Innere Welten – Zellen in Bewegung von mikro bis makro

Eine Ausstellung des Exzellenzclusters "Cells in Motion"

Online-Ausstellung

Ausstellung

Das Bild zeigt den Querschnitt eines Blutgefäßes im Herzen, das durch die Präparation zufällig Herzform angenommen hat. Im umliegenden Gewebe schimmern die Zellkerne blau. Fluoreszenzmikroskopie
© Andrea Starsichova, Michael Kuhlmann
  • Strömendes Blut in den großen Schlagadern. Die Stromlinien zeichnen die Form der Blutgefäße nach und stellen zusätzlich die Blutflussgeschwindigkeit farblich dar (rot-orange). 4D-Phasenkontrast-Magnetresonanztomographie
    © Philipp Bovenkamp, Florian Lindemann, Tobias Brix, Verena Hörr
  • Durch Arterien und kleinere Arteriolen (vorne) pumpt das Herz Blut in den Körper. Über Venolen (hinten) und Venen fließt es zurück zum Herzen. Muskelzellen (weiß) der Blutgefäße helfen, den Blutdruck zu steuern. Konfokale Fluoreszenzmikroskopie
    © Jacopo Di Russo, Lydia Sorokin
  • Durch elastische Stränge aus Aktin (grün) kann sich die Muskelzelle eines Blutgefäßes zusammenziehen. An den Spitzen der Aktinstränge (rot) erfühlt sie Reize und reagiert: Sie spannt sich synchron mit Nachbarzellen an. Fluoreszenzmikroskopie
    © Lema Yousif, Lydia Sorokin
  • Die innerste Schicht von Blutgefäßen besteht aus Endothelzellen mit Zellkernen (blau) und Zellskelett (grün). Die Zellen heften sich fest aneinander (weiß) und regulieren so den Stoffaustausch zwischen Blut und Gewebe. Konfokale Fluoreszenzmikroskopie
    © Benjamin Brinkmann, Birgitta Michels, Volker Gerke
  • Diese beiden Blutgefäßzellen (Endothelzellen, pinke Zellkerne) heften sich fest aneinander. Wie ein Klebstoff verbindet das Eiweißmolekül Integrin (grün) die Zellmembranen und gibt Signale von Zelle zu Zelle weiter. Fluoreszenzmikroskopie
    © Sandra Wegner, Rupert Hallmann
  • Wenn Blutgefäße verletzt werden, dichten Blutplättchen das Leck ab. Dabei ändern sie ihre Form: Sie bilden Fußfortsätze aus, mit denen sie sich bewegen und an die Blutgefäßwand heften können, um die Wunde zu verschließen. Rasterkraftmikroskopie
    © Hermann Schillers, Hans Oberleithner
  • Bei einer Entzündung wandern Immunzellen durch die Gefäßwand ins Gewebe. Sie rollen zunächst an der Gefäßwand entlang (Zeitverlauf von gelb zu schwarz) und heften sich an die Endothelzellen, damit das Blut sie nicht wegspült. Hellfeldmikroskopie
    © Jana Zimmermann, Rupert Hallmann
  • Bei der Arteriosklerose bilden sich in Arterienwänden Ablagerungen (gelb), deren Aufreißen zu Herzinfarkt oder Schlaganfall führen kann. CiM-Forscher untersuchen Entzündungsprozesse, die dabei entscheidend sind. Lichtblattfluoreszenzmikroskopie
    © Jan Prodöhl, Lisa Honold, Friedemann Kiefer, Michael Schäfers
  • Fokussiertes Laserlicht hält kleinste Partikel fest und hilft bei der Untersuchung von Zellen. Hier werden rote Blutkörperchen (rot) im Blutgefäßsystem eines Zebrafischs im Fokus eines Laserstrahls (grün) gefangen. Hellfeldmikroskopie
    © Robert Meißner, Álvaro Barroso, Christina Alpmann, Cornelia Denz
  • Hier entsteht das Nervensystem einer Fruchtfliege. Gliazellen (grün) wandern entlang der Ausläufer von Nervenzellen (blau) vom Auge (oben) ins Gehirn (unten). Beide Zelltypen entwickeln sich in enger Wechselbeziehung. Konfokale Fluoreszenzmikroskopie
    © Anni Bauke, Christian Klämbt
  • Sinnesnervenzellen (grün) in der Haut einer Fruchtfliegenlarve. In der Entwicklung zur Fliege vollzieht die Larve eine Metamorphose. CiM-Forscher untersuchen, wie die Zellen sich dabei umstrukturieren. Konfokale Fluoreszenzmikroskopie
    © Svende Herzmann, Sandra Rode, Sebastian Rumpf
  • Astrozyten sind Zellen im Gehirn und Rückenmark, die zu einer gesunden Gehirnaktivität beitragen. Angefärbt sind ihre Zellkerne (grün) und ein Protein (Gliafaserprotein, rot), das ihnen Struktur und Stabilität gibt. Konfokale Fluoreszenzmikroskopie
    © Eva Korpos, Lydia Sorokin
  • Astrozyten (grün) umhüllen die Blutgefäße im Gehirn (rot). Sie haben stachelförmige Zellfortsätze, die dabei helfen, eine schützende Barriere zwischen Nervengewebe und Blutstrom aufzubauen: die Blut-Hirn-Schranke. Konfokale Fluoreszenzmikroskopie
    © Marcos Assis Nascimento, Lydia Sorokin
  • Bei der Multiplen Sklerose wandern Immunzellen ins Gehirn und schädigen die Nervenfasern. Aktivierte Enzyme (rot, hier bei der Maus) helfen den Immunzellen dabei, die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden. Fluoreszenz-Reflektions-Bildgebung
    © Hanna Gerwien, Andreas Faust, Lydia Sorokin, Michael Schäfers
  • Noch ist dieser zwölf Stunden alte Zebrafisch geschlechtslos. An den Körpersegmenten (rot) entstehen Vorläufer der Geschlechtszellen (rosa). Ein Lockstoff (Chemokin, grün) leitet ihnen den Weg zu ihrem Bestimmungsort. Konfokale Fluoreszenzmikroskopie
    © Azadeh Paksa, Theresa Gross-Thebing, Erez Raz
  • Blutgefäße wie die Hauptschlagader (grün) bilden mit Lymphgefäßen die Transportbahnen im Körper. Um neue Lymphgefäße zu bilden, müssen Vorläuferzellen (pinke Zellkerne) aus den Venen (blau) wandern. Optische Schnittbildgebung / Ultramikroskopie
    © René Hägerling, Cathrin Pollmann, Friedemann Kiefer
  • Mitochondrien (bohnenartige Strukturen) sind die Kraftwerke der Zelle. Eine innere, gefaltete Membran teilt sie in einen Vorraum (weiß) und einen Hauptraum (schwarz). So werden im Zellquerschnitt zebra-ähnliche Streifen sichtbar. Elektronenmikroskopie
    © Stefanie Oeding, Petra Nikolaus, Ulrike Honnert, Martin Bähler
  • Auf einer Krallenfrosch-Eizelle befinden sich Millionen von Poren, durch die Proteine in den Zellkern gelangen. Dort interagieren sie mit Genen. Bestimmte Faktoren regulieren die Größe der Porenöffnung und den Proteineinlass. Rasterkraftmikroskopie
    © Victor Shahin, Hans Oberleithner
  • Diese Brustkrebszellen stehen unter Stress. Kalzium ist der Auslöser und ein Reiz, dessen Wirkung auf Zellen CiM-Forscher untersuchen. Sie wollen verstehen, welche Faktoren Zelleigenschaften beeinflussen. Konfokale Fluoreszenzmikroskopie
    © Pauline Wales, Roland Wedlich-Söldner
  • Hautkrebszellen bewegen sich vorwärts, indem sie Bläschen ausstülpen und dafür ihr flexibles Skelett (Aktin, rot) ständig neu organisieren. Hierdurch können sie in andere Gewebe vordringen und Metastasen bilden. Konfokale Fluoreszenzmikroskopie
    © Florian Heßner, Volker Gerke, Ursula Rescher
  • CiM-Forscher entwickeln Verfahren, um Zellen im Körper sichtbar zu machen. Die Zellen eines Tumors (oben, gelb-rot) nehmen einen ins Blut injizierten, radioaktiven Zucker gierig auf. Über die Blase (unten) wird der Zucker ausgeschieden. PET-CT
    © Sven Hermann, Michael Schäfers
  • Ein Tumor an der Schädelbasis. Für Diagnose und Therapie nutzen Ärzte radioaktive Substanzen. Sie heften sich an Eiweiße in Tumorzellen und lassen sich sichtbar machen (bunt). Bestimmte Strahlenarten können Tumore zerstören (unten). PET/SPECT-CT
    © Kambiz Rahbar, Lars Stegger, Matthias Weckesser, Michael Claesener, Michael Schäfers
  • Die Netzhaut ist in Schichten von innen (oben) nach außen (unten) aufgebaut. Bei manchen Netzhautschädigungen spielen Botenstoffe eine Rolle. CiM-Forscher prüfen die Wirkung eines Rezeptors des Botenstoffs VEGF (rot). Konfokale Fluoreszenzmikroskopie
    © Anne F. Alex, Nicole Eter
  • In Zellansammlungen der Bauchspeicheldrüse regulieren Hormone den Blutzucker: Alpha-Zellen bilden das Hormon Glukagon (blau), Beta-Zellen das Hormon Insulin (rot). Beim Diabetes Typ 1 sterben Beta-Zellen ab. Konfokale Fluoreszenzmikroskopie
    © Eva Korpos, Lydia Sorokin
  • Der Plattwurm ist ein Meister der Regeneration. Dank seiner vielen Stammzellen kann er sich nach einer Verletzung komplett regenerieren. Dabei helfen Muskelzellen, die Signale (rot) an die Stammzellen senden. Konfokale Fluoreszenzmikroskopie
    © Florian Seebeck, Kerstin Bartscherer
  • Laufspuren von Fruchtfliegenlarven. Zelluläre Vorgänge im Gehirn steuern, wie sich die Larven bewegen. Mit einer neuen Technik analysieren CiM-Forscher das Verhalten der winzigen Organismen. Jede Farbe markiert die Bewegung einer Larve. FIM-Bildgebung
    © Benjamin Risse, Nils Otto, Dimitri Berh, Xiaoyi Jiang, Christian Klämbt

27 farbenfrohe Bilder aus der CiM-Forschung ermöglichen einzigartige Einblicke in das Innere von Zellen und Organismen.

Rückblick 2015/16

Fotos

Im Jahr 2015 war die Ausstellung „Innere Welten“ in der Dominikanerkirche Münster zu sehen und lockte dort in knapp vier Wochen mehr als 13.000 Besucher an.
© CiM - Peter Grewer
  • Die Kirche verlieh den naturwissenschaftlichen Bildern der CiM-Ausstellung einen ganz besonderen Rahmen.
    © CiM - Peter Grewer
  • Die CiM-Koordinatoren Prof. Lydia Sorokin, Prof. Volker Gerke (Foto) und Prof. Michael Schäfers sowie weitere Forscher hielten Vorträge. Ein bunt gemischtes Publikum nutzte die Gelegenheit, Spannendes aus der Forschung in Münster zu erfahren.
    © CiM - Peter Grewer
  • Impressionen der Ausstellung „Innere Welten“
    © CiM - Peter Grewer
  • Impressionen der Ausstellung „Innere Welten“
    © CiM - Peter Grewer
  • Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe (Mitte), Dr. Regina Nickel (2. von rechts) von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und WWU-Prorektor Prof. Stephan Ludwig (links) gratulierten den CiM-Koordinatoren zur gelungenen Ausstellung.
    © CiM - Peter Grewer
  • Zur münsterschen Nacht der Museen und Galerien am 5. September 2015 öffnete die Ausstellung bis Mitternacht ihre Türen.
    © CiM - Peter Grewer
  • In Rundgängen durch die Ausstellung stellten Forscherinnen und Forscher des Exzellenzclusters ausgewählte Bilder vor.
    © CiM - Peter Grewer
  • Ausstellungsmotive zum Verschicken: Die Besucher konnten farbenfrohe Postkarten als Andenken mitnehmen.
    © Peter Dziemba
  • Im Jahr 2016 wanderte die Ausstellung an drei weitere, über den Universitätscampus in Münster verteilte Orte: in das münstersche Schloss, auf den PharmaCampus (Foto) und in das Lehrgebäude der Medizinischen Fakultät.
    © Peter Dziemba
  • Zuvor waren die Bilder bereits im Wissenschaftszentrum Bonn zu sehen. In Kooperation mit dem Sonderforschungsbereich 656 „Molekulare kardiovaskuläre Bildgebung“ zeigte CiM dort 2015 die Doppelausstellung "EinBlicke – Biomedizin und Bildgebung".
    © WZ Bonn - Lichtenscheidt
  • Die CiM-Ausstellung entstand über einen Bilderwettbewerb unter den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Eine Jury wählte aus 75 eingereichten Bildern die 27 eindrucksvollsten aus. Einige davon wurden besonders prämiert.
    © WZ Bonn - Lichtenscheidt

Nach der Premiere im Wissenschaftszentrum Bonn im Jahr 2015 war die CiM-Ausstellung "Innere Welten – Zellen in Bewegung von mikro bis makro" in Münsters Innenstadt zu sehen und lockte dort in knapp vier Wochen mehr als 13.000 Besucher an. Im Jahr 2016 wanderte sie an drei über den Universitätscampus in Münster verteilte Orte.

Broschüre zur Ausstellung

© CiM - Michael Kuhlmann

Die kostenlose Broschüre „Bildergeschichten zum Suchen auf Finden“ stellt ausgewählte Bilder der Ausstellung vor und informiert verständlich über die vier Themengebiete Zellen, Blutgefäße, Nervensystem und Bildgebungstechnologien. Wir schicken Ihnen die Broschüre gern per Post zu.

Unsichtbares sichtbar machen

© CiM - Peter Leßmann

Wie lassen sich Vorgänge im Körper sichtbar machen, die dem Auge normalerweise verborgen bleiben? Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Exzellenzcluster „Cells in Motion“ nutzen dafür ein breites Spektrum bildgebender Verfahren und arbeiten daran, die Möglichkeiten der Bildgebung noch zu erweitern.