerhard Erker war von 1990 bis 2015 einer der Direktoren des Organisch-Chemischen Instituts der WWU und ist seitdem dort Seniorprofessor. Er war zudem der deutsche Sprecher des ersten japanisch-deutschen internationalen Graduiertenkollegs (IRTG Münster-Nagoya, Laufzeit 2005 bis 2014).

|
Münster (upm/ch/lt)

Radikalische Kupplungsreaktion in Science publiziert

"Radical-polar crossover reactions of vinylboron ate complexes", M. Kischkewitz, K. Okamoto, C. Mück-Lichtenfeld, A. Studer, Science 2017, 355, 936-938.
Studer et al., Science 2017
© WWU - AK Studer (photo: lt)

Der Arbeitskreis von Prof. Studer stellt in Science einen radikalischen, konzeptionell neuen Ansatz vor, mit dem übergangsmetallfrei - ausgehend von Vinyl-Bor-At-Komplexen - drei C-C-Bindungen geknüpft werden. Die vorgestellte Methode steht somit komplementär zur Suzuki-Miyaura-Kreuzkupplung. Die Arbeiten wurden durch den Europäischen Forschungsrat (ERC) unterstützt.
Zur Originalarbeit (freier Zugang)

|
Münster (upm/ch)

Chemiker Manuel van Gemmeren leitet neue Otto-Hahn-Nachwuchsforschergruppe

Auszeichnung durch Max-Planck-Gesellschaft / Grundlagenforschung zur Kontrolle chemischer Reaktionen
van Gemmeren
© privat

Dr. Manuel van Gemmeren vom Organisch-Chemischen Institut der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) ist seit Januar 2017 Leiter einer Otto-Hahn-Nachwuchsforschungsgruppe der Max-Planck-Gesellschaft (MPG). Er forscht und lehrt an der WWU, gehört aber zugleich dem Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion in Mülheim an der Ruhr an.

|
Münster (upm)

EU fördert WWU-Chemiker mit 1,5 Millionen Euro

Starting Grant für Prof. Dr. Gustavo Fernández Huertas
Gustavo Fernández
© Prof. G. Fernández

Gute Nachricht aus Brüssel: Prof. Dr. Gustavo Fernández Huertas vom Organisch-Chemischen Institut der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) erhält einen begehrten europäischen Förderpreis – einen mit knapp 1,5 Millionen Euro dotierten "Starting Grant" des Europäischen Forschungsrats (European Research Council, ERC).

Mukaiyama-Award an Prof. Dr. Frank Glorius

Die Society of Synthetic Organic Chemistry of Japan hat Prof. Dr. Frank Glorius als Gewinner des Mukaiyama-Preises 2017 ausgewählt.
Frank Glorius
© Peter Grewer, WWU

Der hochangesehene Mukaiyama-Award wird seit 2005 vergeben, um herausragende Leistungen im Bereich der synthetischen organischen Chemie zu ehren. Prof. Dr. Frank Glorius erhält die Auszeichnung für seine weitgefächerten Pionierleistungen auf den Gebieten der N-heterocyclischen Carbene (in der Organokatalyse, in der Übergangsmetallkatalyse und in der Oberflächenchemie), der C–H Aktivierungen und der intelligenten Screeningverfahren.
(Link oben zur englischprachigen Webseite: The Society of Synthetic Organic Chemistry, Japan)


|
Münster (upm)

Millionenförderung für Chemiker

Europäischer Forschungsrat zeichnet Prof. Armido Studer mit "Advanced Grant" aus
Armido Studer
© Prof. Armido Studer

Der Europäische Forschungsrat (European Research Council, ERC) hat einen weiteren Wissenschaftler der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) mit einem der begehrtesten europäischen Förderpreise ausgezeichnet: Prof. Dr. Armido Studer vom Organisch-Chemischen Institut erhält für seine Arbeiten auf dem Gebiet der elektronen-katalysierten Reaktionen einen mit 2,5 Millionen Euro dotierten "Advanced Grant". "Diese Förderung ist vor allem für Prof. Studer eine herausragende Ehre - aber auch für die Universität Münster insgesamt", betonte WWU-Rektorin Prof. Dr. Ursula Nelles. "Sie ist ein weiterer Beleg für die Spitzenforschung, die die WWU bietet."