Förderverein Baltikum e.V.
Aufgaben des Fordervereins Baltikum
sind u.a.:
· die Förderung von Studierenden an den Universitäten Tartu, Riga und Vilnius
· die Fortbildung von Mitarbeitern
· die Vermittlung von Wissenschafts- und Praxiskontakten mit öffentlichen Institutionen und Unternehmen des Mittelstandes
· die Entwicklung deutsch-baltischer Projekte
Nachdem die baltischen Staaten ihre Unabhängigkeit wiedererlangt haben, ist dort ein bemerkenswerter Aufschwung zu verzeichnen, der aber weite Bereiche noch nicht erfassen konnte.
Eine zeitgemäße Infrastruktur für Landwirtschaft, Handwerk, Gesundheitssystem, Verwaltungen, soziale Einrichtungen, Schulen und Hochschulen muß entwickelt werden. Trotz aller erkennbaren Initiativen können Estland, Lettland und Litauen den wirtschaftlichen, sozialen und wissenschaftlichen Aufbau ohne Hilfe von außen nicht leisten.
Den Universitäten kommt bei der Entwicklung ihrer Länder eine besondere Verantwortung zu. Sie bilden Fachkräfte für Wirtschaft, Verwaltung, Politik und Gesundheitswesen aus. Aufgrund der völlig unzureichenden finanziellen Versorgung durch den Staat ist die Entwicklung der Bildungsinstitutionen im Baltikum behindert. Das Einkommen der Hochschullehrer und Wissenschaftlichen Mitarbeiter liegt im Vergleich zu Deutschland noch immer unter dem Sozialhilfeniveau, weshalb die besten Nachwuchswissenschaftler die Universität verlassen. Die technische Ausstattung der Hochschulen verbessert sich nur langsam und verhindert einen angemessenen Fortschritt von Lehre und Forschung.
Die Universitäten in Tartu (Dorpat), Riga und Vilnius (Wilna) gehören seit ihrer Gründung zum Verbund der europäischen Wissenschaften mit ausgeprägten Kontakten zu deutschen Hochschulen. Daher verwundert es nicht, daß der Bildungsstand in den baltischen Staaten, die über die Ostsee unsere Nachbarn sind, hoch ist.
Estland, Lettland und Litauen sind seit vielen Jahrhunderten wirtschaftlich, kulturell und historisch eng mit Deutschland verbunden, und der Wunsch nach vielfältigen kulturellen und wirtschaftlichen Bindungen an Deutschland kommt auch heute bei allen Begegnungen zum Ausdruck.
Münster hat nach Öffnung der Grenzen schnell Kontakt zum Baltikum gefunden. Im Lettischen Zentrum in Münster (heute Baltisches Kulturinstitut) wurde während der Jahrzehnte sowjetischer Herrschaft die lettische Kultur und Sprache gepflegt und ein Gymnasium für die Kinder der Exilletten in der freien Welt unterhalten.
Über dieses Zentrum wurde im Frühjahr 1991 der Kontakt mit der Universität in Riga aufgenommen und von der Universität Münster der Reformprozeß der Hochschulen in den baltischen Ländern begleitet und vielfältige praktische Hilfe geleistet.
Die Verbindungen von Münster und dem Münsterland zum Baltikum haben eine lange Tradition. In der Zeit der Hanse wurde ein reger Warenaustausch betrieben, an dem auch die Tödden (Kiepenkerle) beteiligt waren, die sich zu Fuß auf den Weg bis Reval machten. Noch heute gibt es in der Großen Gilde in Riga die Münsterstube mit den Wappen von Münster und anderen deutschen Hansestädten.
Der Förderverein Baltikum möchte Entwicklungen in den baltischen Staaten begleiten und zur Festigung der jungen Demokratie beitragen.
Förderpreise des Vereins, wie z.B. der Münster-Preis, geben Anreize für besondere Leistungen in der Ausbildung. Durch Stipendien wird jungen Menschen Mut gemacht, trotz finanzieller Notlagen das Studienziel zu erreichen. Praktika, Patenschaften und Transferseminare werden vermittelt und helfen, Kontakte zwischen Wissenschaft und Praxis zu entwickeln.
Aufruf zur Hilfe
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Jedes einzelne Euro erreicht die Adressaten. Es fallen keine Verwaltungskosten an.
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Förderverein Baltikum e.V. Röntgenstraße 9-13 48149 Münster Tel.: (02 51) 8 33 15 51 Fax: (02 51) 8 33 15 55 |
Bankverbindung:
Volksbank Münster eG Konto-Nr. 99 100 Bankleitzahl: 401 600 50 |
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Wir freuen uns über jedes neue Mitglied und jeden Beitrag zur Hilfe. Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt ausschließlich und unmittelbar steuerbegünstigte gemeinnützige Zwecke. Mitgliedsbeiträge und Spenden sind nach § 10 b Abs. 4 EStG und § 9 Abs. 3 KStG abziehbar. |
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Vorstand:
Prof. Dr. Maria Wasna (Vorsitzende), Peter Gaux (stellv. Vors.), Rolf Domikowsky (Schatzmeister), Dr. Wilhelm Held (Schriftführer), Hermann Eiling, Prof. Dr. Wilhelm Grießhaber, Dr. Magdalene Huelmann