Prof. Dr.  Regina  Grundmann
Prof. Dr. Regina Grundmann
Professorin für Judaistik
Zimmer 247 (2. OG)
Hammer Str. 95
48153 Münster
Tel.: +49 251 83-26103
Fax: +49 251 83-26111
regina.grundmann@uni-muenster.de
Sprechstunde: Mittwochs von 15.30h bis 16.30h und nach Vereinbarung. Im SoSe 2016 findet wegen eines Forschungsfreisemesters keine reguläre Sprechstunde statt.

Kurzvita
2003 Magister in den Fächern Jüdische Studien, Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Romanistik, Ruhr-Universität Bochum/Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf; 2007 Promotion, Ruhr-Universität Bochum, gefördert durch ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes. 2008-2009 Wissenschaftliche Mitarbeiterin in dem DFG-Projekt „Der Renaissance-Prediger Judah Moscato: Kulturtransfer im neuen Stil", Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. 2009-2015 Juniorprofessorin für Judaistik an der WWU Münster. Seit 2009 Projektleiterin im Exzellenzcluster „Religion und Politik in den Kulturen der Vormoderne und der Moderne", seit 2011 Mitglied des Jungen Kollegs der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste, seit 2012 Principal Investigator im Exzellenzcluster „Religion und Politik“. Seit 2015 Professorin für Judaistik an der WWU Münster. Seit 2015 Projektleiterin im SFB 1150 „Kulturen des Entscheidens“.

Aktuelle Forschungsprojekte

  • Mittelalterliche rabbinische Responsa als Praxis des religiösen Entscheidens, Teilprojekt C01 des SFB 1150 Kulturen des Entscheidens (2015-2019)
  • Traditionstransfer im Yalqut Shimʿoni und Midrash ha-Gadol, Projekt C2_22 des Exzellenzclusters Religion und Politik in den Kulturen der Vormoderne und der Moderne (2012-2017) 
  • Zwischen Selbstbehauptung und Resignation: Der Central-Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, gemeinsam mit Bernd Hartmann (Osnabrück), Wim Martens (Bayreuth) und Daniel Siemens (London/Bielefeld), Stiftung Mercator (2013-2016)

Veröffentlichungen (Auswahl)

Monographien

  • „Rabbi Faibisch, Was auf Hochdeutsch heißt Apollo": Judentum, Dichtertum, Schlemihltum in Heinrich Heines Werk, Stuttgart/Weimar 2008 (Heine-Studien). 

Herausgeberschaften

  • Jenseits der Tradition? Tradition und Traditionskritik in Judentum, Christentum und Islam, hg. von Regina Grundmann und Assaad E. Kattan, Berlin/Boston 2014 (JCI - TTT 2).
  • Martyriumsvorstellungen in Antike und Mittelalter. Leben oder sterben für Gott?, hg. von Sebastian Fuhrmann und Regina Grundmann, Leiden/Boston 2012 (AJEC 80).
  • Judah Moscato's Sermons. Edition and Translation. Volume 1: Sermons 1-10, hg. von Gianfranco Miletto und Giuseppe Veltri unter Mitarbeit von Giacomo Corazoll, Regina Grundmann u.a., Leiden/Boston 2011 (SJHC 26/1).
  • Zeichen der Zeit - Interdisziplinäre Perspektiven zur Semiotik, hg. von Michael Butter, Regina Grundmann und Christina Sanchez, Frankfurt a.M. u.a. 2008. 

Artikel 

  • Lies nicht ‚mit Frieden‘, sondern ‚mit dem Saloon‘!“ Die Talmudparodie Massekhet Prohibition als kreativer Umgang mit religiösen Diskursformen, in: Neues finden – Neues schaffen. Betrachtungen zu Kreativität in Wissenschaft und Kunst, hg. von Dominik Höink, Christian Hornung und Anne Sanders, Paderborn 2016, S. 69-86.

  •  Christlicher Antisemitismus“ − August Rohlings Hetzschrift ‚Der Talmudjude‘, in: Jahrbuch für Antisemitismusforschung 24 (2015), S. 33-60.

  • „Die Knochen Ḥiwis, des Hündischen, sollen zermahlen werden.“ Die fundamentale Traditionskritik des Ḥiwi al-Balkhi, in: Jenseits der Tradition? Tradition und Traditionskritik in Judentum, Christentum und Islam, hg. von Regina Grundmann und Assaad E. Kattan, Berlin/Boston 2014 (JCI-TTT 2), S. 32-58.
  • „Wer sein Leben für Worte der Tora hingibt, in dessen Namen sagt man keine Halakha.“ Die Heiligkeit des Lebens und das Sterben für Gott aus rabbinischer Sicht, in: Martyriumsvorstellungen in Antike und Mittelalter. Leben oder sterben für Gott?, hg. von Sebastian Fuhrmann und Regina Grundmann, Leiden/Boston 2012 (AJEC 80), S. 217-240.
  • „Die Sheʾol zerfällt, sie aber zerfallen nicht." Das Los von Häretikern in der rabbinischen Literatur. In: Sterben über den Tod hinaus. Politische, soziale und religiöse Ausgrenzung in vormodernen Gesellschaften, hg. von Claudia Garnier und Johannes Schnocks, Würzburg 2012, S. 101-116.
  • Judits Tat im Spannungsfeld von Gewaltausübung und Gewaltverhinderung in der Chanukka-Tradition,  in: Frauenfiguren in Kunst und Medien, hg. von Monique Jucqois-Delpierre, Frankfurt a.M. u.a. 2010, S. 298-313.
  • Die Anhänge und Zusätze zum Sefer Josippon, in: Dagmar Börner-Klein/Beat Zuber, Josippon: Jüdische Geschichte vom Anfang der Welt bis zum Ende des Ersten Aufstands gegen Rom, Wiesbaden 2010, S. 23-28.
  • „Ist nicht an einem solchen Tag der Tod besser als das Leben?" Gewalt gegen sich selbst und gegen andere aus der Sicht des rabbinischen Judentums und des Sefer Josippon. In: Frankfurter Judaistische Beiträge 35 (2009), S. 65-83.
  • „E Dichter, aber dennoch e sehr gescheidter Mann" – Heinrich Heine in „jüdischer Mundart". In: Heine-Jahrbuch 48 (2009), S. 194-207. Mit Roland Gruschka.
  • Ein „Zeichen auf ewig"?: Das Zeremonialgesetz zwischen Haskala und ‚Wissenschaft des Judentums’. In: Zeichen der Zeit – Interdisziplinäre Perspektiven zur Semiotik, hg. von Michael Butter, Regina Grundmann und Christina Sanchez, Frankfurt a.M. u.a. 2008, S. 87-103.
  • Zur neuen Aktualität der Semiotik. In: Zeichen der Zeit – Interdisziplinäre Perspektiven zur Semiotik, hg. von Michael Butter, Regina Grundmann und Christina Sanchez, Frankfurt a.M. u.a. 2008, S. 9-15. Mit Michael Butter und Christina Sanchez.
  • Judit, Hanna und Channuka. In: Dagmar Börner-Klein, Gefährdete Braut und schöne Witwe. Hebräische Judit-Geschichten, Wiesbaden 2007, S. 471-482.
  • Haggada als Poesie – Poesie als Offenbarung: Heinrich Heines Transformation der rabbinischen Überlieferung. In: Heine-Jahrbuch 45 (2006), S. 223-235.
  • „Wir sprechen keinem Menschen, welcher Religion er auch angehöre, den Lohn seiner guten Taten ab." Jehuda Halevis interreligiöser Toleranzbegriff im „Buch Kusari". In: Nathan und seine Erben. Beiträge zur Geschichte des Toleranzgedankens in der Literatur. Festschrift für Martin Bollacher, hg. von Oxana Zielke, Würzburg 2005, S. 9-24.