Der Prozess der Berufsorientierung
Der Berufsorientierungsprozess setzt sich aus mehreren verschiedenen Elementen zusammen. Grundsätzlich gilt: Je konkreter und individueller Sie für sich Ihr Zielprofil formulieren können, desto einfacher gestaltet sich danach meist auch die Analyse des Arbeitsmarktes, die Identifizierung möglicher Stellen und der sich daran anschließende Bewerbungsprozess.
Dabei müssen Sie nicht zwingend jede einzelne Phase "durchlaufen". Vielleicht erkennen Sie einige Phasen wieder, vielleicht geben Ihnen andere Anhaltspunkte, um über weitere Aspekte nachzudenken.
Phasen des Berufsorientierungsprozesses
Klicken Sie auf die jeweiligen Phasen des Berufsorientierungsprozess, um weitere Details einzublenden.
Entscheidungsblockaden
Nicht zwingend müssen sich Ihnen Entscheidungsblockaden in den Weg stellen. Doch manchmal kann der Prozess der Berufsorientierung ins Stocken geraten, z.B. weil
- man sich nicht entscheiden will,
- weil man Angst hat, sich falsch zu entscheiden oder
- man befürchtet, dass Qualifikationen nicht ausreichen.
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Individuelles Konzept von Beruf formulieren
Hier geht es darum, welche emotionale und strukturelle Aspekte für Ihre Berufswahl bedeutsam sind: Was bedeutet Beruf für Sie? Welchen Stellenwert wird/soll er in Ihrem Leben einnehmen? (Berufung, Identität, finanzielle Absicherung, Herausforderung, Selbstverwirklichung...)
Biographische Erfahrungen auswerten
Nicht nur durch Praktika, auch durch Ehrenamt, Nebentätigkeiten, Mitarbeit im Verein oder Aufgaben in der Familie erwerben Sie biographische Erfahrungen. Die Auswertung dieser Erfahrungen ist ein weiterer Baustein zur Formulierung Ihres persönlichen (Wunsch-)Berufsprofils.
Qualifikationsprofil analysieren
Sehr viele Ihrer berufsrelevanten Kompetenzen lernen Sie nicht in Schule oder Ausbildung, sondern in anderen, oftmals informellen Zusammenhängen. Hier hilft ein genauer Blick auf das eigene Qualifikationsprofil, um den Blick für die eigenen Stärken zu schärfen.
Inhalte und Strukturen klären
Die eigene Berufstätigkeit ist nicht nur von inhaltlichen Aspekten geprägt (z.B. Kulturprogramm für eine Stadt oder ein Marketing-Konzept erstellen), sondern findet auch unter strukturellen Rahmenbedingungen statt (z.B. in Voll- oder Teilzeit, im Büro oder unterwegs, im Team oder eigenverantwortlich). Welche Themen Ihnen wichtig und unter welchen Rahmenbedingungen Sie am besten arbeiten können, sollten Sie für sich klären.
Zielprofil formulieren
Wenn Sie sich mit den genannten Aspekten intensiv auseinander gesetzt und beispielsweise in Seminaren und Workshops Anregung und Unterstützung erhalten haben, dann fällt es Ihnen oftmals leichter, ein für Sie stimmiges Profil zu formulieren.
Arbeitsmarkt und Netzwerke analysieren
Mit Ihrem Zielprofil machen Sie sich jetzt auf die Suche nach berufskundlichen Informationen: Welche Berufe gibt es für Sie, wo werden diese ausgeschrieben, welche Voraussetzungen von Arbeitgeberseite aus müssen Sie mitbringen? Wen können Sie um Unterstützung bei der Suche bitten?
Professionell bewerben
In der Bewerbung gilt es nun, Ihr eigenes Profil mit der ausgeschriebenen Stelle in Einklang zu bringen und mit passenden Argumenten den Leser für sich zu gewinnen.
Für Ihre Fragen rund um den Prozess der Berufsorientierung steht Ihnen der Career Service mit Seminaren und Workshops zu diesem Thema sowie mit Beratungsangeboten zur Seite.

