Fachbereichsrat  (FBR) – was ist das?

Sicher habt ihr schon einmal einen Brief von der Uni bekommen, in dem ihr aufgefordert wurdet, eure Stimme für die Wahl zu den Fachbereichsräten abzugeben. Vielleicht habt ihr das gemacht – viele tun es jedoch nicht. Die Wahlbeteiligung liegt immer um oder unter einem Drittel der Wahlberechtigten. Auch aus diesem Grund möchten wir euch ein wenig nähergehender über die Arbeit dieses Gremiums informieren, da hier sehr wichtige Entscheidungen getroffen werden, die uns zu mindestens mittelbar alle betreffen.

Der Fachbereichsrat ist das höchste beschlussfassende Gremium in unserem Fachbereich. Hier werden über den Haushalt, Berufungen, Personalangelegenheiten im allgemeinen, Promotionen und andere Ehrungen, die Verwendung unserer Studiengebühren und viele andere Dinge gesprochen und entschieden. Vorsitzender des Fachbereichsrats ist der Dekan, der vom Fachbereichsrat gewählt wird.

Der Fachbereichsrat besteht aus acht ProfessorInnen, drei wissenschaftlichen MitarbeiterInnen, drei Studierenden und einem weiteren Mitarbeiter. Die unterschiedlichen „Fraktionen“ werden von den jeweiligen Gruppen aus den gesamten Mitgliedern des Fachbereichs gewählt. Das will heißen: Studis wählen Studis, Professoren wählen Professoren und so weiter. Die so gewählten Mitglieder treffen sich i.d.R. 3 bis 4 mal im Semester und beraten die den Fachbereich betreffenden Dinge und treffen im gegebenen Fall per Abstimmung Entscheidungen.  Insbesondere werden eine Menge Kommissionen gewählt, die dann ihre Arbeit aufnehmen und zum Beispiel neue Studiengänge designen, über die Verwendung von Studiengebühren beraten oder neue Professoren auf Herz und Nieren in „Bewerbungsgesprächen“ prüfen. Nicht zuletzt wird einmal im Semester von den Studis der „Goldene Brendel“ für die beste Vorlesung bzw. das beste Praktikum vergeben. Dieser Preis wurde auch schon in chemischen Fachzeitschriften genannt und genießt ein hohes Ansehen bei unseren Lehrenden.

Die berechtigte Frage, die sich euch jetzt wahrscheinlich stellt: Warum soll ich dann jetzt zur Wahl gehen, wenn mich die Änderungen eh nicht so wirklich betreffen?
Die Antwort ist relativ einfach: Wir brauchen euch – jede Stimme! Wenn viele Studis die Studierenden im FBR wählen, ist unser Gewicht als Studierende im Falle einer Auseinandersetzung ein ganz anderes – es ist viel größer. Zwar bekommen wir dadurch auch nicht mehr Sitze im FBR, aber mit einer großen Anzahl von Stimmen im Rücken hat man einfach mehr Gewicht. Daher hier noch mal der Aufruf: geht zur Wahl und unterstützt damit eure Studis im FBR – dort wird auch über eure Zukunft entschieden.