Hochschulpolitik

Willkommen in der wunderschönen Welt der Hochschulpolitik. Aber was geht euch Studierende das eigentlich an? Ich versuche euch in diesem Artikel einen kurzen Überblick zu geben, was Hochschulpolitik sein kann – und hoffe das ich dabei nicht zu trocken bin.

Ihr dürft euch bei Hochschulpolitik nix zu abgehobenes vorstellen. Zum einen ist es aber so, dass sobald an der Hochschule ein Beschluss gefällt wird dieser eigentlich schon hochschulpolitisch ist.

Dabei kann es sich um die Vergabe von Haushaltsmitteln an der eigenen Hochschule, der Erweiterung, Einstreichung oder Überschneidung des Lehrangebots, Personalangelegenheiten oder einfach nur der Suche nach Lösungen zu einem Problem handeln, von denen Studierende direkt betroffen sind. Falls euch dies näher interessiert dann besucht unbedingt eine Fachschaftssitzung.

Zum anderen geht die Hochschulpolitik aus der „Politik“ hervor, da Regierungen und Parlamente durch ihre Beschlüsse z.B. einen Rahmen für die Möglichkeiten an der Hochschule schaffen. Gleichzeitig hat die Ausgestaltung an der Hochschule auch Einflüsse auf die nächsten Wahlen etc. Eine klare Trennung von Hochschulpolitik und Politik ist deshalb nicht möglich. Jedoch kann man sagen, dass Mindestandards für Lehre, Forschung und Studium an den Hochschulen definiert werden, von denen alle Studierenden direkt betroffen sind.

Wenn ihr interesse habt mitzuwirken so gesteht euch das Hochschulrahmengesetz (HRG) dies zu. Es definiert, dass die Mitwirkung Recht und Pflicht eines jeden Mitglieds der Hochschule ist.

Dabei gibt es nach dem Landeshochschulgesetz, dem sogenannten Hochschulfreiheitsgesetz (HFG), vier Gruppen aus denen die demokratischen Gremien einer Hochschule gebildet werden.

Die HochschullehrerInnen, mit mehr als 50% des Stimmrechts, die akademischen MitarbeiterInnen und die Studierenden, die fast annährend selbes Stimmrecht haben abhängig von der Gremienangelegenheit, und die nichtakademischen MitarbeiterInnen, die nur einen Platz in einem Gremium haben sofern vorgesehen.

Zusätzlich ist an der Hochschule noch eine Verfasste Studierendenschaft festgeschrieben, die der größten Gruppe der Hochschule, den Studierenden, eine Selbstverwaltung ermöglicht.

Von hier an ist die Spanne an Themen die jetzt angeschnitten wird schier unendlich. Hier gibt es aber einige Denkanstöße 

  1. Studienreform, Bologna Reform, Studium und Lehre sowie Qualitätssicherung und Entwicklung
  2. Lehramtsbildung / Schule
  3. Hochschulfinanzierung und Forschungspolitik und Hochschulstruktur
  4. Studiengebühren
  5. Sozialpolitik / Studienfinanzierung / Bafög / Nationales Stipendiensystem
  6. Gleichstellung
  7. politisches Mandat / Vernetzung / Verfasste Studischaft
  8. Arbeitssicherheit und Umweltschutz
  9. Studentischer Tariflohn

Ich hoffe ihr seid neugierig geworden.

Thorsten